Di, 17:15 Uhr
15.05.2012
Boom-Town
Während in Nordhausen die Einwohnerzahlen eher stagnieren oder nur hauchzart nach oben klettern, brummt es in der israelischen Partnerstadt Bet Shemesh geradezu. Da ist nicht nur ein Einkaufszentrum entstanden, sondern gleich vier...
Große Freude beim israelischen Bürgermeister Moshe Abutbuhl über Teile des Gastgeschenks aus Nordhausen.
40.000 neue Wohnungen, vier neue Einkaufszentren – diese Zahlen nannte Moshe Abutbuhl, Bürgermeister von Nordhausens Israelischer Partnerstadt Bet Shemesh, auf die Frage der Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke nach den Perspektiven für Bei Shemesh. Frau Rinke war in der vergangenen Woche anlässlich des 20-jährigen Partnerschaftsjubiläums nach Israel gereist.
Sie sei beeindruckt, so Frau Rinke, welche Entwicklungssprünge Bet Shemesh gemacht habe seit ihrem letzten Besuch 2007. Besonders imposant ist die rasante Bevölkerungsentwicklung auf aktuell rund 85.000 Einwohner – und, dass allen Beteiligten immer noch der Balanceakt gelingt der Integration unterschiedlicher religiöser Strömungen, von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und verschiedener sozialer Schichten. Allerdings gab es in jüngster Zeit Spannungen zwischen einer stark religiösen Minderheit und säkular eingestellten Bewohnern, sagte Rinke.
Ähnlich wie Nordhausen liege Bet Shemesh verkehrsgünstig an einer innerisraelischen Verkehrsmagistrale. Und ähnlich wie wir von der A 38 profitiert man auch dort von dieser Lagegunst, die viele neuen Unternehmen in die Stadt gebracht hat. Ein Beispiel ist ein Betrieb von Siemens, der seit einigen Jahren in Bet Shemesh so genannte Solarreceiver produziert zu Erzeugung von Strom, und den wir besichtigt haben. Vergleichbar mit Nordhausen ist auch das breit gefächerte Branchenspektrum der verschiedenen Unternehmen, das eine gewisse wirtschaftliche Stabilität verleiht, so Frau Rinke weiter.
Seitens der israelischen Partner seien verschiedene Kooperationswünsche an die Nordhäuser herangetragen worden: So habe die Leiterin des Konservatoriums von Bet Shemesh Materialien und einen Brief für ihren Nordhäuser Kollegen Holger Niebhagen übergeben, den Leiter der Nordhäuser Musikschule. Bei den israelischen Partnern besteht darüber hinaus der Wunsch, die Wanderausstellung der Gedenkstätte `Mittelbau Dora´ in der israelischen Stadt zu zeigen. Dabei sollen ältere Schüler die jüngeren durch die Ausstellung führen. Darüber hinaus wird eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Jugendsports gewünscht, sagte Frau Rinke.
Gemeinsam könnte man anhand von Fotografien den Beginn der Stadt Beit Shemesh als Einwandererkommune und den Neubeginn Nordhausens nach dem 2. Weltkrieg in einem Buch dokumentieren, sagte Frau Rinke mit Blick auf die Bilderausstellung im Eingangsbereich des israelischen Rathauses. Dort sind Fotos aus den Gründungstagen von Beit Shemesh ausgestellt.
Sie sei überzeugt, so Frau Rinke weiter, dass auch der neue Nordhäuser Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh, der selbst schon Israel besucht habe, die Partnerschaft mit Bet Shemesh weiter intensiv pflegen werde. Darüber hinaus gebe es die privaten Kontakte zwischen den Menschen beider Städte wie auch den jährlichen Fachkräfteaustausch mit dem Jugendsozialwerk Nordhausen.
Autor: nnzGroße Freude beim israelischen Bürgermeister Moshe Abutbuhl über Teile des Gastgeschenks aus Nordhausen.
40.000 neue Wohnungen, vier neue Einkaufszentren – diese Zahlen nannte Moshe Abutbuhl, Bürgermeister von Nordhausens Israelischer Partnerstadt Bet Shemesh, auf die Frage der Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke nach den Perspektiven für Bei Shemesh. Frau Rinke war in der vergangenen Woche anlässlich des 20-jährigen Partnerschaftsjubiläums nach Israel gereist.
Sie sei beeindruckt, so Frau Rinke, welche Entwicklungssprünge Bet Shemesh gemacht habe seit ihrem letzten Besuch 2007. Besonders imposant ist die rasante Bevölkerungsentwicklung auf aktuell rund 85.000 Einwohner – und, dass allen Beteiligten immer noch der Balanceakt gelingt der Integration unterschiedlicher religiöser Strömungen, von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und verschiedener sozialer Schichten. Allerdings gab es in jüngster Zeit Spannungen zwischen einer stark religiösen Minderheit und säkular eingestellten Bewohnern, sagte Rinke.
Ähnlich wie Nordhausen liege Bet Shemesh verkehrsgünstig an einer innerisraelischen Verkehrsmagistrale. Und ähnlich wie wir von der A 38 profitiert man auch dort von dieser Lagegunst, die viele neuen Unternehmen in die Stadt gebracht hat. Ein Beispiel ist ein Betrieb von Siemens, der seit einigen Jahren in Bet Shemesh so genannte Solarreceiver produziert zu Erzeugung von Strom, und den wir besichtigt haben. Vergleichbar mit Nordhausen ist auch das breit gefächerte Branchenspektrum der verschiedenen Unternehmen, das eine gewisse wirtschaftliche Stabilität verleiht, so Frau Rinke weiter.
Seitens der israelischen Partner seien verschiedene Kooperationswünsche an die Nordhäuser herangetragen worden: So habe die Leiterin des Konservatoriums von Bet Shemesh Materialien und einen Brief für ihren Nordhäuser Kollegen Holger Niebhagen übergeben, den Leiter der Nordhäuser Musikschule. Bei den israelischen Partnern besteht darüber hinaus der Wunsch, die Wanderausstellung der Gedenkstätte `Mittelbau Dora´ in der israelischen Stadt zu zeigen. Dabei sollen ältere Schüler die jüngeren durch die Ausstellung führen. Darüber hinaus wird eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Jugendsports gewünscht, sagte Frau Rinke.
Gemeinsam könnte man anhand von Fotografien den Beginn der Stadt Beit Shemesh als Einwandererkommune und den Neubeginn Nordhausens nach dem 2. Weltkrieg in einem Buch dokumentieren, sagte Frau Rinke mit Blick auf die Bilderausstellung im Eingangsbereich des israelischen Rathauses. Dort sind Fotos aus den Gründungstagen von Beit Shemesh ausgestellt.
Sie sei überzeugt, so Frau Rinke weiter, dass auch der neue Nordhäuser Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh, der selbst schon Israel besucht habe, die Partnerschaft mit Bet Shemesh weiter intensiv pflegen werde. Darüber hinaus gebe es die privaten Kontakte zwischen den Menschen beider Städte wie auch den jährlichen Fachkräfteaustausch mit dem Jugendsozialwerk Nordhausen.



