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Mi, 19:44 Uhr
24.11.2021
Tanzlinde sorgt für Gemeinschaftsgefühl

Ein neuer Treffpunkt für Liebenrode

In Liebenrode vor der Kirche gibt es jetzt einen ganz besonderen Baum. Trotz schwieriger Zeiten wurde das Projekt "Tanzlinde Liebenrode" verwirklicht. „Darüber freuen wir uns und danken allen Mitwirkenden und Förderern!“, strahlt Pfarrerin Sabine Wegner...

Die Tanzlinde zu Liebenrode (Foto: R.Englert) Die Tanzlinde zu Liebenrode (Foto: R.Englert)

Die Einweihung wird zwar auf 2022 verschoben, aber hochsteigen, kann man ja bereits. Nun haben sie in Liebenrode also eine Tanzlinde. Was ist das eigentlich? Zunächst einfach nur eine Linde mit einem hohen begehbaren Podest. Oder auch ein gemeinschaftsstiftendes Kultur- und Naturdenkmal. Die auserwählte Linde ist 20 Jahre alt. Ihre Krone wird sich über der Tanzfläche entwickeln. Vor Trockenheit schützt sie ein neues zusätzliches Wasserreservoire. Im Sommer kann man dann zwischen Blättern und Blüten tanzen, Geschichten hören, den ersten Kuss bekommen, Theater spielen, heiraten oder einfach auszuruhen und die Natur entdecken - ein generationenübergreifender Treffpunkt ist da entstanden. Darüber freut sich nicht nur die Kirchengemeinde.

In Liebenrode spiele die Linde für die dörfliche Kultur eine besondere Rolle, berichtet Sabine Wegner. Neben der mit Linden gesäumten Lindenstraße, gibt es mehrere sehr alte Linden als Naturdenkmale.
Der Projektstart war noch relativ einfach, erzählt Wegner. Nachdem der „Andere Zeiten Verlag“ Unterstützung zugesagt hat, entwarf das Architektenbüro Geller-Bornschlögl ein Podest. Die Förderanträge an den Kirchenkreis Südharz, an die Gemeinde Hohenstein und an LEADER fielen positiv aus. Schwierig wurde es erst durch die massiv gestiegenen Holzpreise und Änderungsauflagen.

„Fast hätten wir das Projekt beerdigen müssen“, erinnert sich die Pfarrerin. Hilfe nahte durch die erneute Unterstützung von LEADER und vom Kirchenkreis Südharz. Der Bauhof der Gemeinde Hohenstein, das Engagement vieler Ehrenamtlicher und das Durchhaltevermögen der Zimmerei Riechel halfen das Projekt erfolgreich zu beenden.
Ohne dem Baum zu schaden, können Menschen in und mit ihm der Natur ganz nah sein. Neben dem Leben der Bienen und der Fledermäuse, kann man von hier oben, die im Kirchturm heimischen Dohlen und Turmfalken studieren. Mit Hilfe vom NABU sind viele Vogelgenerationen herangewachsen.

„Der perfekte Ort, um Kindern die Schöpfungsgeschichte nahe zu bringen“, freut sich Sabine Wegner. Mitten in einem landwirtschaftlich stark genutzten Gebiet möchte die Gemeinde das Interesse der Anwohner für die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher kultureller Nutzung und Biodiversität wecken und an ihre Fürsorge appellieren. 
Regina Englert
Autor: red

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