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Do, 18:22 Uhr
17.09.2015
nnz-Forum

Fragen an Jendricke und Zeh

Die Kanzlerin hat Kritik an der großzügigen Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland verteidigt. Ihr Durchwinken Tausender Deutschland-Begehrer ohne Registrierung hatten Ex-Innenminister Friedrich und Bayerns Ministerpräsident Seehofer als schwerwiegenden Fehler mit unabsehbaren Folgen bezeichnet. Die Kanzlerin hatte ihren Alleingang als aus der Notsituation heraus bezeichnet...


Sie ließ sich hoch leben – als Engel. Als Mama Merkel. Als den Messias, der die Erlösung von Leid und Verfolgung bringt. Das ehrt diese Frau. Bis sie merkte, dass es so wie bisher nicht weiter gehen konnte. Deutschland allein könne den Ansturm von Menschen, die sie doch so willkommen hieß, allein nicht schultern. Gerecht müsse man sie auf alle EU-Staaten verteilen. Und: Kontrollen müssen her.

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Warum aber spricht die Kanzlerin nicht auch die reichen und im Geld schwimmenden Golfstaaten an. Jene Länder nebenan, wo man die gleiche Sprache spricht, die gleiche Religion ausübt? Die Machthaber dort greifen zwar mal schnell in den Geldsack, spenden Millionen, halten aber die Flüchtlinge, wenn man so will auch eigene Leute, außen vor. Aus Sicherheitsgründen tue man das, sagen sie.

Von Interesse dürfte eine aktuelle Umfrage sein, nachzulesen war sie im Internet und im Videotext im Fernsehen, unter anderem heute auf N 24. Auf die Frage, ob Merkel noch Herr der Lage sei, antworteten 94,5 Prozent der Befragten mit Nein, nur 5,3 Prozent mit Ja. Auf die Frage, ob es richtig ist, dass Deutschland wieder an den Grenzen kontrolliere, antworteten 96,9 Prozent mit Ja, hingegen 2,5 Prozent mit Nein. Schließlich ging es darum, ob Ungarn richtig handelte, als es die Grenze dicht machte. 96,8 Prozent waren der Meinung, Ungarn handelte richtig, 3,1 Prozent votieren dagegen.

Um die Sicherheit sorgt man sich auch hierzulande. Offiziell hält man sich bedeckt. Man weiß natürlich: Die derzeitige, zudem zu großen Teilen unkontrollierte Einwanderung birgt Gefahren. Sie werden streitig auch unter der Bevölkerung in Stadt und Landkreis Nordhausen debattiert.

Auch hierzulande wird sich manches verändern. Was sich gegenwärtig tut, sich morgen und auch übermorgen vollziehen wird, ist eine enorme Herausforderung – für den Landrat Matthias Jendricke, den Oberbürgermeister Klaus Zeh, für die Kommunen, für uns alle. Ängste und Sorgen sind verständlich, Fremdenhass und Rassismus nicht.

Gerüchte, wonach Flüchtlinge wie die Raben klauten, bei manchen aus fremden Kulturen, die hier weilen, das Messer locker sitze oder Frauen belästigt würden, sollten wir nicht unwidersprochen Glauben schenken. Klar aber muss sein: Weder von Flüchtlingen noch gegen sie dürfen Straftaten toleriert werden.

Klar ist aber auch: Die Menschen haben viele Fragen. Wahrheiten, sind sie der Meinung, würden ausgeblendet, das Volk bekomme ungenügend Antworten. Wann, wird immer wieder gefragt, haben unsere Politiker den Mut, der Wahrheit offen in die Augen zu sehen?

Zu einer Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsunterbringung lädt der Landkreis ein. Sie beginnt für morgen Abend, 18 Uhr, im Audimax der Nordhäuser Hochschule. Oberbürgermeister Zeh will auch zugegen sein. Man sollte sich nicht scheuen, Fragen zu stellen.

Zum Beispiel die an Landrat und OB, wie viele Flüchtlinge Stadt und Landkreis noch verkraften können? Weitere 1000 im kommenden und in den folgenden Jahren?
Wenn sie ehrlich sind und das Kreuz haben, werden sie eine ehrliche Antwort geben. Ob man sich hingegen mit einer Antwort, Deutschland sei ein reiches Land und auf weitere Anstürme gerüstet, zufrieden geben wird?

Dieser Zeitung kommt der Mut zugute, Sorgen und Nöte der Menschen ernst zu nehmen. Sie spricht Wahrheiten an, die auszusprechen sich andere nicht trauen. Erinnert sei an die Beiträge „Was oder wer bin ich?“ und „Probleme am Weinberg“. Mit einer so enorm hohen Zustimmung haben wir nicht gerechnet.
Valentin Hammerling
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
petra6758
17.09.2015, 19:37 Uhr
Daumen hoch für die NNZ
Liebe NNZ!
Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken .
Bedanken dafür ,daß Sie so umfassend und gut informieren.Aber vor allem dafür,daß Sie den Mut haben,die Dinge offen und ehrlich beim Namen zu nennen und sich nicht vor den Karren der Politik spannen zu lassen.
Dafür meinen Respekt!
Hatte bisher ein Abo einer anderen Zeitung, dieses habe ich jetzt gekündigt.Die sollten sich ein Beispiel an Ihnen nehmen.
Vielen Dank!!!!
whiterzauberhase
17.09.2015, 20:10 Uhr
ist Deutschland bald
Pleite? Das heißt können die normalen Ausgaben nicht mehr gestemmt werden? Und ergeht es uns dann wie Griechenland?
Edwin mit R
17.09.2015, 20:14 Uhr
Interessant aber...
... nicht wirklich überraschend! Die Umfrageergebnisse hätten klarer nicht sein können und da ist es völlig egal in welchem "politischen Lager" man sich befindet. Die Flüchtlingssituation ist von Beginn an eine "humanitäre Katastrophe". Allein die Tatsachen, das hunderttausende diesen Schritt wagen, gar wagen müssen, aus ihrer Not heraus ist beschämend für die Menschheit. Schließlich reden wir hier nicht von irgendwelchen Naturkatastrophen. Nein! Es sind alles von Menschenhand geschaffene Probleme!

Der Artikel bedarf einiger Kritik von mir und möglicherweise auch von anderen.
"Wann, wird immer wieder gefragt, haben unsere Politiker den Mut, der Wahrheit offen in die Augen zu sehen?" Sicherlich ist diese allgegenwärtig, aber welche Wahrheit soll es denn bitte sein? Wer bestimmt was wahr ist und was nicht? Viele Bürger bilden sich ihre einige Meinung, die einen menschlich und die anderen, sagen wir egoistisch und braun eingefärbt! Dort wird dann auch kaum unterschieden, da fährt man eine Linie m.E. keinen Platz im in der Weltgemeinschaft finden darf. Es wird auch zu vielen Hasspredigern und Hetzern eine Plattform und Bühne geboten. Dem sollte Einhalt geboten werden, dann wird es vielleicht auch ein wenig ruhiger. Alle Sicherheitsvorkehrungen für diese Veranstaltungen, alle verstärkten Sicherheitsvorkehrungen an, inn und um Flüchtlingsunterkünfte, Einsätze von Rettungskräften auf Grund von Brandanschlägen... all das verschlingt ebenso Unmengen an Geldern, von welchem die "Täter" beklagen, dass wir diese nicht hätten. Ebenso ist hier meines Erachtens nach dringend die Bildungspolitik gefragt! Mir wurde in der Schule kein Hass gelehrt, mir wurden durch den Unterricht Werte gelehrt, welche ebenso in meiner Familie vorherrschen und selbstverständlich sind.
Wenn wir alle mal genau hinsehen, auf unsere Straßen und vorzugsweise Montags, dann stellen wir auch alle mit Erschrecken fest, wieviel NPD-Fahnen durch die Straßen getragen werden, wieviel Plakate mit Hass-Botschaften in den Händen gehalten werden. Das kann nicht Deutschland sein, nicht nach der Geschichte des letzten Jahrhunderts. Deutschland hat gelitten und gelernt. Einige haben das scheinbar nicht verstanden und hier muss ganz klar endlich eine Grenze gezogen werden. Und da sind alle in der Pflicht, Politiker, Lehrer, Eltern...alle Bürger!

Erwin Spangenberg
Hans Dittmar
17.09.2015, 22:37 Uhr
Fragen an Jendricke
Sehr geehrter Herr Hammerling Gratulation zu diesem Beitrag!
Ich glaube am Freitag werden nicht nur die Bürger Fragen haben sondern auch Herr Dr. Zeh. Denn hört man in die Kreise der Politik handelt zwar der Landrat - aber er informiert nicht.
Probleme habe ich auch mit unserer kommunistischen Landesregierung. Entgegen anderer Bundesländer wird hier jeder aufgenommen egal woher. Der Haushalt, welcher für dieses Bundesland bis heute noch nicht stand soll nun neu angepasst werden. Alles raus an Investitionen und freie Fahrt auf glückselige Zuwanderung. Ich persönlich würde mich freuen, wenn es irgendwer schafft einen Volksentscheid ins Leben zu rufen. Nur dann weiß die Bundesregierung was das Volk will. Verschiedene Umfragen seit letztem Jahr zeigen immer ein ähnliches Ergebnis - 75 % der Bevölkerung wollen keine islamische Zuwanderung. Genau das sollte auch umgesetzt werden.
Liane Enzinger
18.09.2015, 06:53 Uhr
Herr Landrat und die Millionen
Der Landrat sollte die heutige Veranstaltung auch nutzen, um Transparenz in Sachen Zahlungen für die Flüchtlinge und Verwendung dieser Millionen zu sorgen.
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