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Mi, 10:39 Uhr
14.09.2005

Reaktionen auf Antrag

Nordhausen (nnz). Die FPD im Landkreis Nordhausen will die Ämter für Wirtschaftsförderung in den beiden großen Verwaltungen auflösen und zu einer – ihrer Meinung nach – effektiven Einheit zusammenführen. Was die beiden Verwaltungschefs dazu sagen? Die nnz hat nachgefragt.


Im Nordhäuser Rathaus winkt man ab: „Das ist kein neuer Vorschlag, seit 1994 beschäftigen wir uns mit anderen Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung“, so Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zur nnz. Sie verweist auf verschiedene Modelle. Möglich wäre die Gründung einer Gesellschaft, wie das in der Partnerstadt Bochum der Fall ist. Doch eine solche Gesellschaft müsse mit Kapital ausgestattet werden und müsste über Grundstücke verfügen können. Die Oberbürgermeisterin verwies auch auf die Anstrengungen, die vor allem im Rahmen des Regionalmanagements in dieser Richtung unternommen werden.

Die dort installierte Arbeitsgruppe „Wirtschaftsförder-Gesellschaft“ widme sich seit dem 2003 diesem Problemfeld. In Richtung der FDP-Forderung, die Fachhochschule Nordhausen mit einer Untersuchung zu beauftragen, sagte Barbara Rinke, dass in dieser Arbeitsgruppe auch ein Professor der Fachhochschule mitarbeiten würde. Weiterhin seien dort die beiden großen Verwaltungen, Banken und die Landesentwicklungsgesellschaft mit eingebunden.

Ähnlich wird die Situation auch von Landrat Joachim Claus (CDU) gesehen. Er verweist zudem auf die seit Jahren geführten Gespräche zwischen ihm und dem zuständigen Dezernent der Stadtverwaltung, Dietrich Beyse (CDU). Eine kommenden Chefrunde mit der Oberbürgermeisterin wolle Claus nutzen, um die weitere Bündelung von Kräften in punkto Wirtschaftsförderung anzusprechen. „Für mich steht fest, dass sich aus den beiden Wirtschaftsförderämtern Synergien ergeben müssen, doch eine neue Gesellschaft mit Stammkapital und mit einem Geschäftsführer zu versehen, dafür ist einfach kein Geld da“, so Joachim Claus. Er werde dem Kreistag am kommenden Dienstag den Verweis des Antrags der FDP in den Wirtschaftsausschuß zur weiteren Beratung empfehlen.
Autor: nnz

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