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Mi, 10:17 Uhr
20.02.2013

Weiterer Doktorhut an der FHN

Martin Kaufmann, der sowohl Alumni als auch Lehrbeauftragter der Fachhochschule Nordhausen ist, verteidigte im Februar dieses Jahres erfolgreich seine Doktorarbeit und wir haben die Einzelheiten "wissenschaftlich" aufbereitet...

Kaufmann mit Dissertation (Foto: FHN) Kaufmann mit Dissertation (Foto: FHN)
Der „frisch gebackene“ Doktor Martin Kaufmann und Prof. Dr. Dietmar Knies von der FH Nordhausen

Martin Kaufmann studierte an der FH Nordhausen den Masterstudiengang „Public Management & Governance“ und war darüber hinaus in den letzten Semestern seines Studiums als Lehrbeauftragter in diesem Studiengang sowie für „Public Management“ tätig.

Im April 2010 begann Kaufmann mit seinem Promotionsvorhaben, das er nun mit der erfolgreichen Verteidigung seiner Doktorarbeit vor den Augen der Prüfungskommission an der Universität Erfurt abschloss. Da Deutsche Fachhochschulen bislang kein Promotionsrecht besitzen, erfolgte die Promotion im Rahmen eines kooperativen Promotionsverfahrens zwischen der FH Nordhausen und der Uni Erfurt.

Betreut wurde die Dissertation von Prof. Dr. Manfred Königstein, Lehrstuhl für Angewandte Mikroökonomik, an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt sowie Prof. Dr. Dietmar Knies, Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft, Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der FH Nordhausen.

Martin Kaufmanns Dissertation beschäftigt sich mit dem Public-Private-Partnership-Ansatz in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Hierbei handelt es sich um einen innovativen Ansatz der Entwicklungshilfe, der eine gemeinsame Aufgabenwahrnehmung von öffentlichen und privat-wirtschaftlichen Akteuren in Entwicklungsländern erlaubt.

Neben der theoretischen Beschäftigung mit dem Thema konnte sich Kaufmann im Rahmen eines Praxisaufenthaltes ein eigenes Bild verschaffen. So war er während seines Promotionsstudiums für drei Monate in Namibia und evaluierte ein Entwicklungs-projekt der Deutschen Entwicklungshilfe, das einen PPP-Ansatz verfolgte. Dieses versuchte durch gezielte Beratung kleine und mittlere Unternehmen nachhaltig zu stärken und deren Zugang zu Finanzdienstleistungen (insbesondere Kredite) zu erweitern sowie diese als Kundengruppe zu destigmatisieren.

Als Ergebnis zeichneten sowohl die praktische Evaluation als auch die theoretischen Auseinandersetzungen ein detailliertes Bild der PPP-Ansätze und verdeutlichten die Komplexität der Projektbegleitung und Wirkungsmessung in der Entwicklungs-zusammenarbeit.
„Inwiefern PPP-Ansätze die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit tatsächlich nachhaltig bereichern werden, obliegt jedoch der Gestaltungsmacht der öffentlichen Akteure, deren Entscheidungen wesentlich den Erfolg eines PPP-Projektes beeinflussen“ so Kaufmann.
Autor: red

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Kommentare
funny
20.02.2013, 13:14 Uhr
Gratulation
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum erlangten Doktortitel.

Ich finde das Thema PPPs sehr spannend und freue mich, dass es solch eine erfreuliche Nachricht hier in die nnz geschafft hat.

Das was Herr Kaufmann da geleistet hat dürfte einige öffentliche Einrichtungen interessieren. Der Weg in die Presse scheint daher sehr wichtig und auch sinnvoll.

Mich würde interessieren, ob es eine Veröffentlichung der Dissertation geben wird. Gibt es dazu vielleicht bereits Informationen?
Nordhäuserin
20.02.2013, 17:12 Uhr
Vorsicht
PPP oder auch ÖPP ist nicht immer von Vorteil für die öffentliche Hand. Hier muss genau gerechnet werden. Deshalb sollte Vorsicht geboten sein(Siehe Bundesrechnungshof). Finanzderivate wurden der öffentlichen Hand auch als Zinsbegrenzungsrisiko angeboten, was daraus geworden ist belegten zahlreiche Medienberichte.
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