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Sa, 20:34 Uhr
18.09.2004

Wandern für den Gipskarst

Nordhausen (nnz). Wandern ist wieder modern. Noch mehr Spaß macht es, wenn eine Tour einer sinnvollen Sache dient, zum Beispiel der Werbung für ein Biosphärenreservat. nnz wollte wissen, wer sich dafür die Wanderstiefel anzog.

Wandern für den Gipskarst (Foto: nnz) Wandern für den Gipskarst (Foto: nnz) Der zweite Harz-Hunderter, eine Extremwanderung durch die beschauliche Südharzlandschaft, forderte die Sportler heraus. Nicht jeder mußte sich jedoch diesen Gewaltmarsch antun. Es gab auch kürzere Strecken, beginnend mit 16 Kilometern. Da konnte jeder mitmachen, auch Nordic Walking Liebhaber oder Kinder, die nicht mal Startgeld zahlen mußten. Radwandern war ebenfalls erlaubt.

Punkt 9.00 Uhr fiel zwar kein Startschuß, vielmehr eröffnete die Veranstaltung mit einem Gottesdienst und einem Grußwort von Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Er hatte als Nordhäuser und für den Tourismus Verantwortlicher die Schirmherrschaft übernommen. Heute wollte er bestimmt nicht mitwandern, seine Kleidung sah nicht geeignet dafür aus. Ansonsten mag auch der Minister gemäßigte Wanderungen um die 15 Kilometer, allerdings mit seinem großen Hund, der nicht zu einer Massenveranstaltung paßt.

Davon ist der Hunderter zwar noch entfernt, aber da er ja erst in der zweiten Ausgabe stattfindet, kann sich die Tour durchaus zu einer Tradition im Südharz entwickeln, selbst wenn es das Biosphärenreservat länderübergreifend von Sachsen-Anhalt bis nach Niedersachsen gibt. Das wünscht sich Bodo Schwarzberg vom Alpenverein in Halle, der für die Zusammenstellung der Touren verantwortlich war.

Allein war ihm die Planung und Durchführung einer solchen Veranstaltung nicht möglich. Als kompetente Partner erwiesen sich das Lokale Agenda 21 Büro in Nordhausen und der Arbeitskreis Gipskarst. Viele Sponsoren trugen ebenso zum Gelingen bei.

Mindestens 14 Teilnehmer wagten übrigens den "echten" Harz Hunderter. Sie starteten bereist am Freitag Abend zu einer geführten Nachtwanderung. Dabei konnten sie zwar nicht viel von den Schönheiten der Zechsteinlandschaft sehen, aber den Wald bei Nacht zu erleben hat auch seinen Reiz. Drei weitere Teilnehmer starteten nur zur Nachtwanderung. Organisator Bodo Schwarzberg nicht ganz freiwillig, er hätte gern noch de restlichen 52 km drangehangen, mußte sich aber um die Eröffnung seiner Veranstaltung kümmern.

Wie viele Nordhäuser und Gäste insgesamt an den verschiedenen Touren teilgenommen haben, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Zur Eröffnung waren rund 25 Personen in die Starterlisten eingetragen. Die Veranstaltung lief jedoch bis in den Nachmittag.

Auch 2005 soll laut Bodo Schwarzberg ein Harz Hunderter stattfinden, möglicherweise in einer Extremvariante mit Streckenlängen über 100 Kilometer.
Autor: wf

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