So richtig Winter ist es ja noch nicht in und um Nordhausen herum. Aber die Stadtverwaltung sorgt vor und bereitet die Verwalteten darauf vor, dass hier und da in der "Stadt der Treppen" nicht gestreut wird...
Kein Geld für Winterdienst (Foto: nnz)
Nun ja, der Blick in die Stadtkasse ist nicht gerade berauschend, aber dass die gigantische Treppenanlage des 15-Millionen-Euro-Bürgerhauses de facto nur auf eigene Gefahr betreten werden kann, das haut eigentlich dem Fass den Boden aus.
Anzeige symplr (mr_1)
Der aus Steuermitteln errichtete Prunkbau ist zwar taghell erleuchtet und kostet in seiner Betreibung rund 900.000 Euro im Jahr, für ein paar Krumen Salz oder Sand ist allerdings kein Geld vorhanden für Treppen, deren Besteigung dem einen oder anderen Nordhäuser schon außerhalb des Winters einige Probleme bereitet.
Denn anders als unsere Vorfahren, wurden seit der Landesgartenschau neue Treppen fast ausschließlich "schräg" gebaut. Die Premiere dazu gab es in der Weberstraße, die Fortsetzung dieses architektonischen Highlights nun am Bürgerhaus, wo einige Menschen sogar im Innern schon schiefe Treppen ausgemacht haben. Aber das sollte so sein.
Dass es nun aber keinen Winterdienst gibt, das ist schon sehr außergewöhnlich. Peter-Stefan Greiner
Genau das Gleiche habe ich auch gedacht, als ich gestern Abend dieses Schild sah.
Da wird bei der Eröffnung extra betont, dass doch der Durchgang von der Rautenstraße zur Bäckerstraße erhalten geblieben ist und nun schafft man es noch nichtmal die Monstertreppe begehbar zu halten.
Oder heißt es nur, dass ein kleiner Teil der Treppe hinter der Kette geräumt wird und der Rest nicht?
Das wäre ja vertretbar und müsste dann auch so geschrieben stehen.
Ich habe mit Entsetzen diesen Artikel gelesen. Ich finde es traurig, dass dieser Palast für einen horrenden Betrag gebaut wurde. Ich glaube ja , dass die Stadt sparen muss. Aber da können doch auch mal die Mitarbeiter der Stadtverwaltung selbst Hand anlegen.
Dort wird doch sicher auch mit Gleitarbeitszeit gearbeitet, so dass jeder einmal streuen könnte. Wäre doch gleich mal etwas ehrenamtliches Engagement! Oder kann sich die Stadt etwa leisten versicherungstechnisch bei Unfällen auf den Plan gerufen zu werden? Wenn die Stadt mit einem solchen Schild aber abgesichert sein sollte, dann stelle ich ebenfalls vor meinem Grundstück ein Solches auf.
Die Treppe wird und wurde geräumt. Allerdings nicht komplett, sondern links und rechts auf einer Breite von rund anderthalb Metern entlang der Treppengeländer.
'Treppenanlage teilweise kein Winterdienst'
oder
'Winterdienst nur an linker und rechter Seite'
Das kostet alles Geld, was die Stadt nicht hat. Warum überlegen sich die Verantwortlichen das nicht vorher? Wenn ein Angestellter in der freien Wirtschaft so mit Firmengeldern umgehen würde, bekäme er eine Abmahnung.
Der Öffentliche Dienst hat da aber scheinbar Narrenfreiheit.
herr grabe ich möchte ihnen nicht zu nahe treten, mich würde einmal interessieren, wann der BESCHLUSS zur teilweisen räumung der treppe gefasst wurde? War das vor den KRITISCHEN kommentaren, oder danach? wie gesagt es ist nur eine frage
wie Sie hier eindrucksvoll erleben, sind die beiden sichtbar mit Absperrungen gekennzeichneten geräumten Teile der Treppe nicht Idiotensicher angelegt. Bitte sorgen Sie dafür, dass der Hausmeister in Zukunft rechtzeitig Beschlüsse des Stadtrates einholt. Des weiteren müssen die Schilder in der Mitte der Treppe unbedingt auch mit Blindenschrift versehen werden. Danke.
In der städtischen Reinigungssatzung ist es doch eindeutig geregelt. Gehwege und Treppen müssen auf eine maximale Breite von 1,50 von Schnee bereinigt werden. Das gilt doch genauso für die Bürgerhaus Treppen und wird auch so gemacht.
Warum also überhaupt Ketten und Schilder an dieser Stelle?
Das ist pure Geldverschwendung und sieht aus...
Warum stehen die Schirme auf der Freifläche im Winter draußen? Besser werden die dadurch nicht.
Apropos städtische Reinigungssatzung: Da steht ja neuerdings drin, dass in Straßen mit einseitigem Bürgersteig in ungeraden Jahren (2015!) der gegenüberliegende Grundstücksbesitzer den Bürgersteig zu räumen hat.
Das passt auf meine Straße! Nur hat bis jetzt die Stadt, als gegenüberliegender Grundstückseigentümer, in diesem Jahr noch nicht den Bürgersteig geräumt. Es wurde fein säuberlich drumherum gefahren. Das war ja dann wohl ein Eigentor mit dieser Regelung...
Auf solche dummen Kommentare kann ich als Nordhäuser komplett verzichten. Nehmt einfach mal selbst den Besen in die Hand. Im warmen Wohnzimmer vor dem Computer ist es natürlich viel angenehmer.
Den neuen Spruch zum Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz "frag nicht, was Deine Stadt für Dich tut, sondern frag, was Du für deine Stadt tun kannst" sollten sich einige Kommentatoren hinter die Ohren schreiben, oder besser noch auf den Computerbildschirm mit Permanentmarker.
Die Stadt, hat sich da ein Bürokratie Denkmal gebastelt, gegen den ursprünglichen Plan, mit ausreichend Parkplatz im Keller.
Um die ausufernden Kosten auch nur ein wenig in den griff zu bekommen, baut man sich ein Treppenwunderland.
Und nun soll ich das putzen ?
Wird nicht die ganze Treppe geräumt sondern nur ein Teil, kann ich damit leben, daß ist aber von dem Schild her nicht erkennbar.