Am Ende musste niemand im Regen stehen bleiben, auch wenn das Erfurter Wetter heute wohl einen Hang zum symbolischen hatte. Am Vormittag waren Politik und Bürgerschaft in der Landeshauptstadt vorstellig geworden, um für den Erhalt Nordhausens als Kreisstadt zu demonstrieren...
Nordhäuser Delegation zu Gast in der Erfurter Staatskanzlei (Foto: Angelo Glashagel)
Landratsamt und Rathaus standen heute in seltener Einigkeit vor der Thüringer Staatskanzlei und ließen den Regen über sich ergehen. Gekommen waren auch Bürgerinnen und Bürger, Stadt- und Kreisräte, Verbands- und Vereinsvertreter, die ehemalige Oberbürgermeisterin und selbst der Roland und König Heinrich.
Anzeige symplr (mr_1)
Im Beisein von Kulturminister Benjamin Immanuel Hoff (Die Linke), Infrastrukturministerin Birgit Keller (Die Linke) und natürlich Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) trug man der Landesregierung die Einwände der Nordhäuser zu den aktuellen Plänen der Kreisgebietsreform vor.
Unabhängig von der Frage des Kreissitzes werde Nordhausen gestärkt aus der Reform hervor gehen, sagte Poppenhäger, aus dessen Haus die jüngsten Vorschläge stammen. Ministerin Keller versicherte die Regierung würde die Reform nicht angehen, wenn sie nicht absolut nötig wäre und Minister Hoff versprach das man jederzeit bereit sei auch vor Ort in Nordhausen über die Reform und das weitere Verfahren zu diskutieren.
"Wir sind deutlich gehört worden", sagte Bürgermeisterin Jutta Krauth (SPD) nach dem Ende des offiziellen Empfangs, man werde weitermachen und dafür kämpfen das Nordhausen Kreisstadt bleibe. Wenn nötig, so werden man auch noch ein zweites oder drittes mal nach Erfurt fahren, bekräftigte auch Inge Klaan (CDU), die den Demonstrationszug zur Landeshauptstadt in die Wege geleitet hatte. Angelo Glashagel
Wenn man sich so die Bilder ansieht sind die meisten die mitgefahren sind Bedienstete der Stadt und des Landratsamt. Sie haben bestimmt für den heutigen Tag Urlaub genommen. Kann aber auch sein das es eine Dienstreise ist.Es geht ja auch um ihre gut bezahlten Posten die in Gefahr sind. Hier sind sie sich einig.
aber macht euch keine Hoffnungen. Wenn Poppenhäger sagt, dass Nordhausen gestärkt aus der Gebietsreform hervorgehen wird, bedeutet das nur, dass viele andere Kommunen entlang der A4 noch gestärkter aus der Reform hervorgehen werden.
Nordhausen ist und bleibt auf dem Abstellgleis Thüringens, siehe Industriegebiet, Theaterfinanzierung, Bedarfszuweisungen usw. …
... in Erfurt. Das wird es so sicher nicht mehr geben. Ich hoffe, es wurde hochdeutsch gesprochen, denn es hapert ja auch so schon mit der Verständigung::))
Es sind Politiker wie Herr Poppenhäger und Herr Jendricke ...
... die die Demokratie immer mehr vor die Wand fahren. Heute hüh und morgen hott, Hauptsache die Medienbilder stimmen, ohne Anbindung an die Wähler und vor allem ohne sozialdemokratische Inhalte. Wo bleiben in der SPD eigentlich solche Persönlichkeiten wie es Gerd Schuchhardt waren für Thüringen oder Egon Bahr und seine Mitstreiter für den Bund? Poppenhäger und Jendricke, das kann doch nicht alles gewesen sein?