Do, 18:36 Uhr
01.09.2005
Fest gegen den Krieg
Nordhausen (nnz). So richtig wussten die Besucher auf dem Nordhäuser Theaterplatz nicht woran sie waren. War es nun ein Anti-Kriegsfest, das die Linkspartei.PDS da zelebrierte oder war es Wahlkampf pur? Fest stand jedenfalls, die Linken feierten den Frieden und sich selbst.
Fest gegen den Krieg (Foto: nnz)
Sicher, es waren nicht so viele Menschen gekommen, wie am Montag zu Dieter Althaus (CDU). Doch der Theaterplatz war über den Zeitraum von mehreren Stunden gut gefüllt, er war vor allem mit vielen jungen Menschen bevölkert. Das ist ziemlich neu in der Nordhäuser Linkspartei, die noch vor wenigen Wochen einfach PDS hieß. Ist es der Namens-Wechsel, der die Jugendlichen neugierig macht? Ist es der Frust auf das Etablierte?
Eine Antwort war nicht auszumachen auf diesem kleinen Volksfest einer kommenden Volkspartei. Kinder hüpften auf der Hüpfburg, auf der Bühne gab es Swing und Blues mit einer Liveband, deren Bassman irgendwie an CC Topp erinnerte, Rostbratwürste gab es vom Grill und den Drittel Liter Bier zu 1,50 Euro – wie am Montag. Irgendwie wirkte der Nachmittag aber nicht so straff durchorganisiert, obwohl Landeschef Dieter Hausold (Bild unten) mit markigen Worten mit der Bundesregierung abrechnete. Aber darüber zu schreiben lohnt nicht, man kennt diese Sprüche aus unendlichen Talkrunden.
Dr. Johanna Scheringer-Wright (Bild oben Mitte) kommt aus dem Eichsfeld und will dem Immer-Wahlkreis-Gewinner Manfred Grund von der CDU das Leben schwer machen. Sicher, die 42jährige weiß, dass sie gegen den Ur-Eichsfelder nicht den Hauch einer Chance beim Direktmandat hat, doch sie will kämpfen. Wenn nicht ab dem 19. September in Berlin, dann doch schon weiter in Erfurt, dort, wo sie für die Linke im Landtag sitzt.
Was gibt es noch zu schreiben von diesem Donnerstagnachmittag? Matthias Mitteldorf, im Hauptberuf Schauspieler, im Nebenjob Beigeordneter, spielte auf der Gitarre und sang Hannes Wader. Es wurde viel miteinander geredet – über sinnlose Kriege und notwenigen Frieden, vor allem aber über die Zeit nach dem 18. September. Der Zeit, da die Linkspartei.PDS wieder den Deutschen Bundestag erobert hat – in Fraktionsstärke. Und intern wurde für den Landkreis Nordhausen schon mal ein Ziel ausgegeben. Wir wollen stärkste Partei werden, so Detlef Hauthal gegenüber der nnz.
Autor: nnz
Fest gegen den Krieg (Foto: nnz)
Sicher, es waren nicht so viele Menschen gekommen, wie am Montag zu Dieter Althaus (CDU). Doch der Theaterplatz war über den Zeitraum von mehreren Stunden gut gefüllt, er war vor allem mit vielen jungen Menschen bevölkert. Das ist ziemlich neu in der Nordhäuser Linkspartei, die noch vor wenigen Wochen einfach PDS hieß. Ist es der Namens-Wechsel, der die Jugendlichen neugierig macht? Ist es der Frust auf das Etablierte?
Eine Antwort war nicht auszumachen auf diesem kleinen Volksfest einer kommenden Volkspartei. Kinder hüpften auf der Hüpfburg, auf der Bühne gab es Swing und Blues mit einer Liveband, deren Bassman irgendwie an CC Topp erinnerte, Rostbratwürste gab es vom Grill und den Drittel Liter Bier zu 1,50 Euro – wie am Montag. Irgendwie wirkte der Nachmittag aber nicht so straff durchorganisiert, obwohl Landeschef Dieter Hausold (Bild unten) mit markigen Worten mit der Bundesregierung abrechnete. Aber darüber zu schreiben lohnt nicht, man kennt diese Sprüche aus unendlichen Talkrunden.
Dr. Johanna Scheringer-Wright (Bild oben Mitte) kommt aus dem Eichsfeld und will dem Immer-Wahlkreis-Gewinner Manfred Grund von der CDU das Leben schwer machen. Sicher, die 42jährige weiß, dass sie gegen den Ur-Eichsfelder nicht den Hauch einer Chance beim Direktmandat hat, doch sie will kämpfen. Wenn nicht ab dem 19. September in Berlin, dann doch schon weiter in Erfurt, dort, wo sie für die Linke im Landtag sitzt.
Was gibt es noch zu schreiben von diesem Donnerstagnachmittag? Matthias Mitteldorf, im Hauptberuf Schauspieler, im Nebenjob Beigeordneter, spielte auf der Gitarre und sang Hannes Wader. Es wurde viel miteinander geredet – über sinnlose Kriege und notwenigen Frieden, vor allem aber über die Zeit nach dem 18. September. Der Zeit, da die Linkspartei.PDS wieder den Deutschen Bundestag erobert hat – in Fraktionsstärke. Und intern wurde für den Landkreis Nordhausen schon mal ein Ziel ausgegeben. Wir wollen stärkste Partei werden, so Detlef Hauthal gegenüber der nnz.

