Mi, 12:41 Uhr
22.09.2004
O’zapft is in Nordhausen
O’zapft is in Nordhausen (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Nein, nicht das Oktoberfest ist diesmal gemeint, sondern eine neue Art des Tankens. Heute wurde das erste Erdganbetriebene Auto an einer öffentlichen Tankstelle in Nordhausen gefüttert.Der Aufsichtsratsvorsitzenden der Energieversorgung Nordhausen GmbH (EVN), Barbara Rinke, war es vorbehalten, an der Aral-Tankstelle an der Bundesstraße 4 das erste Auto mit dem umweltfreundlichen Antriebsstoff zu betanken. Damit geht ein erster Teil einer Vision der EVN in Erfüllung. Die hatte im Jahr 1999 die erste Erdgastanke auf ihrem Betriebsgelände in der Straße der Genossenschaften eröffnet. Das Manko: Es konnte nur während der betrieblichen Öffnungszeiten getankt werden. Das ist ab heute anders. Aral bietet in Nordhausen diesen Service nun rund um die Uhr an, verbunden mit anderen Annehmlichkeiten einer öffentlichen Tankstelle. Auch strategisch ist der Standort gut ausgesucht, die B 4 ist stark befahren und die Autobahn 38 in unmittelbarer Nähe. Bislang nutzen die EVN mit ihren 13 Erdgasfahrzeugen und 16 EVN-Tankkunden den modernen Treibstoff als Kraftquelle für ihre mobilen Untersätze. Mit der neuen Zapfsäule sollen natürlich noch mehr Kunden gewonnen werden, zumal die moderne Tankstelle auch das Befüllen von Bussen zuläßt.
32 Erdgastankstellen gibt es bereits in Thüringen, 1000 sollen es bis zum Jahr 2007 in ganz Deutschland sein. Die Vorteile des Erdgasantriebs liegen auf der Hand. Da ist nicht nur der verminderte Ausstoß von Kohlendioxid oder Ruß zu nennen, da ist auch der Preis eine Alternative. 71,9 Cent muß man derzeit für Kilo Erdgas berappen. Das wären im Vergleich zum Liter Benzin 44,9 Cent.
Sowohl die EVN als auch die Vertreter von Aral hoffen, daß dieses Beispiel Schule macht. Übrigens: Die Neuanschaffung oder die Umrüstung eines Fahrzeuges auf Erdgasantrieb befördern die Nordhäuser Energieversorger mit einem Bonus von 150 Euro. 500 Kilogramm Erdgas gratis legt die EVN noch obendrauf, wenn ein Werbevertrag abgeschlossen wird. Mit diesen 500 Kilogramm kommt man nach Unternehmensangaben rund 10.000 Kilometer weit.

