Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow eilt heute im Landkreis Nordhausen von Termin zu Termin. Das Flüchtlingsthema kam dabei auch zur Sprache, Ramelow machte sich in Sülzhayn ein Bild von der Situation vor Ort und stellte schnellere Verfahren in Aussicht...
Thüringens Minsiterpräsident Bodo Ramelow zu Besuch in Sülzhayn (Foto: Angelo Glashagel)
Seit sechs Monaten leben Mahamed Hasan und seine Frau Xaton Kombar nun schon in der Sülzhayner Flüchtlingsunterkunft. In dieser Zeit haben die frisch gebackenen Eltern schon so manche Bewohner kommen und gehen sehen.
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Sie selber aber warten noch immer darauf, dass die Asylbürokratie sich ihrer annimmt und sie endlich einen Termin für ihr "Interview" beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bekommen, von einer Anerkennung ihres Flüchtlingsstatus ganz zu schweigen. Das ist dann die nächste Hürde.
Es herrscht Stau im System, während viele Asylbewerber noch nicht einmal wissen, wie ihre Bleibeperspektive aussieht, kommen neue Fälle nach und die Bearbeitung zieht sich in die Länge. Das fällt letztlich auch auf die Landkreise zurück, die sich um die Neuankömmlinge kümmern müssen.
"Die Situation ist für alle Beteiligten unerträglich" - Bodo Ramelow besucht Flüchtlinge in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel)
Die Situation sei "für alle Beteiligten unerträglich", meinte Ministerpräsident Bodo Ramelow anlässlich seines Besuches in der Sülzhayner Unterkunft. Viel ändern kann er aber auch nicht, zuständig ist das BAMF. Das hat inzwischen immerhin 40 zusätzliche "Entscheider" nach Thüringen entsandt, in Zukunft soll es schneller gehen, hofft Thüringens Ministerpräsident.
Neuankommende Flüchtlinge sollen in Zukunft erst nach Gera kommen und hier ihre persönliche Überprüfung mitsamt Gesundheitscheck erhalten. Das BAMF wird danach in Suhl aktiv, mit dem Ziel, das "wir bei dem normalen Durchlauf in 10 Werktagen fertig sein wollen. Sodass jeder Mensch ein Gefühl dafür bekommt ob und welche Bleibeperspektive er hat", sagte Ramelow der nnz. Und wer die nicht hat, der soll sich nach weiteren zehn Tagen im Flieger wiederfinden und das Land wieder verlassen, so die Hoffnung in Erfurt.
Am Rande fanden auch andere Themen gehör (Foto: Angelo Glashagel)Bei der Weiterverteilung in den Gemeinden und Kommunen könne man sich dann darauf konzentrieren, im Sinne der Integration die entsprechenden Kurse zu organisieren und die Menschen "alltagstauglich" zu machen. Dabei müsse geklärt werden, "wie ist die Hausordnung in Deutschland, wie benehmen wir uns, wie ist unsere Rechtsordnung wieviel Respekt erwarten wir auch gegenüber jedem Menschen", sagte Ramelow, "und das sind da die Maßnahmen, die auch darauf hinlaufen, dass am Ende Arbeitsintegration möglich ist." Für den Kreis würde das bedeuten, dass kein Flüchtling ohne BAMF Interview und ohne Bleibeperspektive nach Nordhausen kommen würde, erklärte Ramelow Landrat Jendricke.
Pläne den Familiennachzug auszusetzen oder einzuschränken sieht Ramelow kritisch. Zur Zeit bezögen sich derlei Überlegungen auf "subsidiäre Flüchtlinge", und beträfen damit lediglich 500 bis 800 Personen. In ganz Deutschland. Grundsätzlich sei er aber "fest davon überzeugt, syrischen Familien, die aus dem Krieg fliehen das nicht zu verwehren". Menschlichkeit und Integration geböten es eine Familiennachzug hier nicht zu unterbinden, solange es sich um Ehepartner oder Kinder handele.
Nach dem Unmut im Land und den Umfrageergebnissen der AfD gefragt, meinte Ramelow, Bundesländer und Bundesregierung müssten gegenüber der Bevölkerung deutlich machen, das man die Probleme löse. "Wir lösen Probleme. Wir schaffen es auch in den Situationen, in denen Kriminalität sich breit macht, wie in Köln in der Silvesternacht, viel, viel schneller darauf zu reagieren. Es darf keine freien Räume geben und es darf auch wie in Köln nicht Tage dauern bis Täter gefasst werden." In Thüringen habe man das mit dem Gewaltausbruch in Suhl erlebt, so Ramelow weiter, sämtliche Gerichtsverfahren liefen inzwischen und alle Täter befänden sich im Knast, sagte der Ministerpräsident.
Doch es ging heute nicht nur um die Asylpolitik und ihre Auswirkungen, Landrat und Ministerpräsident waren nicht allein unterwegs. Der Kreisbereisung der Regierungsspitze hatte sich fast das ganze politische Farbenspektrum angeschlossen und auch Wirtschafts- und Kulturvertreter fehlten nicht. So nutzte mancher die Möglichkeit zum Gespräch am Rande und fand das Ohr des Ministerpräsidenten, darunter auch Wacker-Chef Nico Kleofas, der, so darf man annehmen, die Zukunft des Albert-Kuntz-Sportparkes zum Thema gemacht haben wird. Genaueres war hierzu bisher allerdings nicht zu erfahren.
Neben der Unterkunft in Sülzhayn machte man auch bei einem Recyclingunternehmen, der Agrarwirtschaft und dem Neustädter Krankenhaus halt. Den Abschluss der Kreisbereisung bilden ein Termin auf dem Autodrom und ein Gespräch mit Bürgermeistern des Landkreises im Heringer Schloss. Auch hierzu wird die nnz noch berichten. Angelo Glashagel
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Babette Klingert
05.02.2016, 17:47 Uhr
Unser Landrat und Herr Ramelow sind auch an der Basis!
Schön das die großen Politiker wie unser Landrat Matthias Jendricke und sogar der Ministerpräsident immer volksverbunden sund und sich auch um die Probleme der kleinen Leute kümmern.
Das wissen die Menschen sehr zu schätzen und es ist auch keine Selbstverständlichkeit mehr.
...sehe ich nicht. Wer hat denn die ganzen Neuankömmlinge dahin gesteckt? Der Freistaat Thüringen war das und der LK Nordhausen. Jetzt nur nicht aufregen, genug Geld für die Sanierung der Unterkunft gab es ja wohl. Für den Kindergarten ist keine Kohle da, um diesen zu sanieren. Hr. Ramelow, gehen Sie nach Hause, es war Ihre erste und letzte Amtszeit in Thüringen. Bei der nächsten Wahl in Thüringen bekommen Sie ihre Quittung.
Und nun an die NNZ
Falls mein Beitrag mal nicht zu Ihrer Meinungsfreiheit gehören sollte, dürft ihr diesen gerne löschen.
ob der Herr B. Ramelow auch auf die Fragen des Prof. Malich antworten konnte und ich möchte die Antworten gern in der NNZ lesen.
Danke im Voraus an die Redaktion
bei asylanträgen sehe ich nicht.
1. frage: was wollen sie
antw. asyl
2. woher kommen sie
antw. syrien
3. pass / dokument
antw. habe ich nicht
4. guten heimweg
Ob der Ministerpräsident nun durch den Landkreis tourt oder auch nicht, oder ob in China der berühmte Sack Reis umfällt oder auch nicht, beides ist so Sch*** egal! Für unseren Landkreis oder unsere Stadt bringt das rein gar nichts. Der Ramelow ist und bleibt ein Selbstdarsteller! Die Person ist sowas von unnötig...
Ihre Kommentare mag hier keiner mehr lesen. Kriechen Sie ihren Auftraggeber doch noch weiter in den A..... Sie haben doch persönlich keine Ahnung von Politik.
"Wo ein Genosse ist, ist die Partei. Und wo die Partei ist, da ist die Wahrheit."
Ihr Idol hatte heute einen tollen Tag. Er hat jede Kamera mitgenommen. Obs dem Publikum gefällt? Oder obs nicht langsam zu viel ist? Egal. Unterhaltsam ist es allemal.
Ja so kannten wir auch die Werbe- und Schleichgänge von Ramelow, Jendricke und Co. Ob die hier nun hier durch die Gänge laufen oder in Polen fällt eine Schaufel null Auswirkung. Was hat Jendricke nicht alles über Wacker erzählt, seine Ministerin war damals da, Ramelow im Januar 2015 riesen Versprechungen in Richtung Wacker aber auch für die Stadt Nordhausen sollte es deutliche Unterstützungen geben gerade in Richtung kulturelle Mittel. Ohnen Moos nichts los!
Nun kommt ja das Geld für die Flüchtlinge aus Erfurt, irgendwie werden da ja auch eins zwei Vereine finanziert, aber vor allem die Servicegesellschaft.
was der "Ministerpräsident" von Thüringen so von sich gibt,ist wie als wenn Kinder Seifenblasen platzen lassen. Und Jendricke giert dankend dazu. Politiker stellt man sich irgend wie anders vor, ist alles wie früher als Gerhard Müller durch die IFA ging