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Di, 10:29 Uhr
03.05.2016
Heiner Geißler in der Stadtbibliothek

Was müsste Luther heute sagen?

Die Stadt Nordhausen lädt kommende Woche gemeinsam mit dem Lutherforum der Stadt zur Lesung mit Heiner Geißler ein unter dem Thema „Was müsste Luther heute sagen?“...

Geißler war von 1982 bis 1985 Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1977 bis 1989 Generalsekretär der CDU.

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Besonders während der Zeit als Generalsekretär fiel Geißler öfter durch polarisierende, teilweise stark abwertende Äußerungen über die politische Linke auf. In den letzten Jahren sorgte seine Wendung zu tendenziell linken Positionen, vor allem in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, für beträchtliches Aufsehen, insbesondere als er im Jahr 2007 der globalisierungskritischen Organisation attac beitrat.

Seit 1997 vermittelt Geißler regelmäßig in verschiedenen Tarifkonflikten und war dabei mehrfach als Schlichter tätig. In den Jahren 2010 und 2011 fungierte er als Schlichter im Konflikt um das Bahnhofsbauprojekt Stuttgart 21.

Die Lesung findet am Freitag, dem 13. Mai, um 19:30 Uhr statt. Restkarten gibt es noch in der Stadtbibliothek und in der Stadtinformation für 10 Euro.
Autor: red

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Kommentare
Real Human
04.05.2016, 07:19 Uhr
Ich würde vielleicht einen CDU-Mitgliedsantrag stellen, …
… wenn wenigstens zwei Drittel ihrer Mitglieder aus ähnlichem „Holze geschnitzt“ wären wie Heiner Geißler. Nicht einmal das Quacksalber-C wäre vielleicht noch ein Hinderungsgrund. Hier einer von vielen bemerkenswerten Absätzen aus seinem Buch „Ou Topos – Suche nach dem Ort, den es geben müßte“:

„Manchmal muß man froh sein, wenn in der Politik überhaupt gedacht wird. Unsere Republik hat oligarchische Strukturen entwickelt. Manche, die an der Macht waren, vergaßen, daß die Macht etwas zeitlich Gebundenes ist und Politiker nur ein Mandat haben. Weil sie an der Macht waren, glaubten einige, nicht mehr hinhören zu müssen. Das war der entscheidende Fehler von Helmut Kohl und Gerhard Schröder. Es war die Arroganz der Macht. Sie ist ein Grund, warum sich Menschen von der Politik abwenden. Eine Mehrheit der Menschen akzeptiert diese Verformung der Demokratie nicht.“ (Seite 208)

Wenn eine solche „Demokratie“, die von „oligarchischen Strukturen“ ausgehöhlt und parasitiert wurde, dann mit gigantischen weltpolitischen Herausforderungen (z.B. Flüchtlingskrise) konfrontiert wird, ist es kein Wunder, wenn sie wegen ihrer Geschwächtheit in die Knie geht und zweifelhafte Konjunkturritter über eine solche Halbleiche gierig herfallen.

Eine solche Diagnose ist nicht schön. Aber ohne die richtige Diagnose ist die vielleicht mögliche Therapie nicht viel mehr als wohlfeile Quacksalberei. (Auf die mögliche Frage, was ich denn als Therapie vorschlagen würde, habe ich auch kein Patentrezept parat. Wenn mich jemand fragen sollte, hätte ich aber schon etwas in petto.)

Ich hoffe, dass Herr Geißler am 13. Mai nicht „Perlen vor die Säue schütten“ muss – gerade, wenn er auf institutionalisierte Luther-Verehrer trifft!
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