In der DDR wurden 40 Jahre mit Sozialismus gefeiert (übrigens für die meisten ohne Balkon), heute feiern einige Nordhäuser 40 Monate ohne Balkon …
Erinnert sarkastisch an die Durchhalteparolen in DDR-Zeiten: Transparent statt Balkon (Foto: A.Glashagel)
Da hat es wohl jemandem gereicht. Nach dreieinhalb Jahren Baustelle vorm Fenster ziert jetzt ein Transparent mit der minimalistischen Aufschrift: 40 Monate ohne Balkon das Eckhaus am Lutherplatz, nur einen Steinwurf vom Nordhäuser Rathaus entfernt. Da staunt der Einheimische und der Tourist wundert sich, sollte er eine Stadtbesichtgung unternehmen.
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Hauseigentümerin der Immobilie ist die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG), die auf Nachfragen Kapazitätsprobleme für die zögerliche Ausführung der Bauarbeiten ins Feld führt. Und so rufen wir in altbekannter realsozialistischer Manier den Planern zu: Auf zum 4. Jahrestag der Balkonlosigkeit!
Das ist mir beim Rolandsfest schon aufgefallen, direkt neben der Hauptbühne und in Sichtweite des Rathauses. Was für ein weiterer Schandfleck für Nordhausen und seine Politik!
Kaputte Balkone - hättes es mit Carola Franke nie gegeben!
Mit der soliden Vorgängerin von I. Klaan, Carola Franke (ohne CDU Parteibuch!!), hätte es so was nicht gegeben. Aber so stellt sich eben jeder Chef seine eigene Visitenkarte aus...
Anmerkung techn. Support:
Steile These. Ist schon ganz knapp eine »einklagbare Tatsachenbehauptungen«
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Leser X
23.06.2023, 09:49 Uhr
Warum...
... können wir zwar über Nacht Banken retten oder Milliarden für Rüstung verpulvern, aber keine Balkons erneuern? Nun, ganz einfach: Es gibt Prioritäten. Profite, Rüstung, Kriege... Und dann kommen die undankbaren Mieter und verlangen nach einem popeligen Balkon? Macht nur so weiter. Die Regierung wird sich bald ein neues Volk suchen...