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Di, 15:04 Uhr
08.06.2004

Theater in Gefahr

Nordhausen (nnz). Noch nie stand es so schlecht um die Kulturlandschaft. Kaum ein Theater, was nicht von Schließung oder Kürzung betroffen ist. Gemeinsam mit Verantwortlichen aus der Region suchte Antje Vollmer von den Grünen nach Lösungen.


Theater in Gefahr (Foto: nnz) Theater in Gefahr (Foto: nnz)
Noch nie war unsere Theaterlandschaft so gefährdet, wie jetzt. Kaum ein Haus kann sich vor Kürzungen, Fusionen oder Schließungen sicher fühlen.

In dieser Situation gilt es, nach neuen Lösungsansätzen und Modellen zu suchen, so Dr. Antje Vollmer, kulturpolitische Sprecherin der Bündnisgrünen im Bundestag am vergangenen Sonntag in Nordhausen.

Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für die Zusammenarbeit des Theaters mit den soziokulturellen Einrichtungen der Stadt wie Jugendkunstschule, Kreisjugendring, Schrankenlos e.V., Mobile und der Fachhochschule Nordhausen ein.

Frau Vollmer zeigte sich beeindruckt von der Qualität und Vielfalt der kulturellen Angebote in Nordhausen. Sie betonte immer wieder die derzeitige Bedrohung der Einzigartigkeit des deutschen Kulturerbes „Kultur als dezentrales Ereignis“ und die Notwendigkeit, sie durch Kooperation und Innovation abzuwenden.

Nordhausen, so die bündnisgrüne Kulturexpertin, muss die Chance ergreifen, sich bis 2008 so zu reformieren, dass die Qualität des Kulturstandortes Nordhausen seine Menschen zum Bleiben bewegt und zur Neuansiedlung reizt. Die Voraussetzungen sind gegeben.

Mit Gisela Hartmann und den Gästen war sich die Vizepräsidentin einig, dass die Fachhochschule eine große Verantwortung für die regionale Entwicklung trägt. Um so weniger ist es zu akzeptieren, dass mit der Mehrheit der Professoren das geistige und wissenschaftliche Potential, das durch die Präsenz von Professoren und ihren Familien zur Entwicklung und Stärkung der Südharzregion unerlässlich ist, hier arbeitet und in den alten Bundesländern wohnt und lebt. Das ist für die Bündnisgrünen kein Zukunftsmodell und darf von der Landesregierung auch nicht wie bisher gefördert werden, so Gisela Hartmann.

Frau Dr. Vollmer wurde in der Stadt und auf dem Gelände der Landesgartenschau von vielen Bürgern angesprochen und freundlich begrüßt. Sie verließ Nordhausen nach einem ereignisreichen Arbeitsaufenthalt und gab das Versprechen wiederzukommen.
Autor: nnz

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