nnz-Polizeibericht am Dienstag
In Wolkramshausen hatte es in der Nacht vom Sonntag zum Montag eine musikalische Fete gegeben. Das musste wohl auch die Nordhäuser Polizei gewusst haben, deren Beamte mehrfach die Anhaltekelle hoben...
Am Montagmorgen wurde in der Wernröder Straße in Wolkramshausen eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Ein 32-jähriger Fordfahrer wurde angehalten und kontrolliert. Dabei stellten die Beamten leichten Alkoholgeruch fest und ein freiwilliger Drogentest verlief ebenfalls positiv. Bei dem jungen Mann wurde eine Blutprobe veranlasst und das aufgefundene Cannabis sichergestellt. Eine Anzeige wurde gefertigt.
Gegen 09.35 Uhr wurde ein weiterer Autofahrer in der Wernröder Straße angehalten. Da bei dem 29-jährigen Nordhäuser ebenfalls Drogen konsumiert wurden und weitere Drogen im Fahrzeug aufgefunden wurden, wurde eine Blutentnahme durchgeführt, die Weiterfahrt untersagt und Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet.
Auch bei einer 30-jährigen aus München, die fünf Minuten später angehalten wurde, wurden die Beamten fündig. Der Drogentest verlief ebenfalls positiv, so dass auch hier eine Blutentnahme durchgeführten werden musste und Anzeige erstattet wurde.
2500 Euro Schaden war Folge eines Unfalls, der sich um 17.32 Uhr auf der Landstraße zwischen Niedersachswerfen und Appenrode ereignete. Ein 43-jähriger Peugeotfahrer war hier unterwegs, als plötzlich ein Reh die Fahrbahn querte. Trotz sofort eingeleiteter Gefahrenbremsung konnte der junge Ellricher die Kollision nicht mehr vermeiden. Für das Wild endete die Karambolage tödlich, der Fahrer blieb zum Glück unverletzt und kam mit dem Schrecken davon.
Autor: nnz
Kommentare
Bodo Schwarzberg
28.12.2011, 00:02 Uhr
Knallhart durchgreifen: Richtig so Polizei!
Ich würde mir wünschen, dass derartige Kontrollen im Umfeld von bekannten Partys regelmäßig durchgeführt werden. Kein Partygänger sollte sich sicher sein, nicht kontrolliert zu werden, wenn er den lustigen Ort verlässt. Denn immerhin ist die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland erstmals seit langem wieder angestiegen, wenngleich auf einem niedrigen Niveau. Jeder einzelne ist aber schon einer zu viel! Und alle Uneinsichtigen bzw. Lebensmüden, die immer noch glauben, mit mehr als 0,3 bzw. 0,5 Promille oder gar mit THC im Blut ungeschoren davon zu kommen, muss die ganze Härte des Rechtsstaates treffen. Bußgeld und mögliche MPU: Das kann empfindlich teuer und langwierig werden. Da bin ich gern schadenfroh.
Macht bitte weiter so, liebe Polizei, für unser aller Schutz.
Wolfi65
28.12.2011, 11:46 Uhr
Jonny Controlletti
Das sind DDR Überwachungs-Wünsche. Alle Gäste nach einer Party kontrollieren. Fingerabdrücke nehmen,Speichelproben und natürlich Alkohol und Drogenkontrolle nicht vergessen. Was hier gefordert wird ist durch das eigene Volk vor 21 Jahren bekämpft und abgelöst wurden. Die Totale Überwachung wird wieder gefordert? Gut, dann möchte ich auch wieder einen relativ sicheren Arbeitsplatz und das Sozialsystem von damals wieder haben.
Dann könnt Ihr wieder Staasi Methoden einführen.
greeny07
28.12.2011, 12:32 Uhr
@Wolfi
Ihr Kommentar ist unglaublich - ob Sie diese Meinung immer noch vertreten, wenn Sie selbst oder einer Ihrer Lieben ein Unfallopfer, verursacht durch Drogen oder Alkohol, geworden ist???
Retupmoc
28.12.2011, 12:34 Uhr
Rechtsstaat
Ihr wolltet doch vor 21 Jahren einen Rechtsstaat lieber Wolfi. Rechtsstaat heißt für mich, das man sich an ALLE Gesetze hält. Dann kann man auch nicht meckern, wenn jemand die Einhaltung von Gesetzen fordert.
h3631
28.12.2011, 12:42 Uhr
Ist das schlimm?
Ist das schlimm wenn nach solchen Feten kontroliert wird? Unter Alkohol und Drogen ist schon viel passiert.Hoffendlich werden Sie nicht mal von solchen KAOTEN angefahren.Wenn Sie noch können, werden Sie eine andere Meinung haben,ODER?
Harzer_Wolf
28.12.2011, 13:39 Uhr
Solange es nur sie selber betrifft...
solange lasst Sie doch unter Alk, unter Drogen und zu schnell fahren. Das Dumme ist nur - es betrifft meist die Unschuldigen. Und noch dümmer ist - heute früh um 8 waren die Knöllchentanten schon wieder unterwegs. Das können Sie hier in der Stadt vorbildlich. Die Raser und Trunkenbolde aus dem Verkehr ziehen klappt noch nicht ganz so gut. Woran liegt das wohl?
Wolfi65
28.12.2011, 15:53 Uhr
Immer gerade gewesen?
Na ich habe zwar nur beim Weihnachtsgottesdienst im Dom zu NDH ein paar Engel gesehen, aber hier scheinen sich viele im Forum herum zu treiben.
Immer wird sich an die Gesetze gehalten und nie wird etwas verkehrt gemacht.
Da werden doch Träume war, doch bei der Gelegenheit frage ich mich doch wo in diesem Lande das Recht auf Arbeit und ein vernüftiges Leben geblieben ist.
Das Recht auf eine Wohnung sucht man auch vergebens im Bundesdeutschen Gesetzbuch.
Wieso sollte ich mich an so ein Gesetzeswerk halten, welches nichts, aber auch gar nichts für seine Bürger übrig hat, außer Auflagen, Verbote und Richtlinien. Das sind ja richtige Sch....Gesetze!!
Paulinchen
28.12.2011, 18:03 Uhr
Wie alt waren Sie…
Wolfi 65 zur Zeit der Wende? Gestatten Sie mir, dass ich Ihnen hier mal unterstelle, dass Sie schon über 18 Jahre alt waren. Denn von nun an muss ich Ihnen vorhalten, dass Sie in dieser Zeit einen ruhigen und sonnigen Schlaf gehabt haben. Für den Fall, dass Sie jünger waren, dann sollten Sie mit Ihren Eltern mal darüber reden.
Damals hat der Freistaat Thüringen einen Großteil der Verfassung des Freistaates Bayern übernommen. In dieser Verfassung stand leider vom Recht auf Arbeit NICHTS mehr drin. Weshalb haben Sie der Übernahme bzw. der neuen Verfassung des Freistaates Thüringen aber zugestimmt und somit sich selbst den Ast angesägt, auf dem Sie heute sitzen?
Kann es sein, dass Sie gemeinsam mit vielen tausend anderen Menschen das Kleingedruckte, welches in der ehem. DDR nicht folgenschwer war, nicht gewissenhaft gelesen haben? Da helfen Ihnen im Nachhinein die Engel im Dom nun auch nicht mehr, meint Paulinchen?
Wolfi65
28.12.2011, 19:38 Uhr
Das Paulinchen
Ist manchmal ziemlich spitz in einer Diskusion, aber ich verstehe den Zusammenhang nicht. Zwar gehörte ich zwangsläufig zu den Leuten, welche als erste auch ohne Personalausweis in den "Goldenen Westen durften", da ich dienstlich über die ehemalige Staatsgrenze auf dem Bahnhof Ellrich gehen mußte, um das Vorsignal zu warten, welches schon 400 Meter im Westen stand. Das heisst noch lange nicht, dass ich den Bundis bis zum heutigen Tage in den Hintern gekrochen bin.
Auch fand ich die ersten Fahrten mit dem Zug zum Einkaufen nach Northeim ganz interessant,(wie andere DDRler auch) doch war ich immer wieder froh, im Land der Arbeiter und Bauern zurück zukehren.
Das soll aber nicht eine Liebeserklärung an die Partei der Linken verstanden werden, obwohl ich mal einer von ihnen war.
Paulinchen, Sie haben mich jetzt erfolgreich aus der Reserve gelockt.
Machen Sie das bitte nicht wieder, sonst gibt es ein Satz heisse Ohren, denn ich gehöre nicht zu den Dummen, die alles glauben was die Tagesschau berichtet.
Im Gegenteil,es ist alles eingetreten, was uns in der Schule über unsere Brüder und Schwestern im Westen gesagt wurde.
Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und die Freiheit unter einer Brücke enden zu dürfen.
Ich sehe mich persönlich als Verlierer der Wende und werde diesem System so begegnen, wie es mir begegnet.
Und ja, ich war nicht auf dem Bebelplatz und ja ich war überzeugter Genosse.
Und ja, ich war Grenzer und hätte nicht gezögert, mein Land gegen den Feind mit der Waffe in der Hand zu verteidigen.
Und ja, ich bin stolz ein Kind des Sozialismus gewesen zu sein, denn es war eine schöne Kindheit!!
Und nun fahrt wieder alle nach Mallorca und sonst wo hin, und träumt von einer verlogenen Freiheit.
Wolfi65
28.12.2011, 19:57 Uhr
PS Paulinchen
Mein Paulinchen (meine Frau) ist kurz nach der Wende von einem Altbundesbürger bei einem Verkehrsunfall zu den Sternen geschickt worden.
Der Fahrer war nicht betrunken und stand nicht unter Alkohol, war aber übermüdet und zu schnell. Auch eine Verkehrskontrolle der Polizei hätte da meine Frau nicht retten können.
Mit traurigen Grüßen
Wolfi 65
Frankledig
29.12.2011, 03:01 Uhr
Sorry...
Diesen Hintergrund mit Deiner Frau kannte ich leider bisher nicht..Jetzt werden mir einige Kommentare natürlich klarer .
Mfg Frank
Harzer_Wolf
29.12.2011, 10:26 Uhr
Sehr geehrter Wolfi65
Ich möchte Ihnen auf diesem Wege meinen höchsten Respekt zollen. Das mit ihrer Frau tut mir sehr leid. Was Sie da auf Antwort an Paulinchen schreiben ist alles nachvollziehbar und nötigt Respekt ab. Meinen haben Sie dafür jedenfalls. Und Sie sind kein Verlierer der Wende - im Gegenteil, sie haben sich nicht unterkriegen lassen, weder vom System in der DDR noch von diesem System.
Vielleiht sehen Sie aber die Zukunft nicht ganz so verbittert. Hier ging es um die Kontrolle von Fahrern, die zur Zeit reihenweise unter Drogen und Alkohol denken, das Sie die Könige der Landstraße sind. Das ist für uns alle nicht gut und hier befürworte ich ausdrücklich eine strengere Kontrolle durch den Staat. Es kann nicht sein, das man hier WildWest veranstaltet.
Ich bin genauso wie Sie, lieber Wolfi65 mit vielem hier nicht einverstanden. Deshalb würde mih auch Mallora niemals sehen. Ich gehöre nicht zu den Ballermännern die nach zwei Bier das Gehirn ausschalten.
Ich wünsche Ihnen trotz allem einen guten Jahreswechsel und das das neue Jahr für Sie positiver wird.
Und Paulinchen... sie haben ja recht, aber nicht immer mit der Keule drauf. So kann man gute Argumente auch zerbeulen, aber auch Ihnen einen guten Jahreswechsel.
abc123
30.12.2011, 00:44 Uhr
@Harzer_Wolf
Woran das wohl liegt? Nun, vielleicht daran, dass das Ordnungsamt im Grunde nur für den ruhenden Verkehr zuständig ist? Sie können in den fließenden Verkehr gar nicht eingreifen um "Trunkenbolde" aus dem Verkehr zu ziehen, das bleibt immer noch Aufgabe der Polizei.
Zum Thema Raser. Dagegen wird doch schon etwas unternommen. Bringt in der jetzigen Form natürlich nichts wenn man wirklich nur einmal die Woche irgendwo blitzt aber wenn das Ordnungsamt öfter blitzen würde wäre das Geschrei natürlich noch größer. Denn dann müssten sich viele Leute ja tatsächlich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten und könnten nicht mehr rasen. Stellen Sie sich nur einmal die Folgen vor, die Leute würden eine Minute später am Ziel ankommen und hätten während der Fahrt womöglich niemanden gefährdet... bei uns undenkbar.
Alles in allem kann man zu Ihrem Kommentar nur sagen, dass es ein typischer Kommentar in dieser schönen Nordhäuser Onlinezeitung ist. Bei jeder passenden, vorallem aber bei jeder unpassenden Gelegenheit wird mit an den Haaren gebeigezogenen Argumenten gegen das Ordnungsamt Stimmung gemacht...
Ich wünsche trotzdem einen guten Rutsch ins neue Jahr.
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