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Mo, 09:07 Uhr
13.01.2020
Freistaat fördert sozialen Wohnungsbau

WBG begrünt Fassaden an Neubauten

Dr. Klaus Sühl, der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, war am vergangenen Freitag zu Gast bei der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG)...

Steffen Loup, Dr. Sühl, Sven Dörmann, Dr. Michael Flagmeyer (v.l.)

Mitgebracht hatte er einen Fördermittelbescheid für die Realisierung des Neubauvorhabens "WBGREENONE" der Genossenschaft an der Stolberger Straße in Nordhausen. "Hier wird etwas Besonderes entstehen”, sind sich die beiden Vorstände der WBG, Steffen Loup und Sven Dörmann, einig.

Im Rahmen eines kleinen Architektenwettbewerbes hatte sich am Ende der Architekt Dr. Michael Flagmeyer aus Nordhausen mit seinem außergewöhnlichen Entwurf durchsetzt. „Der Name "WBGREENONE" hat in der Begrünung der Fassade, einer sogenannten „Living Wall“ seinen Ursprung.“ so Dr. Flagmeyer.

In der Bestandssanierung ist es deutlich schwieriger, solch ein Vorhaben umzusetzen. Die WBG Südharz folgt mit diesem Neubau auch der grundlegenden Zielsetzung der Genossenschaft, den eigenen Immobilienbestand ökologisch nachhaltig zu entwickeln und den allgemeinen Wohnwert zu steigern.

Im Rahmen dieses Projektes des sozialen Wohnungsbaus werden ab März diesen Jahres 14 barrierefreie und teilweise behindertengerechte Drei- bis Fünf-Raum-Wohnungen sowie 14 Tiefgaragenstellplätze entstehen. Der zukünftige Mietpreis wird dann nicht mehr als 5,65 Euro und 6,65 Euro je Quadratmeter betragen. Möglich ist dies nur durch die Förderung des Freistaates Thüringen aus dem sogenannten Innenstadt-Stabilisierungsprogramm (ISSP). „Ohne staatliche Förderung würden sich die Mietpreise für diesen Neubau deutlich über der Zehn-Euro-Marke bewegen“, erläuterten die beiden Vorstände der Genossenschaft.

Die WBG wird in das Vorhaben insgesamt 4,2 Millionen Euro investieren. Fünf Prozent der Bausumme werden als Baukostenzuschuss gewährt, weitere Fünf Prozent als Tilgungszuschuss. Die Höhe der Förderung von insgesamt rund 1,3 Millionen Euro wiederum wurde auch durch den Zeitraum der Belegungsbindung für die Wohnungen beeinflusst. Diese verlängert sich um 5 auf 20 Jahre, um den höchstmöglichen Fördersatz zu erhalten.
„Wir haben unsere Wohnungsbauprogramme evaluiert und versprechen uns von diesem Förderinstrument einerseits, dass weniger Wohnungen aus der Belegungsbindung fallen und andererseits, dass der Neubau von Wohnungen den Wohnungsmarkt insgesamt entlastet. Die WBG Südharz ist das erste Unternehmen, das dieses Angebot genutzt hat“, sagte Dr. Sühl.

Der Spatenstich für das Vorhaben soll im Februar erfolgen. Im Sommer 2021 wird mit der Fertigstellung des Gebäudes gerechnet.
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