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Mo, 08:23 Uhr
27.09.2004

Kürzungen beim Nah-Verkehr

Nordhausen (nnz). Derzeit müssen die Nordhäuser Verkehrsbetriebe rechnen. Denn schon jetzt steht fest, dass es im kommenden Jahr weniger Zuschüsse vom Land Thüringen geben wird. Wie dennoch ein vernünftiger Verkehr auf die „Straßen und Schienen“ gebracht werden soll, das hat die nnz erfahren.


Wie der Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe, Bodo Hempel, im Gespräch mit der nnz sagte, habe das Land Thüringen bereits in diesem Jahr die Finanzbeihilfen für den Schwerbehindertenverkehr um sechs Prozent gekürzt, im kommenden Jahr werden es weitere zwölf Prozent sein. Dann musste das kommunale Unternehmen wie alle Verbraucher mit stetig steigenden Energiepreisen zurechtkommen. Wenn man sich an die Preise an den Tankstellen zum Jahresbeginn erinnert, dann ahnt selbst der Laie, welch zusätzliche Belastung da verkraftet werden musste. Nur ein Teil dieser steigenden Kosten konnte und kann jedoch über höhere Preise in wahrsten Sinne des Wortes eingefahren werden.

Das, was das Land nicht zahlt und nicht mehr zahlen wird, das müssen die Stadt Nordhausen und der Landkreis ausgleichen. Doch denen steht das Wasser selbst bis zum kommunalen Hals. Wie also das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausnahmen wieder herstellen? Bodo Hempel: „Durch Mehreinnahmen und Kosteneinsparungen. Im Stadtverkehr Nordhausen soll sich vielleicht schon Ende dieses Jahres einiges ändern. Die Verkehrsbetriebe haben Optimierungsplanungen in Auftrag gegeben.“ So sei vorstellbar, einige Regionalbusverbindungen, vor allem in Richtung Südharz zu streichen, hier schafft die Linie 10 schon seit Mai ein sehr gutes Angebot. Auch städtische Linien sollen zeitweise wegfallen, vorwiegend in verkehrsschwachen Zeiten. Außerdem sollen Überlandlinien an die Verkehrsknotenpunkte herangeführt werden.

Eine weitere Überlegung ist der so genannte Ruf-Bus. Das ist ein Bus, der nur bei Bedarf eingesetzt wird, man muß ihn „rufen“. Zum Beispiel sei der Ruf-Bus, der bereits in Ostthüringen eingesetzt wird, auf der Linie in Richtung Gedenkstätte Mittelbau-Dora denkbar. Erste Tests wird es vermutlich noch im Dezember geben, der „heiße Rufbus“ startet auf jeden Fall am 2005. Einen Nachteil hat die Verkehrsinnovation dennoch: Sie wird nicht vom Land Thüringen gefördert.
Autor: nnz

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