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Fr, 13:03 Uhr
11.06.2004

Thüringen setzt auf Erdgas

Nordhausen (nnz). In Nordhausen gibt es eine bei der EVN und in 29 weiteren Orten Thüringens, Erdgastankstellen sind auf dem Vormarsch. Nicht nur private Autobesitzer können die Steuervorteile nutzen, auch im öffentlichen Nahverkehr wird dieser Kraftstoff immer beliebter, wie Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute mitteilte.

Thüringen setzt auf Erdgas als alternativen Kraftstoff. Zwischen 1993 und 2003 hat der Freistaat deshalb die Anschaffung oder Umrüstung von insgesamt 160 Erdgas-Linienbussen für den ÖPNV mit rund 26 Mio. EUR gefördert. 2004 sollen 11 weitere Erdgas-Busse mit rund 1,4 Mio. EUR gefördert werden. "Das Erdgas hat in Thüringen in den letzten Jahren eine kleine Erfolgsgeschichte geschrieben", sagte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute in Erfurt.

Abzulesen ist das auch am vergleichsweise dichten Netz von mittlerweile 30 Erdgastankstellen in Thüringen, die teilweise auch mit finanzieller Unterstützung des Freistaats errichtet wurden (Übersicht Thüringen vgl. www.gibgas.de/german/tankstellen/ deutschland.html). In ganz Deutschland existieren derzeit etwa 400 Erdgastankstellen.

Erdgas zeichnet sich durch eine hervorragende Umweltbilanz aus: Im Vergleich etwa zu Benzin entstehen bei der Verbrennung von Erdgas 75% weniger Kohlenmonoxid, 80% weniger Kohlenwasserstoffe und 25% weniger Kohlendioxid, im Vergleich zu Diesel 50% weniger Kohlenmonoxid, 80% weniger Kohlenwasserstoffe und 80% weniger Stickstoffoxide; Schwefeldioxid und Rußpartikel werden zudem fast vollständig vermieden.

Nach Ansicht von Minister Reinholz bietet sich das Erdgas wegen günstiger Betriebskosten und steuerlicher Begünstigung zunehmend auch für den Bereich privater und Geschäftsfahrzeuge an. "Erdgas ist eine kostengünstige und ökologisch sinnvolle Alternative zu Benzin- und Dieselkraftstoff", sagte Reinholz. Wer derzeit über die Anschaffung eines neuen Pkw nachdenke, solle auch ein Erdgasfahrzeug in Erwägung ziehen, riet der Minister: "Das kann sich bereits ab 40 000 km Fahrleistung amortisieren - und ab dann spart man richtig Geld."

Die Mineralölsteuer auf Erdgas liegt um ca. 80% unter der für Benzin und Diesel; auch bei den Versicherungsprämien sind Einsparungen um bis zu 15% möglich. Hinzu kommt eine zunächst bis zum Jahr 2020 festgeschriebene Steuerermäßigung. Darüber hinaus unterstützen manche Erdgasversorger die Anschaffung eines Erdgasfahrzeugs mit Tankgutscheinen - der Thüringer Initiativkreis "Das Erdgasfahrzeug" z.B. für 600 kg Erdgas bzw. 11 000 km Fahrleistung (www.erdgasfahrzeug-thueringen.de).

Erdgas sei nicht nur im Fahrzeug-Bereich, sondern auch darüber hinaus auf dem Vormarsch, so Reinholz weiter: So werden in Thüringen derzeit rund 30% des Primärenergiebedarfs durch Erdgas gedeckt; der Bundesdurchschnitt liegt bei 22%.
Autor: nnz

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