Mi, 14:45 Uhr
04.06.2014
Englisch als gemeinsame Fremdsprache
Bundestagsvizepräsident und CSU-Politiker Johannes Singhammer sprach kürzlich in einer ganz besonderen Mission in Brüssel vor. Er kämpfte für den Stellenwert der deutschen Sprache – dafür, dass wieder mehr Texte ins Deutsche übersetzt werden und Seele und Geist Europas durch das Englische nicht weiter beschädigt würden...
Damit sprach er indirekt eine Tatsache an: Ohne Englisch geht es heute nicht mehr! Singhammer kämpft in Brüssel dafür, dass alle relevanten EU-Dokumente auch auf Deutsch vorliegen müssten. Laut Singhammer könne der Bundestag seine Mitwirkungsrechte nur wahrnehmen, wenn es autorisierte Übersetzungen gebe.
Dabei müsste Singhammer, dem studierten Rechtswissenschaftler, doch eigentlich klar sein, dass Zahlen nur beschwerlich aufzuhalten sind: Allein zwei Drittel aller EU-Bürger, deren Muttersprache nicht Englisch ist, sind davon überzeugt, dass Englisch für sie persönlich die wichtigste Fremdsprache ist. Und nicht nur das – mit 38 Prozent ist Englisch in Europa auch die meistgesprochene Fremdsprache; weit vor Französisch mit zwölf Prozent, Deutsch mit elf, Spanisch mit sieben und Russisch mit fünf Prozent.
Trotzdem, für Singhammer beschädigt das zunehmende Voranschreiten der englischen Sprache Seele und Geist Europas. Dabei werden auch gegenteilige Klagen von anderer Seite aus immer stärker: Die europäische Öffentlichkeit müsse besser zusammenwachsen, Entscheidungen müssen internationaler getroffen werden, gerade bei der Mobilität von Studenten und Arbeitskräften müsse es innerhalb Europas mehr Vereinheitlichungen geben. Und das geht eben nur mit einer gemeinsamen Sprache, die jeder gleich gut beherrscht.
Das sieht auch Bundespräsident Joachim Gauck so, der bei einer Ansprache nicht nur Mehrsprachigkeit für die Eliten, sondern für immer größere Bevölkerungsgruppen forderte – und Mehrsprachigkeit bedeutet in diesem Fall Englisch. Um dies zu erreichen, müsste aber vor allem in Deutschland einiges passieren. Laut einer Studie landet Deutschland mit seinen Englischkenntnissen im internationalen Vergleich nur auf Platz 14 – hinter unter anderem Polen, Österreich und Schweden.
Zwar haben sich die englischen Sprachkenntnisse in den vergangenen sechs Jahren bei den Deutschen leicht verbessert, doch für die fortschreitende Globalisierung reicht das noch nicht. Gerade auf dem Arbeitsmarkt wird es immer wichtiger, sich international verständigen zu können. In einer Umfrage von 2012 bestätigten 70 Prozent aller Führungskräfte, dass ihre Angestellten die englische Sprache beherrschen müssten, beziehungsweise diejenigen eher befördert würden, die über bessere Englischkenntnisse verfügten.
Staatliche Förderung in diesem Bereich ist also gefragter denn je. Solange dies aber noch nicht auf den Weg gebracht ist, sollten Arbeitnehmer sich selbstständig fortbilden, zum Beispiel durch Sprachkurse an Volkshochschulen oder auf Sprachlernplattformen im Internet wie beispielsweise papagei.tv (mehr Informationen zu papagei.tv finden Sie hier).
Autor: redDamit sprach er indirekt eine Tatsache an: Ohne Englisch geht es heute nicht mehr! Singhammer kämpft in Brüssel dafür, dass alle relevanten EU-Dokumente auch auf Deutsch vorliegen müssten. Laut Singhammer könne der Bundestag seine Mitwirkungsrechte nur wahrnehmen, wenn es autorisierte Übersetzungen gebe.
Dabei müsste Singhammer, dem studierten Rechtswissenschaftler, doch eigentlich klar sein, dass Zahlen nur beschwerlich aufzuhalten sind: Allein zwei Drittel aller EU-Bürger, deren Muttersprache nicht Englisch ist, sind davon überzeugt, dass Englisch für sie persönlich die wichtigste Fremdsprache ist. Und nicht nur das – mit 38 Prozent ist Englisch in Europa auch die meistgesprochene Fremdsprache; weit vor Französisch mit zwölf Prozent, Deutsch mit elf, Spanisch mit sieben und Russisch mit fünf Prozent.
Trotzdem, für Singhammer beschädigt das zunehmende Voranschreiten der englischen Sprache Seele und Geist Europas. Dabei werden auch gegenteilige Klagen von anderer Seite aus immer stärker: Die europäische Öffentlichkeit müsse besser zusammenwachsen, Entscheidungen müssen internationaler getroffen werden, gerade bei der Mobilität von Studenten und Arbeitskräften müsse es innerhalb Europas mehr Vereinheitlichungen geben. Und das geht eben nur mit einer gemeinsamen Sprache, die jeder gleich gut beherrscht.
Das sieht auch Bundespräsident Joachim Gauck so, der bei einer Ansprache nicht nur Mehrsprachigkeit für die Eliten, sondern für immer größere Bevölkerungsgruppen forderte – und Mehrsprachigkeit bedeutet in diesem Fall Englisch. Um dies zu erreichen, müsste aber vor allem in Deutschland einiges passieren. Laut einer Studie landet Deutschland mit seinen Englischkenntnissen im internationalen Vergleich nur auf Platz 14 – hinter unter anderem Polen, Österreich und Schweden.
Zwar haben sich die englischen Sprachkenntnisse in den vergangenen sechs Jahren bei den Deutschen leicht verbessert, doch für die fortschreitende Globalisierung reicht das noch nicht. Gerade auf dem Arbeitsmarkt wird es immer wichtiger, sich international verständigen zu können. In einer Umfrage von 2012 bestätigten 70 Prozent aller Führungskräfte, dass ihre Angestellten die englische Sprache beherrschen müssten, beziehungsweise diejenigen eher befördert würden, die über bessere Englischkenntnisse verfügten.
Staatliche Förderung in diesem Bereich ist also gefragter denn je. Solange dies aber noch nicht auf den Weg gebracht ist, sollten Arbeitnehmer sich selbstständig fortbilden, zum Beispiel durch Sprachkurse an Volkshochschulen oder auf Sprachlernplattformen im Internet wie beispielsweise papagei.tv (mehr Informationen zu papagei.tv finden Sie hier).


