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Fr, 07:00 Uhr
25.09.2015
Trainerinterview vorm Spitzenspiel im AKS

„Wacker brennt und gibt Vollgas!"

Von Lockerheit, Aufstehzeiten und Videoanalysen:
Das neue Trainergespann des FSV Wacker 90 Martin Hauswald und Andreas Seipel vor dem Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena im Gespräch mit Olaf Schulze.

Seipel und Hauswald in Halberstadt (Foto: Bernd Peter) Seipel und Hauswald in Halberstadt (Foto: Bernd Peter)
nnz: Ihr seid nun drei Wochen im Amt. Wie habt ihr diese Zeit erlebt? Was hat euch am meisten beeindruckt?

M. Hauswald: Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell. Wenn wir uns dienstags hier treffen sind wir beide verblüfft, wie schnell die Woche vergangen ist. Und bisher hatten wir nur Erfolgserlebnisse, das macht natürlich viel Spaß.

A. Seipel: Verändert hat sich, dass wir jetzt häufiger angesprochen werden und mehr Glückwünsche nach dem Spiel bekommen als vorher.

nnz: Wie sieht der Tagesablauf eines Wacker-Trainers aus?

M. Hauswald: Das geht schon zu Hause los. Da denke ich dauernd über den nächsten Gegner nach. Montag und Dienstag lassen wir noch das vergangene Spiel Revue passieren, schauen uns die Videos an und ab Mittwoch geht es voll in die Vorbereitung auf das nächste Match.

A. Seipel: Ich stehe gegen 7 Uhr auf, bringe die Kinder in den Kindergarten und fahre dann nach Nordhausen. Hier absolvieren wir die Trainingseinheiten und besprechen alles Nötige und nach 19 Uhr geht es irgendwann wieder nach Hause.

M. Hauswald: Mittwoch mittags haben wir jetzt ein gemeinsames Essen mit der Mannschaft und dem gesamten Trainerstab und Betreuerteam eingeführt. Da wird viel besprochen und geplant.

nnz: Ihr seid als gleichberechtigte Doppelspitze in der Verantwortung. Wie vermeidet ihr eventuelle Missverständnisse oder unterschiedliche Positionen zu einzelnen Fragen? Wie bringt ihr euch gegenseitig auf den gleichen Wissensstand?

M. Hauswald: Da mussten wir uns anfänglich erst finden, aber jetzt harmonieren wir sehr gut. Ein paar Aufgaben haben wir auch verteilt. So nehme ich bspw. die Pressekonferenzen wahr und Andreas kümmert sich stärker um die Mannschaftsbetreuung.

A. Seipel: So eine Doppelspitze bietet auch gute Möglichkeiten, sich die Arbeit sinnvoll aufzuteilen.

nnz: Wer entscheidet aber nun situativ, wenn es bspw. im Spiel um einen kurzfristigen Wechsel geht?

M. Hauswald: Das sind ja immer auch taktische Entscheidungen und die Taktik ist vorher festgelegt. Insofern beraten wir uns kurz und treffen die Entscheidung gemeinsam. Das haben wir schon problemlos praktiziert.

A. Seipel: Wir machen die Aufstellung zusammen und wissen jeweils, was uns für ein Gegner erwartet. Generell schauen wir mehr auf uns selbst, wollen unseren Stil durchsetzen und dabei sind wir uns sehr einig.

nnz: Am Sonntag (27.9.,13.30 Uhr) steigt für die Fans das wohl bisher schwerste und brisanteste Saisonspiel. Wie schätzt ihr die Partie ein? Wie stark ist der FCC in dieser Spielzeit?

A. Seipel: Jena gehört immer zu den Favoriten, schon wegen des Umfelds und der Tradition. Die machen einen richtig guten Eindruck momentan und stehen nicht zufällig oben in der Tabelle. Wir freuen uns einfach auf das Spiel und wollen unseren erfolgreichen Weg fortsetzen.

M. Hauswald: Wir wollen den Zuschauern guten Fußball bieten und glauben, dass alle, die gegen Zwickau im Stadion waren, auch wiederkommen werden. Natürlich hoffe ich, dass es noch ein paar mehr werden. Wir wollen zeigen, dass Wacker eine Truppe hat, die alles gibt und sich für den Erfolg voll reinhängt.

nnz: Kann in der Vorbereitung die große Fraktion der Ex-Jenenser Insider-Tipps zum Spiel beisteuern?

M. Hauswald: Mit Sicherheit holen wir uns Tipps. Vor allem mit Berbe (Tino Berbig) und Pierro (Pierre Becken) werden wir uns austauschen, die viele der Jenenser noch aus der letzten Saison kennen. Aber wir bilden uns ein eigenes Urteil und schauen auf uns, nicht auf den Gegner.

nnz: Lasst ihr eure Gegner vorher beobachten? Habt ihr den FCC diese Saison schon live im Spiel gesehen?

A. Seipel: In der Regel beobachten wir die Gegner vorher selbst. Wenn das nicht möglich ist, dann lassen wir die Begegnungen per Video mitschneiden. Jena haben wir intensiv gesehen. Filmaufnahmen sind insofern gut, weil sie anders als das Gehirn unbestechlich und unveränderbar sind. Das Video lügt nicht.

nnz: Wacker hat jetzt 8 Pflichtspiele nicht verloren und 6 davon gewonnen. Die Euphorie vor dem Spiel ist groß. Wie geht ihr persönlich damit um? Verspürt ihr Druck von außen?

M. Hauswald: Nein, wir haben keinen Druck. Wir gehen locker, mit Spaß und Entschlossenheit in die Partie. Wir wissen genau, was wir können.

A. Seipel: Alles ist sehr positiv. Wir müssen nichts, haben keinen Zwang. Aber wir wollen uns natürlich für die Anstrengungen der Vorbereitung belohnen und gewinnen. Das überwiegende Gefühl bei allen ist Vorfreude.

nnz: Der Verein hat für den Sonntag die „Aktion 3000 +“ ins Leben gerufen. Was wollt ihr den Wacker-Fans im Vorfeld noch sagen?

M. Hauswald: Wenn alle wiederkommen, die gegen Zwickau da waren und inzwischen den anderen erzählt haben, wie geil das war, dann kommen locker über 3.000 Zuschauer. Wir werden euch Fans wieder das Gefühl vermitteln, dass Wacker brennt und Vollgas gibt.

A.Seipel: Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Jeder, der gegen Zwickau im Stadion war, soll einfach noch einen mitbringen.

nnz: Vielen Dank für das Gespräch.

In Vorbereitung des Thüringen-Derbys am Sonntag startet der FSV Wacker 90 die "Aktion 3000 +". Gegen Jena sollen am Sonntag über 3.000 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark ihren Verein unterstützen. Vorverkaufskarten gibt es im Badehaus, bei Gravuren Nucke, in der Stadtinformation und in der Geschäftsstelle des Vereins. Der Countdown zum absoluten Spitzenspiel läuft: noch 2 Tage…
Autor: nnz

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Kommentare
TED
25.09.2015, 08:31 Uhr
"Lebbe geht weider"
Schön Olaf das man von dir hört und voallem liest. Man sieht sich am Sonntag zu einem hoffentlich rassigem Spiel.
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