Nach der Thüringer Umweltministerin war heute ein weiterer Minister aus Erfurt nach Nordhausen gekommen, um in den Erdfall auf dem Gelände der Service-Gesellschaft zu blicken...
Noch einmal Medieninteresse für den Erdfall und den Minister (Foto: nnz)
Und natürlich war auch Innenminister Holger Poppenhäger überrascht hinsichtlich des Ausmaßes des Erdfalls. Das hatte der Mann so vermutlich noch nicht gesehen.
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Warum man in Nordhausen den Landespolitiker eingeladen hatte, scheint klar. Er ist der für das Kommunale verantwortliche Minister. Und von ihm wollten die Beteiligten wissen, ob und wie das Land Thüringen die jetzt erforderlichen Sicherungs- und Erkundungsmaßnahmen finanzieren oder wenigstens unterstützen wird. Die Erkundungsbohrungen, die notwendig sein werden, um das Ausmaß des unterirdischen Hohlraums zu ergründen, können mal ganz schnell einen siebenstelligen Betrag erforderlich machen.
Klar, Poppenhäger machte keine konkreten Finanzzusagen, wohl aber ließ er anklingen, dass man diese zusätzlichen finanziellen Belastungen für den Landkreis bei der wohlwollenden Genehmigung der Bedarfszuweisungen an den Landkreis in diesem Jahr berücksichtige werde.
Indes soll noch in dieser Woche die Unglücksstelle weiträumig abgesperrt werden. Von einer Verfüllung des entstandenen Hohlraums raten sämtliche Fachleute in diesem Stadium ab. Peter-Stefan Greiner
Update
Landrat Matthias Jendricke und die Nordhäuser Bürgermeisterin Jutta Krauth verwiesen auf den Bedarf einer neuen Feuerwache in Nordhausen, der nach dem Erdfall noch mehr drängt. Denn nun ist auch die Atemschutzübungsstrecke für die Feuerwehren nicht mehr nutzbar, denn diese ist in einem Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Erdfall untergebracht.
Poppenhäger, Jung (Foto: J. Piper) Gerd Jung, Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr, zeigt Minister Poppenhäger das Ausmaß des Schadens
Jendricke sieht deutliche Vorteile darin, auch die Leitstelle des Landkreises in die neue Feuerwache zu integrieren und damit eine gemeinsame Einsatzzentrale mit der Berufsfeuerwehr Nordhausen zu schaffen. Auch die bisherige Unterbringung der Atemschutzwerkstatt in der jetzigen Feuerwache der Berufsfeuerwehr sei dauerhaft nicht angemessen.
Die Kameraden der Berufsfeuerwehr prüfen allein rund 600 Atemschutzgeräte der Freiwilligen Feuerwehren im Jahr. Auch die Schlauchwäsche ist aktuell bei der Berufsfeuerwehr untergebracht, seitdem das Feuerwehrtechnische Zentrum des Landkreises nicht mehr in Betrieb ist. Landrat Jendricke wie Bürgermeisterin Krauth warben um die Unterstützung des Landes beim Bau der Feuerwache, der nun dringender erforderlich ist denn je. Hier sagte der Innenminister seine Unterstützung zu.
Im Umkreis des Erdfalls haben die Messungen bislang keine weiteren Bewegungen oder Absenkungen der Erdoberfläche festgestellt. Auch das Salz-Silo der Service Gesellschaft hat sich nicht bewegt. Bereits am Samstag wurden in einem Umkreis von 300 Metern rund 20 Messpunkte angebracht, um kontinuierlich mögliche Erdbewegungen feststellen zu können.
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geloescht.otto
24.02.2016, 12:52 Uhr
Vorschlag:
da nun schon ein richtiger Katastrophentourismus in Gang gekommen ist, schlage ich folgendes vor:
macht Euch die Neugier der Leute zu nutze, nehmt Eintritt für die Besichtigung des "Loches", für den direkten Blick ins Loch eben dann etwas mehr!
So würden im Handumdrehen ein Teil der hohen Kosten für die Verfüllung wieder reinkommen. Oder nicht??
Die Überschrift des Artikels fasst die ganze Bedeutung des Ereignisses treffend zusammen. Danke, Herr Greiner, für diese Möglichkeit, mal wieder herzhaft gelacht zu haben.
.... die einen Blick ins Loch werfen. Da kommen bestimmt noch ein paar vorbei.
Vielmehr interessiert mich, ob es nicht doch vielleicht Anhaltspunkte gibt, dass sich unterm Boden mehr tut als man bekannt gibt. Ich zitiere " Indes soll noch in dieser Woche die Unglücksstelle weiträumig abgesperrt werden.". Müssen die Anwohner und die naheliegende Berufsschule nun doch mit einer evtl. Evakuierung rechnen?
Eine komplett neue Möglichkeit sich ein Wassergrundstück zu sichern wurde doch hier von der Natur geschaffen!
Hat nur noch keiner vermarktet.
Auf alle Fälle ist im Moment die Langeweile in den politischen oberen und unteren Bereichen beseitigt, es erfolgt eine intensive Lochbeschau mit dem immer gleichen Ergebnis:
Wir stehen voll dahinter, Geld gibt es aber nicht!
Jawohl Kama99 da kommt Geld rein und damit es keine Kosten verursacht kann ja der Riese87 freiwillig und unbezahlt braten - er steht doch seinem Landrat immer helfend zur Seite.
Da ja nun so viel Prominenz anrückt, um dem Ergebnis eines Erdfalles einen Besuch abzustatten, schlage ich einen Obolus vor für einen Blick in den Schlund.
Das habe ich beim Vesuv so kennengelernt. Damals waren das 10 Mark. Das erwirtschaftete Geld kann man dann für die Feuerwache verwenden^^.