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Di, 14:11 Uhr
16.10.2012

Energie in Bürgerhand

„Energie in Bürgerhand“ - Unter diesem Motto trafen sich gestern 72 Bürger der Landgemeinde Harztor zu einer Bürger- und Mitgliederversammlung im Sport-und Gemeinschaftshaus Ilfeld. Eingeladen hatte die Energiegenossenschaft Harztor...


Anlass dieser Veranstaltung war die Fertigstellung der ersten beiden Photovoltaik-Dachanlagen in den Ortsteilen Niedersachswerfen und Ilfeld. Die Gastvorträge der Herren Dr. Olaf Schümann und Severin Kaufhold von der Thüringer Energie-und Greentech Agentur (ThEGA) stießen auf großes Interesse der Bürgerschaft.

Die Wertschöpfung in der Region halten und bezahlbare Strompreise zu sichern, standen im Mittelpunkt der Aussagen. Zu dieser Zielstellung gab es umfangreiche Informationen durch den Vorsitzenden des Vorstandes der Energiegenossenschaft Harztor, Stephan Klante.

Die Genossenschaft will den Ausbau der Photovoltaik-Dachanlagen noch in diesem Jahr auf weiteren drei Dächern fortsetzen und so auf eine Gesamtleistung von 150 kWp kommen. Das sei eine gute Entwicklung, äußerten die Mitglieder, wenn man davon ausgeht, dass die Gründung der Genossenschaft erst zweieinhalb Monate zurückliege. Die Versammlung brachte im Ergebnis weiteren Schwung für die Entwicklung der Genossenschaft durch neue Beitrittserklärungen und viele positive Wortmeldungen der Bürger.

Im Jahr 2013 heißt es, größere Aufgaben vorzubereiten , geht es doch um die Nutzung eines Energie-Mix aus erneuerbaren Energien, wie z.B. Bioenergie ,Windkraft und Photovoltaik. Die fachliche Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordhausen betreffend dieser Projekte wurde vereinbart.

Zum Ende der Bürgerversammlung dankte der Moderator der Veranstaltung, Horst Huck, für die zahlreiche Teilnahme und das große Interesse an dieser Thematik.
Dirk Wackerhagen, Vorstand EG
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
16.10.2012, 14:52 Uhr
Photovoltaik und Wind contra Biomethananlage
Phototovoltaik und Windenergie, das klingt positiv und ist u.a. im Sinne des Leopoldina-Gutachtens aus Halle (die nnz berichtetete mehrfach). Diese Zusammenkunft in Harztor steht in einem erfrischenden Gegensatz zu den Bestrebungen der Stadt Nordhausen, allen ökologischen und ethischen Bedenken zum Trotz in Nordhausen eine Biogasanlage zu installieren.

Natürlich haben auch Wind und Photovoltaik einige negative Einflüss auf unsere Umwelt. Ich glaube aber, (und das glauben die Leopoldina-Experten), dass beides das kleinere Übel ist. Ich wünsche mir, dass sich mehr Gemeinden den Betrebungen von Harztor anschließen. Dächer zur Energiegewinnung zu nutzen ist die wohl flächen- und umweltschonendste Variante.
Daran sollten wir uns orientieren. Denn in Deutschland gibt es schon auf Grund der dichten Besiedlung Dächer zu Hauf auf engstem Raum.
meyer-baby
05.11.2012, 06:50 Uhr
Muss man sich einmal vorstellen
es gehört alles der UWL.
Jörch
05.11.2012, 08:06 Uhr
die negativen einflüsse von wind und solar sieht man nur...
nicht in deutschland. das ist der einzige unterschied zwischen solar und wind.

1. strom aus wind und solarenergie ist bis heute nicht grundlasfähig oder im großmaßstab speicherbar. d.h. für jedes installierte volatile MW Wind und Solarnergie läuft ein konventionelles oder nukleare MW in einem schattenkraftwerk mit. und damit sind wir schon bei punkt 2

2. strom aus wind und solarenergie gefährdet die netzstabilität und ist bei stromausfall und netzzusammenbruch nicht schwarzstartfähig. künstlich per wechselrichter erzeugter drehstrom kann momentan nur mit großer mühe und mit entsprechenden verlusten ins existierende drehstromnetz eingespeisst werden. je größer und damit schwankender der pv anteil, desto mehr schattenkraftwerke benötige ich, denn phyisikalisch ist die netzfrequenz die summe aller rotierenden massen (generatoren in den grosskraftwerken)
beispiel: die beiden generatoren des stillgelegten kkw Biblis werden momentan genutz um als motor umgepolt sogenannte blindleistung im netz zur verfügung zu stellen. d.h. bei viel wind und sonne sorgen diese beiden generatoren dafür, dass die oberschwingungen aus pv und windstrom dort vernichtet werden und das für 19,5 millionen euro im monat.

3. pv und windenergie erzeugt abhängigkeiten von ausländischen rohstoffen. die abhängigkeit von fossilien oder nuklearen brennstoffen in den bisherigen erzeugungsformen wird durch eine abhängigkeit von seltenen erden (china) und schwermetallen (china, indien, afrika) substituiert. derzeit limitiert die verfügbarkeit von seltenen erden die zubaumöglichkeiten an windendergie.

4. umweltverträglichkeit des seltene erdenabbaus. weltmarktführer ist derzeit china. und das nicht ob der woanders nicht vorhandenen lagerstätten sondern ob der abbaumethoden und aufarbeitungsmethoden der seltene erden. die wirtschaftlichkeit des abbauses dort beruht nur darauf, dass sämtliche in der westlichen welt geltenenden minimalen umweltstandards nicht ansatzweise gelten. im übrigen wird beim seltene erden abbau und deren raffination mehr radioaktivität freigesetzt als beim betrieb aller kernkraftwerke der welt.. soviel also zur mähr von der sauberen energie.

5. die dotierungstoffe der pv module (alle samt schwermetalle) werden unter ähnlich fragwürdigen abbaumethoden gewonnen. desweiteren ist bis heute keine entsorgung der hochgiftigen reststoffe aus den pv modulen absehbar. hier wird auf das blosse verlassen in eine noch nicht vorhandene technologie produziert.

6. letztlich ist der weg pv und wind in der derzeitigen form einer direkten einspeisung ins netz genauso ein irrweg wie die bioenergiegewinnung.
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