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Mo, 14:05 Uhr
04.11.2019
Nationales Naturmonument Grünes Band

Gebietsbetreuer nehmen Arbeit am „Grünen Band“ auf

Mit der Ausweisung des Grünen Bandes Thüringen als Nationales Naturmonument (NNM) im Dezember 2018 ist dieses in seiner gesamten Länge von 763 Kilometern unter besonderen Schutz gestellt. Damit verbunden ist die Aufgabe diesen einzigartigen Biotopverbund langfristig zu erhalten, zu entwickeln und über das Denkmal der deutschen Teilung zu informieren... 

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden wird derzeit bei der Stiftung ein neues Sachgebiet aufgebaut, dessen Team aus insgesamt elf Beschäftigten besteht. In der Hauptgeschäftsstelle der SNT übernehmen drei Mitarbeiter/-innen die Aufgabe einen Pflege-, Entwicklungs- und Informationsplans zu erstellen und umzusetzen sowie acht Gebietsbetreuer/-innen zu koordinieren.

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Heute hat ein Großteil der Gebietsbetreuer/-innen ihre Arbeit aufgenommen. Jeder der acht Mitarbeiter kümmert sich um einen Teilabschnitt des etwa 6.500 Hektar großen NNMs. Sie sitzen an ausgewählten Standorten der Region und informieren u.a. mit Führungen, Vorträgen und weiteren Umweltbildungsangeboten aktiv über das NNM als artreicher Biotopverbund und Denkmal der Geschichte. Außerdem werden sie für die Betreuung von Infrastruktureinrichtungen (z.B. Bänke, Schilder) zuständig sein und beim Monitoring, bei naturkundlichen Bestandserfassungen sowie bei der Maßnahmenumsetzung mitwirken.

Gebietsbetreuer nehmen Arbeit am Grünen Band auf (Foto: Stiftung Naturschutz Thüringen) Gebietsbetreuer nehmen Arbeit am Grünen Band auf (Foto: Stiftung Naturschutz Thüringen)

„Ich freue mich, dass für jeden Teilabschnitt unseres Grünen Bandes kompetente Personen direkt vor Ort ansprechbar sind, informieren und koordinieren. Sie setzen die Ziele unseres Grünen Band Gesetzes um: Wir wollen Geschichte anschaulich machen, Natur und Artenschutz bewahren und regionale Entwicklung fördern“, erklärt Umweltministerin Anja Siegesmund. „Gebietsbetreuer und –betreuerinnen sind wichtige Akteure im Bereich der Umweltbildung, der Erinnerungskultur, allgemein der Öffentlichkeitsarbeit und somit ein wichtiges Bindeglied zur örtlichen Bevölkerung.“, so Denis Peisker, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Thüringen „Ich freue mich, dass wir nun auch direkt vor Ort kompetente Ansprechpartner für das Nationale Naturmonument `Grünes Band Thüringen` haben.“

Das Grüne Band ist der längste Biotopverbund und gleichzeitig ein einzigartiges Denkmal der deutschen Teilung und Wiedervereinigung. Thüringen trägt mit seinen 763 km (von 1.400 km in Deutschland) eine großeVerantwortung dafür, es als Mahnmal und Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.

Im Jahr 2010 gingen fast 4.000 Hektar im Bereich des Grünen Bandes aus dem sogenannten Nationalen Naturerbe in das Eigentum der SNT über wovon 2.900 Hektar direkt im NNM liegen. Diese Übertragung ist mit der Pflicht verbunden, das Grüne Band als einen bedeutenden Biotopverbund, aber auch als geschichtliches Mahnmal, zu erhalten und zu entwickeln. Seit der Flächenübertragung arbeitet die Stiftung eng mit den Landwirten und den örtlichen Akteuren des Naturschutzes zusammen und konnte bereits zahlreiche Maßnahmen planen, abstimmen und umsetzen.
Autor: red

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Kommentare
Fönix
04.11.2019, 17:06 Uhr
Ein zentraler Bestandteil des "Grünen Bandes"
ist ja der ehemalige Kolonnenweg, dessen Fahrspuren über längere Abschnitte noch mit den speziellen Schwerlast-Wabensteinen ausgelegt sind. Eine erste Aufgabe für dieses augenscheinlich tatkräftige Team wäre aus meiner Sicht, die oft mehrere Zentimeter tiefen offenen Felder der Wabensteine nachhaltig und flächendeckend mit entsprechend geeignetem Material aufzufüllen. Ansonsten laufen der geneigte Naturbeobachter und die geneigte Naturbeobachterin und das geneigte Naturbeobacht… Gefahr, beim Ablaufen dieser Strecken, die regelmäßig auch als Wanderwege ausgewiesen sind, sich entweder die Füße zu brechen oder sich durch permanentes Nach-unten-schauen ein steifes Genick zu holen. Bei letzterer Variante bekommen sie außerdem von der schönen Natur ringsherum kaum etwas mit und das wäre ja wohl ziemlich kontraproduktiv.

In diesem Sinne wünsche ich den elf Akteuren viel Erfolg, wenn sie "die Betreuung von Infrastruktureinrichtungen" übernehmen und "bei der Maßnahmenumsetzung mitwirken"!
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