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Mi, 13:34 Uhr
30.09.2015
Aufsichtsratsvorsitzender reagiert

Nicht jedem Gerücht Glauben schenken

Ein Leser der nnz hatte in einem Statement Bedenken hinsichtlich der Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen geäußert. Jetzt reagiert deren Aufsichtsratsvorsitzender...


Sehr geehrter Herr Bernhard W.,
es gibt nichts merkwürdiges bei der Service und man sollte nicht jeden Gerücht Glauben schenken.

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1. Die Einstellung von Frau Rinke erfolgte auf Grund einer durchgeführten Ausschreibung. Im Ergebnis und nach erfolgten Vorstellungsgespräch erfolgte die Einstellung in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und dem Betriebsrat. Somit war es kein Alleingang vom Geschäftsführer oder vom Landrat. Auch Kinder von Politikern haben das Recht, bei Befähigung und Eignung einen Job in öffentlichen Unternehmen oder Verwaltungen zu erhalten und auszuüben.

2. Die Entscheidungen in der Gesellschaft werden nicht im Alleingang des Gesellschafters (Landkreis Nordhausen, vertreten durch den Landrat) oder des Geschäftsführers getroffen. Im Aufsichtsrat der Servicegesellschaft werden alle anstehende Beschlüsse und Entscheidungen umfassend diskutiert und die Strategie der Gesellschaft erarbeitet.

3. Zur Information, dem Aufsichtsrat gehören Kreistagsmitglieder an, die die Mehrheitsverhältnisse im Kreistag widerspiegeln. So sitzen dort 2 Kreistagsmitglieder der CDU, 2 Kreistagsmitglieder von der Partei Die Linke, 2 Kreistagsmitglieder von der SPD und 1 Kreistagsmitglied der Fraktion FDP/Freie Wähler.

4. Das der derzeitige Büroleiter des Landkreises auch gleichzeitig der Geschäftsführer der Servicegesellschaft ist, hat der Kreistag des Landkreises Nordhausen in seiner Sitzung am 29.01.2013, Beschluss Nr.: 446/13 einstimmig beschlossen. Dies sollte zur Stützung der sich im Aufbau und Neuausrichtung befindlichen Gesellschaft dienen, da die hauptamtliche Geschäftsführung ein nicht unerheblicher Kostenfaktor ist.

5. In der letzten Kreistagssitzung ist aus Reihen der CDU die Anregung gekommen, dass auf Grund der Zunahme der Aufgaben und des Finanzvolumens es an der Zeit wäre, einen Geschäftsführer zu bestellen, der ausschließlich für die Servicegesellschaft tätig ist. Dem Ansinnen habe ich als Aufsichtsratsvorsitzender in der Kreistagssitzung nicht widersprochen und zugesagt, mit den Fraktionsvorsitzenden der Parteien und dem Aufsichtsrat diese Thematik zu erörtern.

6. Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass die Servicegesellschaft die ihr vom Landkreis übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß erledigt und wirtschaftlich auf gesunden Füßen steht. Es ist auch nicht zielführend, ja gar schädlich, die Servicegesellschaft in einem Licht darzustellen in dem sie nicht steht. Der Kreistag hat mit der fraktionsübergreifenden Entscheidung der Ertüchtigung der Gesellschaft die richtige Entscheidung getroffen. Dass so eine Gesellschaft schon über Jahrzehnte funktioniert zeigen uns unsere Nachbarn aus dem Eichsfeldkreis mit Ihren Eichsfeldwerken.
Matthias Ehrhold, Aufsichtsratsvorsitzender
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Rainer H.
30.09.2015, 15:22 Uhr
Einige Fragen bleiben offen Herr Ehrhold
Lieber Herr Erhold.
Ob die Reaktion Zufriedenstellend ist bleibt fraglich, denn es waren doch einige Fragen mehr gestellt.

Bei Frau Rinkes Tochter geben ich Ihnen völlig Recht. Natürlich darf Sie und muß sogar ihren Lebensunterhalt erwirtschaften. Wenn Sie jedoch schreiben es gab eine Ausschreibung und ein Vorstellungsgespräch sowie die Zustimmung des Aufsichtsrates dann ist wohl von einer gehobenen Stellung auszugehen, denn die Anstellung von normalen Mitarbeitern regelt die Personalabteilung bzw. der Geschäftsführer und bedarf keiner Zustimmung des Aufsichtsrates.
Babette Klingert
30.09.2015, 15:24 Uhr
Richtig, Herr Erhold
Auch Sie zeigen klare Kante.

So sind die Nordhäuser Sozialdemokraten! Mit offenem Visier.
Babette Klingert
30.09.2015, 19:31 Uhr
Unser Landrat wird die Ausschreibung vorlegen können!
Da können Sie sicher sein. Er ist Verwaltungsfachmann und hat schon ganz anderes durchgestanden.

Bei ihm läuft rechtlich alles sauber.
Hans Dittmar
01.10.2015, 08:05 Uhr
Das Wunder der Service
@ Riese87,
Ausschreibung vorlegen das ist ja mal eine Aussage. Hoffentlich sind Sie nicht enttäuscht. Die Ausschreibung muss man ja irgendwo finden! Immerhin muß sie ja öffentlich gewesenen sein. Na da werden wir mal suchen.
WolframW
01.10.2015, 08:28 Uhr
Unerwünschte Fragen an die Service, ist der Betriebsleiter ein Student?
Ja so richtig wurden die Fragen ja nicht beantwortet, vielmehr auch nur einige aktuelle Tatsachen bestätigt.

- Was ist den nun mit dem Betriebsleiter?
- Das Kreistagsmitglied Frau Hummitzsch soll auch in Anstellung gekommen sein. Das ist o.k., aber darf Sie dann noch im Kreistag sitzen?
- 2013 mag es kurzfristig gut gewesen sein, wenn jemand den Geschäftsführer mitmacht.
Nur sollte ein Geschäftsführer zwar im Interesse des Gesellschafters arbeiten, aber nicht von diesem Weisungsabhängig sein. Somit kann man den Wunsch der CDU nachvollziehen.
altmeister
01.10.2015, 09:47 Uhr
Ist schon klar
Warum wundert mich das nicht, dass Herr Matthias Ehrhold sich zu diesem Thema äussert?
Ach ja, ist schon klar, er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Service und Kreisvorsitzender der SPD. Klar ist auch, dass er die Anstellung von Frau Rinke gut findet, den Landrat in Schutz nimmt und es gut findet, dass die Linken auch einen Posten bekommen haben. Fehlt nur noch ein Job für einen Grünen, es ist ja schliesslich eine Dreierkoalition, welche in Erfurt regiert. Ich kann oder möchte keinem eine Eignung absprechen, habe ja keine Informationen zur Bewertung und Abwägung im Verhältnis zu evtl. anderen Bewerbern. Aber die Vergabe an nahestehende oder nützliche Bekannte oder gar Verwandte, gerade im öffentlichen Bereich, hat immer einen Beigeschmack und sollte daher wirklich kritisch hinterfragt werden. Noch dazu, da Stellenausschreibungen in Nordhausen doch schon sehr personenbezogen erfolgt waren.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
Ex-post
27.10.2015, 22:35 Uhr
offen
Ich suche noch die Antworten auf folgendes, Herr Aufsichtsratsvorsitzender Ehrhold, werte nnz-redaktion:

1. Wo und wann stand die Ausschreibung von Frau Rinke veröffentlicht?
Trotz intensiver Recherche im Thüringer Staatsanzeiger, in der Lokalpresse und in den Amtsblättern war diese nicht aufzufinden.

Herr Erhold betont ja die Ausschreibungspflicht indirekt,
vielleicht muss sie ja nicht ausgeschrieben werden. Aber dann:

2. Nach welchen Regeln muss welche Stelle bei der Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen wo und wie ausgeschrieben werden?

3. Angela Hummitzsch (Die Linke, Kreistagsmitglied) ist der Homepage nach: http://www.landratsamt-nordhausen.de/spenden-fluechtlinge.html bei der Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen. Musste diese Stelle ausgeschrieben werden? War diese Stelle ausgeschrieben?

4. Dass Herr Jendricke Frau A. Rieger von der Stadt mit ins Landratsamt nahm, siehe: http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=176597, ist verständlich. Jede Führungsperson hätte versucht seine rechte Hand, hier eben die Controllerin mitzunehmen. Ob das verwaltungsrechtlich sauber gelaufen ist, soll nicht meine Fragestellung sein.

Peter Haler
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