Do, 11:43 Uhr
19.08.2004
Flotter Dreier im Bergtheater
Nordhausen (nnz). Während sich hiesiger Konzertveranstalter in Nordhausen in diesem Jahr deutlich zurückhalten, lassen sie es im benachbarten Thale so richtig krachen. Ende August steigt im Harzer Bergtheater ein ultimatives Event ostdeutscher Rockkultur...
Flotter Dreier im Bergtheater (Foto: nnz)
Ein Stromkabel verband sie mit der Klassik, das andere mit den überdimensionalen englischen Bands. In den Siebzigern schrieben sie einen erhabenen Soundtrack für das realsozialistische Biotop, schufen gedankenschwere komplizierte Werke und unglaublich sehnsüchtige Balladen - Reise zum Mittelpunkt des Menschen. Nun können Sie alles nochmal live miterleben - gehen Sie auf eine unvergessliche Zeitreise mit den Legenden des Ost Rocks und erleben Sie die Geschichten des Sachsendreiers, versprechen die Macher der Agentur Rössner & Hahnemann.
Die Urgesteine des Art-Rocks Stern-Combo Meißen, electra und Lift sind seit 1997 gemeinsam unter dem inzwischen zum Begriff gewordenen Namen "Sachsendreier" unterwegs. Der Spass der Bands am Musizieren überträgt sich auf das Publikum spätestens, wenn Peter "Mampe" Ludewig und Stephan Trepte (electra), Werther Lohse (Lift) und Reinhard Fißler (Stern-Combo Meißen) mit ihren markanten Stimmen so unvergessene Titel wie "Die Tagesreise" gemeinsam zelebrieren.
Stern-Combo Meissen
Einst eine der populärsten Bands der DDR, ist die Stern- Combo Meißen seit 1996 beinahe in Orginalbesetzung wieder erfolgreich auf Tour. "Wir spielen das Gute aus der alten Zeit", verspricht Sterne-Gründer Martin Schreier. Damit sind ebenso die phantastischen Klassikadaptionen Thomas Kurzhals’ von Vivaldis "Frühling" und Mussorgskis "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" gemeint, wie die "Klassiker" der Band, wie "Der Kampf um den Südpol", "Also was soll aus mir werden", "Stundenschlag" und vielen anderen. Als Bandmanager Detlef Seidel (seit 1965 dabei) Ende 1995 die Band wieder zusammentrommelte, bauten sie auf ihre klassische Zeit - mit Repertoire, Besetzung und dem alten Namen. Mit Martin Schreier, Norbert Jäger, Schlagzeuger Michael Behm und Sänger Reinhard Fißler stehen Musiker aus der legendären Besetzung von 1964 bzw. der späten Siebziger auf der Bühne.
Neben ihnen spielen die drei jüngeren Kollegen Eghard Schumann und Frank Nicolovius an den Keyboards und Bassist Alexander Procop am Bass. Der Zusammenschluss mit den Bands Lift und electra zum Gesamtkunstwerk "Sachsendreier" zog seit 1997 zehntausende Zuschauer an. Inzwischen haben sich Musiker wie Fans auch mit dem kompletten wechselvollen Bandgeschichte versöhnt.
LIFT
Nur wenige Formationen der deutsche Musikgeschichte können auf eine solch treue Fangemeinde bauen wie die 1973 in Dresden gegründete Band Lift. Die Musiker verstehen es, melodischen Rock und lyrische Texte auf eine in deutschen Landen einzigartige Weise zu verbinden. Gerade bei ihren Live-Auftritten spürt moan die Kraft einer Musik, die "Am Abend mancher Tage" gereift ist.
Seit 1993 ist Frontmann Werther Lohse mit Karart-Gründer Henning Protzmann (bass) und Bodo Kommnick (guit) unterwegs. "Lift-Lieder werden auch ohne Textbuch mitgesungen." (Berliner Morgenpost)
Electra
Ihr Tanzbeatprogramm war in den südlichen Bezirken der damaligen DDR durchaus gefragt. In den Folgejahren kamen Verpflichtungen im Rundfunk und Jugendkonzerte hinzu. Stilprägend für electra ist die Querflöte von Bernd Aust, die hohe Stimmlage des Schlagzeugers Peter Ludewig und die musikalische Nähe zu Jethro Tull und klassischen Adaptionen. In den 70er Jahren wurden Anfangs einige Titel auf LP-Samplern veröffentlicht. Die erste Amiga-LP kam 1974 auf den Markt. Auf ihr waren Hits wie "Kraniche fliegen im Keil", "Das kommt weil deine Seele brennt" und "Einen kleinen Tag lang".
Der Titel "Tritt ein in den Dom", ebenfalls aus dieser Zeit und gesungen von Stephan Trepte, wurde zwar im Radio oft gespielt, kam aber erst 1980 auf die dritte LP. Die damaligen Machthaber glaubten in diesem Song eine Aufforderung, der Kirche beizutreten, herauszuhören und verbannten ihn für einige Zeit. Ebenso wie die Rocksongs wurden aber auch die Adaptionen klassischer Werke, erschienen auf der zweiten LP, vom Publikum angenommen, waren diese doch zu jener Zeit qualitativ nahe an den Vorbildern Ekseption orientiert. Neben der schon erwähnten dritten LP erschien 1980 die Rocksinfonie "Die Sixtinische Madonna" auf LP.
Ein Konzeptwerk um das berühmte Bild von Rafael, welches in der Galerie alter Meister im Dresdner Zwinger zu sehen ist und bis heute Millionen von Bewunderern gefunden hat. Einige Umbesetzungen änderten auch den Stil der Musik von electra. Die Gruppe ist seichter, poppiger geworden. Einen großen Hit landeten electra nochmals 1985 mit der Ballade "Nie zuvor". Nach einer Flaute Anfang der 90er spielt electra wieder erfolgreich bei Ostrock-Revivals und tourt derzeit mit Lift, Stern Combo Meißen als Sachsendreier durch die Lande
Karten für das Rock-Event am 29. August gibt es in allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Autor: nnz
Flotter Dreier im Bergtheater (Foto: nnz)
Ein Stromkabel verband sie mit der Klassik, das andere mit den überdimensionalen englischen Bands. In den Siebzigern schrieben sie einen erhabenen Soundtrack für das realsozialistische Biotop, schufen gedankenschwere komplizierte Werke und unglaublich sehnsüchtige Balladen - Reise zum Mittelpunkt des Menschen. Nun können Sie alles nochmal live miterleben - gehen Sie auf eine unvergessliche Zeitreise mit den Legenden des Ost Rocks und erleben Sie die Geschichten des Sachsendreiers, versprechen die Macher der Agentur Rössner & Hahnemann.
Die Urgesteine des Art-Rocks Stern-Combo Meißen, electra und Lift sind seit 1997 gemeinsam unter dem inzwischen zum Begriff gewordenen Namen "Sachsendreier" unterwegs. Der Spass der Bands am Musizieren überträgt sich auf das Publikum spätestens, wenn Peter "Mampe" Ludewig und Stephan Trepte (electra), Werther Lohse (Lift) und Reinhard Fißler (Stern-Combo Meißen) mit ihren markanten Stimmen so unvergessene Titel wie "Die Tagesreise" gemeinsam zelebrieren.
Stern-Combo Meissen
Einst eine der populärsten Bands der DDR, ist die Stern- Combo Meißen seit 1996 beinahe in Orginalbesetzung wieder erfolgreich auf Tour. "Wir spielen das Gute aus der alten Zeit", verspricht Sterne-Gründer Martin Schreier. Damit sind ebenso die phantastischen Klassikadaptionen Thomas Kurzhals’ von Vivaldis "Frühling" und Mussorgskis "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" gemeint, wie die "Klassiker" der Band, wie "Der Kampf um den Südpol", "Also was soll aus mir werden", "Stundenschlag" und vielen anderen. Als Bandmanager Detlef Seidel (seit 1965 dabei) Ende 1995 die Band wieder zusammentrommelte, bauten sie auf ihre klassische Zeit - mit Repertoire, Besetzung und dem alten Namen. Mit Martin Schreier, Norbert Jäger, Schlagzeuger Michael Behm und Sänger Reinhard Fißler stehen Musiker aus der legendären Besetzung von 1964 bzw. der späten Siebziger auf der Bühne.
Neben ihnen spielen die drei jüngeren Kollegen Eghard Schumann und Frank Nicolovius an den Keyboards und Bassist Alexander Procop am Bass. Der Zusammenschluss mit den Bands Lift und electra zum Gesamtkunstwerk "Sachsendreier" zog seit 1997 zehntausende Zuschauer an. Inzwischen haben sich Musiker wie Fans auch mit dem kompletten wechselvollen Bandgeschichte versöhnt.
LIFT
Nur wenige Formationen der deutsche Musikgeschichte können auf eine solch treue Fangemeinde bauen wie die 1973 in Dresden gegründete Band Lift. Die Musiker verstehen es, melodischen Rock und lyrische Texte auf eine in deutschen Landen einzigartige Weise zu verbinden. Gerade bei ihren Live-Auftritten spürt moan die Kraft einer Musik, die "Am Abend mancher Tage" gereift ist.
Seit 1993 ist Frontmann Werther Lohse mit Karart-Gründer Henning Protzmann (bass) und Bodo Kommnick (guit) unterwegs. "Lift-Lieder werden auch ohne Textbuch mitgesungen." (Berliner Morgenpost)
Electra
Ihr Tanzbeatprogramm war in den südlichen Bezirken der damaligen DDR durchaus gefragt. In den Folgejahren kamen Verpflichtungen im Rundfunk und Jugendkonzerte hinzu. Stilprägend für electra ist die Querflöte von Bernd Aust, die hohe Stimmlage des Schlagzeugers Peter Ludewig und die musikalische Nähe zu Jethro Tull und klassischen Adaptionen. In den 70er Jahren wurden Anfangs einige Titel auf LP-Samplern veröffentlicht. Die erste Amiga-LP kam 1974 auf den Markt. Auf ihr waren Hits wie "Kraniche fliegen im Keil", "Das kommt weil deine Seele brennt" und "Einen kleinen Tag lang".
Der Titel "Tritt ein in den Dom", ebenfalls aus dieser Zeit und gesungen von Stephan Trepte, wurde zwar im Radio oft gespielt, kam aber erst 1980 auf die dritte LP. Die damaligen Machthaber glaubten in diesem Song eine Aufforderung, der Kirche beizutreten, herauszuhören und verbannten ihn für einige Zeit. Ebenso wie die Rocksongs wurden aber auch die Adaptionen klassischer Werke, erschienen auf der zweiten LP, vom Publikum angenommen, waren diese doch zu jener Zeit qualitativ nahe an den Vorbildern Ekseption orientiert. Neben der schon erwähnten dritten LP erschien 1980 die Rocksinfonie "Die Sixtinische Madonna" auf LP.
Ein Konzeptwerk um das berühmte Bild von Rafael, welches in der Galerie alter Meister im Dresdner Zwinger zu sehen ist und bis heute Millionen von Bewunderern gefunden hat. Einige Umbesetzungen änderten auch den Stil der Musik von electra. Die Gruppe ist seichter, poppiger geworden. Einen großen Hit landeten electra nochmals 1985 mit der Ballade "Nie zuvor". Nach einer Flaute Anfang der 90er spielt electra wieder erfolgreich bei Ostrock-Revivals und tourt derzeit mit Lift, Stern Combo Meißen als Sachsendreier durch die Lande
Karten für das Rock-Event am 29. August gibt es in allen bekannten Vorverkaufsstellen.

