Sa, 15:51 Uhr
31.07.2004
nnz-Kurz-News am Wochenende (1)
Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion hat sich auch an diesem Wochenende wieder für Sie in Thüringen und Deutschland umgesehen. Die wichtigsten Meldungen wie immer mit dem Klick.
Kritik zurückgewiesen
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat Kritik an der rechnerischen Zahlungslücke beim Arbeitslosengeld II zurückgewiesen. Der Vorwurf, der Haushalt solle auf dem Rücken der Arbeitslosengeld II-Bezieher saniert werden, sei absurd, sagte Clement in Berlin. Es gehe bei der Umstellung kein einziger Euro” verloren. Start für das neue Arbeitslosengeld II ist Anfang 2005. Nach Clements Plänen soll es an bisherige Empfänger von Arbeitslosenhilfe erstmals Anfang Februar gezahlt werden.
Fünf Tote bei Crash
Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos zwischen Ingolstadt und Neuburg in Bayern sind am Freitagabend fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Menschen wurden schwer verletzt. Eine schwangere Frau verlor ihr Kind. Wie die Polizei mitteilte, wollte ein 19 Jahre alter Autofahrer einen Traktor überholen und übersah dabei ein entgegenkommendes Fahrzeug
IKEA senkt die Preise
Schwedens Einrichtungsgigant Ikea will massiv die Preise in Deutschland senken und so die Folgen der Konsumflaute auffangen. Damit wolle das Unternehmen seinen Möbelabsatz im neuen Geschäftsjahr um 25 Prozent steigern, berichtet der Spiegel”. Neue Möbel sollen aggressiver im Markt eingeführt werden. Auch bei bestehenden Produktlinien wie beispielsweise Billy oder Faktum, deren Preise in den vergangenen Jahren deutlich angehoben wurden, werde über Nachlässe ab September nachgedacht.
Finanzierung über Maut-Gebühren
Im Falle einer Regierungsübernahme erwägt die CDU bestimmte Straßenbau-Projekte über Mautgebühren zu finanzieren. Dies sieht ein Strategiepapier vor, das Parteichefin Angela Merkel beim schleswig-holsteinischen Landeschef Peter Harry Carstensen in Auftrag gegeben hat und das Teil des Gesamtkonzepts Projekt Wachstum” ist. Das Infrastruktur-Papier soll in den nächsten Tagen vorgestellt werden, wie ein Sprecher der Bundes-CDU auf Anfrage mitteilte.
Behinderter wurde gequält
Ein behinderter Auszubildender soll von seinem Meister und einem Gesellen in Hildesheim gequält worden sein. Die beiden Männer haben nach Medienberichten dem Lehrling den Greifring einer 90 Zentimeter langen Zange um den Hals gelegt und zugeschweißt. Der 22 Jahre alte Auszubildende sei zum Direktor geflüchtet, der einschritt und die Qual beendete. Die Tat geschah bereits am 29. Juni im Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte.
Ganz Europa soll abstimmen
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus hat sich für ein europaweites Referendum über die EU-Verfassung ausgesprochen. Das sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag”. Dabei denke er nicht an 25 nationale Abstimmungen, sondern an ein gesamteuropäisches Referendum. In Kraft treten könnte die Verfassung dann, wenn mehr als 50 Prozent der EU-Bürger dafür stimmen.
Im Stau in die Ferien
Der Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg hat am Morgen zu langen Staus auf den bayerischen und österreichischen Autobahnen geführt. Auf der A8 München Richtung Salzburg stockte der Verkehr auf einer Länge von 20 Kilometern. Der österreichische Automobilclub meldete bereits am frühen Morgen insgesamt 72 Kilometer lange Staus auf den Straßen Richtung Süden. Vor dem Tauerntunnel betrug die Wartezeit bereits mehr als drei Stunden. Hier staute sich der Verkehr über rund 20 Kilometer.
Kauflust ist gestiegen
Mit steigenden Temperaturen hat auch die Kauflust der Thüringer beim ersten freiwilligen Sommerschlussverkauf zugenommen. Nach einen überwiegend ruhigen Start der Rabattaktion im Freistaat stellten sich in den vergangenen Tagen zunehmend mehr Schnäppchenjäger ein, sagte die Sprecherin des Thüringer Einzelhandelsverbandes, Monika Osiewacz, zur Halbzeit. Den Samstag nutzten viele Familien zu einem Einkaufsbummel. Vor allem die Händler in den größeren Städten zeigten sich bislang zufrieden.
Mehr Beratung gesucht
Mehr als 22 000 Thüringer haben sich im ersten Halbjahr 2004 Rat und Hilfe von der Verbraucherzentrale geholt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Beratungen damit leicht an. Verantwortlich dafür seien der zunehmende Beratungsbedarf durch die Gesundheitsreform sowie gehäufte Anfragen zur Telekommunikation und zu DDR-Altkrediten im Hausbau. Dabei werde zunehmend das Internet genutzt. Die Verbraucherzentrale betreibt landesweit 18 Beratungsstellen, darunter auch ein in Nordhausen.
Grillwürste mussten gelöscht werden
Zu einem Löscheinsatz bei einem betrunkenen Bratkünstler musste gestern die Feuerwehr in Flöha ausrücken. Ein 30-Jähriger wollte sich drei Würste in einem Tiegel auf seinem Herd braten, berichtete heute die Polizei. Während der Brutzelzeit übermannte ihn die Müdigkeit, und er schlief ein. Er wachte erste wieder auf, als die Würste verkohlt waren und sich Rauchgase ausbreiteten. Die Feuerwehr löschte den Tiegel mit Inhalt und durchlüftete die Wohnung. Der Mann hatte 2,78 Promille intus.
Weniger Gäste
Der über weite Strecken verregnete Sommer hat auch in der Thüringer Tourismusbranche Spuren hinterlassen. Durch das bislang nur wenig sommerliche Wetter sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung vieler Gäste werden Umsatzrückgänge erwartet, ergab die Umfrage einer Agentur. Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband spricht von landesweit spürbaren und ernst zu nehmenden Einbußen. Beglückt sind dagegen andere: Die Wartburg verzeichnet dank des klassischen Museumswetters ein Besucherplus von rund zehn Prozent.
Abgeordneten droht Anklage
Die Geraer Staatsanwaltschaft hat laut einem Zeitungsbericht gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus-Werner Jonas Anklage erhoben. Dem ehemaligen Bürgermeister von Berga an der Elster werden Untreue und Betrug zur Last gelegt, berichtete die OTZ am Samstag. Bei den Vorwürfen aus den Jahren 2000 und 2001 gehe es um die Abrechnung von Dienstfahrten mit dem Privatwagen. Das Amtsgericht Greiz werde voraussichtlich im August über die Zulassung der Anklage entscheiden.
Entscheidung weiter verzögert
Die Entscheidung über die Strafanzeigen zum Erfurter Schulmassaker verzögert sich weiter. Die Staatsanwaltschaft Gera nannte nun Mitte August als voraussichtlichen Termin. Sechs Hinterbliebene hatten Verantwortliche für den Polizei- und Rettungseinsatz wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt. Sie kritisieren, dass die Einsatzkräfte zu langsam in die Schule vorrückten. Im April 2002 hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler des Gutenberg-Gymnasiums 16 Menschen erschossen und sich getötet.
Goldkehlchen im Harz
Die beste Jodlerin im Harz soll an diesem Sonntag im niedersächsischen Claustal-Zellerfeld gekürt werden. Rund 70 Teilnehmerinnen hätten zugesagt, die für den Harz typische Gesangsart vorzutragen, teilte die Gemeinde am Samstag mit. Im Rahmen des Gesamtharzer Jodlerwettstreits sei nach der Wiedervereinigung beschlossen worden, Männer und Frauen getrennt auftreten zu lassen. Deshalb werden die Männer ihre Künste am 5. September in Altenbrak im Ostharz unter Beweis stellen.
Jetzt auch noch Steuerreform
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hält neben den Reformen auf dem Arbeitsmarkt eine Steuerreform für dringend notwendig. Eine neue Steuerreform bleibe für ihn zwingend. Das gelte für die Einkommens- wie die Körperschaftsteuer. Je länger wir warten, desto schwieriger wird es für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Er warf der Bundesregierung vor, bis zur Bundestagswahl 2006 keine größeren Reformvorhaben mehr anpacken zu wollen.
Autor: nnzKritik zurückgewiesen
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat Kritik an der rechnerischen Zahlungslücke beim Arbeitslosengeld II zurückgewiesen. Der Vorwurf, der Haushalt solle auf dem Rücken der Arbeitslosengeld II-Bezieher saniert werden, sei absurd, sagte Clement in Berlin. Es gehe bei der Umstellung kein einziger Euro” verloren. Start für das neue Arbeitslosengeld II ist Anfang 2005. Nach Clements Plänen soll es an bisherige Empfänger von Arbeitslosenhilfe erstmals Anfang Februar gezahlt werden.
Fünf Tote bei Crash
Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos zwischen Ingolstadt und Neuburg in Bayern sind am Freitagabend fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Menschen wurden schwer verletzt. Eine schwangere Frau verlor ihr Kind. Wie die Polizei mitteilte, wollte ein 19 Jahre alter Autofahrer einen Traktor überholen und übersah dabei ein entgegenkommendes Fahrzeug
IKEA senkt die Preise
Schwedens Einrichtungsgigant Ikea will massiv die Preise in Deutschland senken und so die Folgen der Konsumflaute auffangen. Damit wolle das Unternehmen seinen Möbelabsatz im neuen Geschäftsjahr um 25 Prozent steigern, berichtet der Spiegel”. Neue Möbel sollen aggressiver im Markt eingeführt werden. Auch bei bestehenden Produktlinien wie beispielsweise Billy oder Faktum, deren Preise in den vergangenen Jahren deutlich angehoben wurden, werde über Nachlässe ab September nachgedacht.
Finanzierung über Maut-Gebühren
Im Falle einer Regierungsübernahme erwägt die CDU bestimmte Straßenbau-Projekte über Mautgebühren zu finanzieren. Dies sieht ein Strategiepapier vor, das Parteichefin Angela Merkel beim schleswig-holsteinischen Landeschef Peter Harry Carstensen in Auftrag gegeben hat und das Teil des Gesamtkonzepts Projekt Wachstum” ist. Das Infrastruktur-Papier soll in den nächsten Tagen vorgestellt werden, wie ein Sprecher der Bundes-CDU auf Anfrage mitteilte.
Behinderter wurde gequält
Ein behinderter Auszubildender soll von seinem Meister und einem Gesellen in Hildesheim gequält worden sein. Die beiden Männer haben nach Medienberichten dem Lehrling den Greifring einer 90 Zentimeter langen Zange um den Hals gelegt und zugeschweißt. Der 22 Jahre alte Auszubildende sei zum Direktor geflüchtet, der einschritt und die Qual beendete. Die Tat geschah bereits am 29. Juni im Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte.
Ganz Europa soll abstimmen
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus hat sich für ein europaweites Referendum über die EU-Verfassung ausgesprochen. Das sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag”. Dabei denke er nicht an 25 nationale Abstimmungen, sondern an ein gesamteuropäisches Referendum. In Kraft treten könnte die Verfassung dann, wenn mehr als 50 Prozent der EU-Bürger dafür stimmen.
Im Stau in die Ferien
Der Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg hat am Morgen zu langen Staus auf den bayerischen und österreichischen Autobahnen geführt. Auf der A8 München Richtung Salzburg stockte der Verkehr auf einer Länge von 20 Kilometern. Der österreichische Automobilclub meldete bereits am frühen Morgen insgesamt 72 Kilometer lange Staus auf den Straßen Richtung Süden. Vor dem Tauerntunnel betrug die Wartezeit bereits mehr als drei Stunden. Hier staute sich der Verkehr über rund 20 Kilometer.
Kauflust ist gestiegen
Mit steigenden Temperaturen hat auch die Kauflust der Thüringer beim ersten freiwilligen Sommerschlussverkauf zugenommen. Nach einen überwiegend ruhigen Start der Rabattaktion im Freistaat stellten sich in den vergangenen Tagen zunehmend mehr Schnäppchenjäger ein, sagte die Sprecherin des Thüringer Einzelhandelsverbandes, Monika Osiewacz, zur Halbzeit. Den Samstag nutzten viele Familien zu einem Einkaufsbummel. Vor allem die Händler in den größeren Städten zeigten sich bislang zufrieden.
Mehr Beratung gesucht
Mehr als 22 000 Thüringer haben sich im ersten Halbjahr 2004 Rat und Hilfe von der Verbraucherzentrale geholt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Beratungen damit leicht an. Verantwortlich dafür seien der zunehmende Beratungsbedarf durch die Gesundheitsreform sowie gehäufte Anfragen zur Telekommunikation und zu DDR-Altkrediten im Hausbau. Dabei werde zunehmend das Internet genutzt. Die Verbraucherzentrale betreibt landesweit 18 Beratungsstellen, darunter auch ein in Nordhausen.
Grillwürste mussten gelöscht werden
Zu einem Löscheinsatz bei einem betrunkenen Bratkünstler musste gestern die Feuerwehr in Flöha ausrücken. Ein 30-Jähriger wollte sich drei Würste in einem Tiegel auf seinem Herd braten, berichtete heute die Polizei. Während der Brutzelzeit übermannte ihn die Müdigkeit, und er schlief ein. Er wachte erste wieder auf, als die Würste verkohlt waren und sich Rauchgase ausbreiteten. Die Feuerwehr löschte den Tiegel mit Inhalt und durchlüftete die Wohnung. Der Mann hatte 2,78 Promille intus.
Weniger Gäste
Der über weite Strecken verregnete Sommer hat auch in der Thüringer Tourismusbranche Spuren hinterlassen. Durch das bislang nur wenig sommerliche Wetter sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung vieler Gäste werden Umsatzrückgänge erwartet, ergab die Umfrage einer Agentur. Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband spricht von landesweit spürbaren und ernst zu nehmenden Einbußen. Beglückt sind dagegen andere: Die Wartburg verzeichnet dank des klassischen Museumswetters ein Besucherplus von rund zehn Prozent.
Abgeordneten droht Anklage
Die Geraer Staatsanwaltschaft hat laut einem Zeitungsbericht gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus-Werner Jonas Anklage erhoben. Dem ehemaligen Bürgermeister von Berga an der Elster werden Untreue und Betrug zur Last gelegt, berichtete die OTZ am Samstag. Bei den Vorwürfen aus den Jahren 2000 und 2001 gehe es um die Abrechnung von Dienstfahrten mit dem Privatwagen. Das Amtsgericht Greiz werde voraussichtlich im August über die Zulassung der Anklage entscheiden.
Entscheidung weiter verzögert
Die Entscheidung über die Strafanzeigen zum Erfurter Schulmassaker verzögert sich weiter. Die Staatsanwaltschaft Gera nannte nun Mitte August als voraussichtlichen Termin. Sechs Hinterbliebene hatten Verantwortliche für den Polizei- und Rettungseinsatz wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt. Sie kritisieren, dass die Einsatzkräfte zu langsam in die Schule vorrückten. Im April 2002 hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler des Gutenberg-Gymnasiums 16 Menschen erschossen und sich getötet.
Goldkehlchen im Harz
Die beste Jodlerin im Harz soll an diesem Sonntag im niedersächsischen Claustal-Zellerfeld gekürt werden. Rund 70 Teilnehmerinnen hätten zugesagt, die für den Harz typische Gesangsart vorzutragen, teilte die Gemeinde am Samstag mit. Im Rahmen des Gesamtharzer Jodlerwettstreits sei nach der Wiedervereinigung beschlossen worden, Männer und Frauen getrennt auftreten zu lassen. Deshalb werden die Männer ihre Künste am 5. September in Altenbrak im Ostharz unter Beweis stellen.
Jetzt auch noch Steuerreform
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hält neben den Reformen auf dem Arbeitsmarkt eine Steuerreform für dringend notwendig. Eine neue Steuerreform bleibe für ihn zwingend. Das gelte für die Einkommens- wie die Körperschaftsteuer. Je länger wir warten, desto schwieriger wird es für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Er warf der Bundesregierung vor, bis zur Bundestagswahl 2006 keine größeren Reformvorhaben mehr anpacken zu wollen.

