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Fr, 11:27 Uhr
02.01.2015

Zum Tode Ernst Stiedes

Die Expertise des Biologie Lehrers Ernst Stiede in Sachen Natur- und Umweltschutz war in Nordhausen hoch geschätzt. An das Leben und Wirken des jüngst verstorbenen Ernst Stiedes erinnert Gisela Hartmann...

Die Nachricht vom Tod des Lehrers i.R. Ernst Stiede ruft in mir vielfältige Erinnerungen wach.

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Zum ersten Mal begegnete mir Ernst Stiede als Biologie-Lehrer im Institut für Lehrerbildung Nordhausen. Er führte seine Studenten so in die Botanik ein, dass sie mich als junges Mädchen sofort faszinierte. Unvergessen sind seine Exkursionen, die er spannend wie einen Krimi zu gestalten wusste.

Wir zogen mit der Exkursions-Flora durch die Natur, um Pflanzen bestimmen zu lernen. Seine Wissensvermittlung mit Begeisterung und Präzession sind bis heute für mich als ein unverzichtbarer Bestandteil von gelingender Arbeit und Engagement erkennbar geblieben.

Danke Herr Stiede!

Vor der Wende war Ernst Stiede im Kirchlichen Umweltseminar ein wichtiger Berater. 1990 saß er am Grünen Runden Tisch in Nordhausen. Sein fachliche Einschätzung und sein Rat sind bis heute wie damals besonders zur Gipskarstlandschaft für unser Engagement gegen den Raubbau an unserer einmaligen Karstlandschaft von Bedeutung.

Als ich 1990 auf Einladung des Weltstädtetages zur Weltkonferenz nach New York reisen durfte und dort in das Welt-Team von ICLEI berufen wurde, hatte ich ein Schreiben aus dem Landkreis Nordhausen im Gepäck, das inhaltlich maßgeblich von Ernst Stiede mit verfasst wurde. Es floss in die vorbereitende Arbeit der Weltkonferenz von Rio 1992 ein.

Anfang der 90iger Jahre war er Teil einer Delegation des Landkreises Nordhausen zum Erfahrungsaustausch mit dänischen Umweltspezialisten im Rahmen des Modellprojektes „Ökologischer Landkreis-Umweltgerechte Raumnutzung“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück für den Landkreis Nordhausen.

Am 29. Januar 1990 hatte ich die Idee, die bekanntesten Natur- und Umweltorganisationen aus der BRD zu uns nach Nordhausen ins Blasii- Pfarrhaus einzuladen. In Nordhausen gab es bis zur Wende Umweltbildung im Kulturbund und durch das 1983 gegründete Kirchliche Umweltseminar. Aus Göttingen kamen an diesem Abend Vertreter des BUND, NABU, Deutscher Naturschutzbund, Robbin Wood und Green Peace.

Nach dieser Begegnung gründeten sich in Nordhausen der BUND (Ernst Stiede), der NABU (Wolfgang Schröter) und Green Peace (Regina Noack).

Der BUND ist bis heute auch in Nordhausen als konsequenter Verein für Umwelt – und Naturschutz fachlich und gesellschaftlich leistungsstark präsent.
Menschen wie Ernst Stiede sind in unserer Stadt auch heute unverzichtbar.

Er bleibt durch sein Wirken unvergessen.
Gisela Hartmann
Autor: red

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