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Sa, 07:38 Uhr
24.09.2022
Wohnungssuche

So schätzt man Heizkosten

Größe, Lage, Preis: Das haben wohl die meisten Mietinteressenten bei der Auswahl des neuen Zuhauses im Blick. Doch gerade in Zeiten steigender Energiepreise sollten Verbraucher auch auf die Kosten für Heizung und Warmwasser achten...

Die Verbraucherzentrale Thüringen erklärt, wie sich die Nebenkosten der künftigen Wohnung abschätzen lassen.

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Eine wichtige Informationsquelle bei der Wohnungssuche ist der Energieausweis. Durch ihn erfahren Mietinteressenten, mit welcher Heizung und mit welchem Energieträger – zum Beispiel Gas oder Holzpellets – das Gebäude beheizt wird. Auch der Energiebedarf oder -verbrauch der Immobilie geht aus dem Dokument hervor.

„Der Vermieter oder Makler muss Ihnen den Energieausweis spätestens bei der Wohnungsbesichtigung zeigen. Das gilt für das ganze Dokument, einschließlich eventueller Modernisierungsempfehlungen”, erklärt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Wie energieeffizient ist das Gebäude?
Seit 2014 weisen neue Energieausweise Gebäude-Effizienzklassen aus. Sie sind in den bunten Bandtachos der Ausweise dargestellt und reichen von A+ bis H. Mehrfamilienhäuser liegen durchschnittlich in Klasse D, ein Ein- oder Zweifamilienhaus mit einem durchschnittlichen Verbrauch liegt in Klasse E.

Ein Energieausweis darf höchstens zehn Jahre alt sein darf. „Als Mieter oder Käufer einer Immobilie haben Sie Anspruch auf einen gültigen Energieausweis. Achten Sie also auf das Ausstellungsdatum”, rät Ramona Ballod.

Energieverbrauch abschätzen
Auch wenn die Energiekosten maßgeblich von der Heizung abhängen: Allein anhand des Energieausweises ist eine Prognose des zukünftigen Heizenergieverbrauchs nicht möglich. Der Energiebedarf einer einzelnen Wohnung kann vom ausgewiesenen Energiewert für das ganze Wohngebäude deutlich abweichen.

„Wohnungen im Erdgeschoss, unter dem Dach oder Wohnungen mit vielen freien Außenwänden haben oft einen deutlich höheren Energiebedarf als im Energieaus-weis dargestellt. Das gilt vor allem dann, wenn das Haus nicht oder nur wenig gedämmt ist”, sagt die Expertin.

Zudem hängt der reale Energieverbrauch stark vom Standort, von den Witterungsverhältnissen und vom individuellen Heizverhalten der Bewohner:innen ab.

Energiestandard bei der Wohnungsbesichtigung prüfen
Bei der Wohnungsbesichtigung sollten Mietinteressenten deshalb auf einige Details achten oder gezielt danach fragen: Wie gut ist das Gebäude gedämmt und wurde schon einmal saniert? Wo liegt die Wohnung innerhalb des Hauses? Sind Fenster und Türen winddicht? Eine Wärmeschutzverglasung sollte dabei der Mindeststandard sein.

„Fragen Sie am besten nach früheren Heizkostenabrechnungen. Zusammen mit dem Energieausweis bekommen Sie so ein realistisches Bild, welche Kosten auf Sie zukommen”, rät Ramona Ballod.

Bei der Bewertung des Energieausweises und der Heizkostenabrechnung helfen die Fachleute der Verbraucherzentrale Thüringen. Ein Termin für ein persönliches Beratungsgespräch kann unter den Telefonnummern 0800 809 802 400 oder 0361 555140 (beide kostenfrei) vereinbart werden.
Autor: red

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