Do, 12:23 Uhr
14.04.2016
LANDSENIOREN WAREN GESTERN IN HOLZHAUSEN
Kurioses rund um die Bratwurst
Die Thüringer Bratwurst hat mit dem am 28. Mai 2006, der Eröffnung des ersten Deutschen Bratwurstmuseums in Holzhausen, eine öffentlichkeitswirksame Einrichtung gefunden. Gestern war es Ziel der Vereinigung der Landsenioren. Steffen Keitel vom gleichnamigen Busunternehmen aus Hainrode hatte 41 Personen an Bord...
Nordhausen/Holzhausen. Kreuz und quer aus dem Kreis kamen sie: Otfried Pabst mit seiner Elke aus Hainrode, Heinz Rosenbusch aus Hain, Familie Petri aus Klettenberg, Ilse Schlese aus der Flarichsmühle, Winfried Wilhelm mit Gattin aus Münchenlohra, Werner Urban aus Nohra.
Eine Bratwurst kannte jeder, wenige aber nur etwas zu ihrer Geschichte, Tradition und kulturellem Stellenwert im gesellschaftlichen Leben im Allgemeinen und der Thüringer Bratwurst im Besonderen. Natürlich kam jeder Gast aus dem Südharz auch in ihren Genuss. Aufgetafelt hatten die Hausherren neben leckeren Würsten deftige Steaks, Salatschüsseln, Kaffee und Kuchen.
Die erste urkundliche Erwähnung vom 20. Januar 1404 im Arnstädter Jungfrauenkloster ist von besonderer Bedeutung. Alles rund um die Bratwurst hat in Holzhausen seinen Platz. Vom Schwein, der Schlachtung bis hin zu den Geräten und Maschinen zur Bratwurstherstellung reichen die Ausstellungsstücke. Kulturgeschichte, Anekdoten und jede Menge Kurioses runden die Ausstellung ab.
Es gibt sogar ein Bratwursttheater. Hier hat Hans Wurst, ein Mann von stattlicher Leibesfülle, seine großen Auftritte. Er führt dann durch die aktionsgeladene Posse um eine glückliche Liebe im Arnstädter Jungfrauenkloster. Auch ohne Hans Wurst waren die Nordhäuser Landsenioren vom Besuch begeistert. Authentisch, außergewöhnlich, überraschend, faszinierend waren ihre Attribute.
Vielen unbekannt war, dass die Weimarer Fleischhauerbesatzung von 1432 das Reinheitsgebot der deutschen Bratwurst dokumentiert. Ein Mix aus Schweinefleisch, Salz, Pfeffer, Kümmel, Majoran, Knoblauch. Die einzelnen deutschen Bratwurstregionen und -rezepturen sind durch Abgrenzung von der Thüringer Bratwurst erklärt. Es gibt kuriose Geschichten rund um die Wurst.
So soll der Kirchenreformator Martin Luther als Student in Erfurt kein Geld mehr gehabt haben, um seine Bratwurst zu bezahlen. Er ließ beim Wirt auf eine Schiefertafel mit Kreide anschreiben. Die Redensart jemanden etwas ankreiden wird damit in Zusammenhang gebracht. Der Verein der Freunde der Thüringer Bratwurst zählt etwa 150 Mitglieder, von denen auch einige aus China, USA und Australien gehören.
Das Bratwurstmuseum ist eine Reise wert. Die weitläufigen Anlagen sind für Kinder von besonderem Interesse. Da finden sich verschiedene Hühner-und Taubenrassen, Schafe, Esel, Pfauen, Kaninchen, Vögel, gerade geschlüpfte Küken und anderes mehr. Wer von den Stadtkindern kennt das schon. Zu den Attraktionen gehört das künstliche Gebilde einer 26 Meter langen begehbaren Bratwurst, die größte der Welt.
Der Fahrt nach Holzhausen ging eine Besichtigung Arnstadts voraus. Sie führte unter anderem zum Brunnen mit dem wilden Ritter, an das Rathaus vorbei, zum Bach-Denkmal.
Kurt Frank
Autor: redNordhausen/Holzhausen. Kreuz und quer aus dem Kreis kamen sie: Otfried Pabst mit seiner Elke aus Hainrode, Heinz Rosenbusch aus Hain, Familie Petri aus Klettenberg, Ilse Schlese aus der Flarichsmühle, Winfried Wilhelm mit Gattin aus Münchenlohra, Werner Urban aus Nohra.
Eine Bratwurst kannte jeder, wenige aber nur etwas zu ihrer Geschichte, Tradition und kulturellem Stellenwert im gesellschaftlichen Leben im Allgemeinen und der Thüringer Bratwurst im Besonderen. Natürlich kam jeder Gast aus dem Südharz auch in ihren Genuss. Aufgetafelt hatten die Hausherren neben leckeren Würsten deftige Steaks, Salatschüsseln, Kaffee und Kuchen.
Die erste urkundliche Erwähnung vom 20. Januar 1404 im Arnstädter Jungfrauenkloster ist von besonderer Bedeutung. Alles rund um die Bratwurst hat in Holzhausen seinen Platz. Vom Schwein, der Schlachtung bis hin zu den Geräten und Maschinen zur Bratwurstherstellung reichen die Ausstellungsstücke. Kulturgeschichte, Anekdoten und jede Menge Kurioses runden die Ausstellung ab.
Es gibt sogar ein Bratwursttheater. Hier hat Hans Wurst, ein Mann von stattlicher Leibesfülle, seine großen Auftritte. Er führt dann durch die aktionsgeladene Posse um eine glückliche Liebe im Arnstädter Jungfrauenkloster. Auch ohne Hans Wurst waren die Nordhäuser Landsenioren vom Besuch begeistert. Authentisch, außergewöhnlich, überraschend, faszinierend waren ihre Attribute.
Vielen unbekannt war, dass die Weimarer Fleischhauerbesatzung von 1432 das Reinheitsgebot der deutschen Bratwurst dokumentiert. Ein Mix aus Schweinefleisch, Salz, Pfeffer, Kümmel, Majoran, Knoblauch. Die einzelnen deutschen Bratwurstregionen und -rezepturen sind durch Abgrenzung von der Thüringer Bratwurst erklärt. Es gibt kuriose Geschichten rund um die Wurst.
So soll der Kirchenreformator Martin Luther als Student in Erfurt kein Geld mehr gehabt haben, um seine Bratwurst zu bezahlen. Er ließ beim Wirt auf eine Schiefertafel mit Kreide anschreiben. Die Redensart jemanden etwas ankreiden wird damit in Zusammenhang gebracht. Der Verein der Freunde der Thüringer Bratwurst zählt etwa 150 Mitglieder, von denen auch einige aus China, USA und Australien gehören.
Das Bratwurstmuseum ist eine Reise wert. Die weitläufigen Anlagen sind für Kinder von besonderem Interesse. Da finden sich verschiedene Hühner-und Taubenrassen, Schafe, Esel, Pfauen, Kaninchen, Vögel, gerade geschlüpfte Küken und anderes mehr. Wer von den Stadtkindern kennt das schon. Zu den Attraktionen gehört das künstliche Gebilde einer 26 Meter langen begehbaren Bratwurst, die größte der Welt.
Der Fahrt nach Holzhausen ging eine Besichtigung Arnstadts voraus. Sie führte unter anderem zum Brunnen mit dem wilden Ritter, an das Rathaus vorbei, zum Bach-Denkmal.
Kurt Frank







