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Fr, 09:23 Uhr
10.09.2021
ifo Institut:

Große Koalition hat Bürger steuerlich entlastet

Die Bundesregierung hat viele Bürger in der aktuellen Legislaturperiode steuerlich entlastet. Dies geht aus einer Studie des ifo Instituts hervor. Ohne die Steuerpolitik der Bundesregierung wäre das durchschnittliche Haushaltseinkommen im Jahr 2021 um 444 Euro oder 1,2 Prozent niedriger...

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Viele Haushalte mit Kindern, vor allem aber auch Gutverdienende, haben von den Steuerreformen der Bundesregierung profitiert.

„Mit Blick auf die reale Einkommensentwicklung entlastete vor allem die Rückführung des Solidaritätszuschlags viele private Haushalte. Die Effekte anderer steuerpolitischer Maßnahmen der Bundesregierung blieben hingegen gering“, sagt ifo-Forscher Maximilian Blömer. Die Bezieher mittlerer und höherer Einkommen habe die Steuerpolitik der Bundesregierung besonders entlastet, heißt es in dem Aufsatz. Ohne die Steuerreformen der Bundesregierung hätten Gutverdienende 1.192 Euro weniger Einkommen auf dem Konto. „Einkommensschwache Haushalte wurden mit 81 Euro bzw. 0,7 Prozent zwar auch entlastet, aber im Vergleich zu den übrigen Einkommensklassen am wenigsten. Die Steuerpolitik der Bundesregierung hat daher nur zu einer schwachen Verringerung der Ungleichheit und Armut geführt“, sagt Blömer.

Auch Haushalte mit Kindern haben relativ stark von der Steuerpolitik der Bundesregierung in der aktuellen Legislaturperiode profitiert. Durch die Steuerreformen liegt das Einkommen von Paaren mit Kindern im Jahr 2021 im Durchschnitt um 567 Euro höher als ohne Anpassung. Paare ohne Kinder hätten im Durchschnitt nur 188 Euro mehr zur Verfügung. Je mehr Kinder im Haushalt lebten, desto mehr profitierten Paare davon, heißt es in der Studie. So sei das verfügbare Einkommen bei Paaren mit einem Kind heute um etwa 1,5 Prozent höher, während Paare mit vier oder mehr Kindern einen Anstieg um durchschnittlich 2,4 Prozent verzeichneten.
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Kommentare

10.09.2021, 10.10 Uhr
Rene Strube | Zeit zum Danke sagen?
Bei den Steuern eine kleine Entlastung - bei Strom und Heizung eine große Belastung.
Beim Ifo Institut ist es wie bei RKI, "Faktencheckern" und diversen Stiftungen.
Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe.
Das Ifo Institut wird größtenteils durch Bund und Länder finanziert, sonst z. B. durch "Politikberatung"
Also kann man sich mit zitierter Aussage kurz vor der Bundestagswahl auch mal dankbar zeigen.

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10.09.2021, 23.07 Uhr
grobschmied56 | Kann mich dem Vorredner...
... leider nur anschließen. Wo schon Tauben sind...da fliegen noch welche hin. So drückte es der Volksmund aus.
Ist was Wahres dran. Die meisten Aktionen der Koalition laufen darauf hinaus, bestimmte Klientel zu hätscheln und dem blöden kleinen Zahl-Michel die Taschen link zu machen. Bei mir ist jedenfalls keine Steuererleichterung angekommen. Die gnadenlose Erhöhung der Energiepreise für Strom, Gas und Sprit hingegen schon.

5   |  1     Login für Vote
11.09.2021, 05.59 Uhr
Salz | Entlastung:
Sich zu freuen über eine geringfügige Steuerentlastung, nachdem man vorher im großen Stil Steuern abgezogen bekommt, ist vergleichbar mit dem sich dankbar zu zeigen, Grundrechte zurück zu bekommen, wenn man sich denn Spritzen lässt. Brav!

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