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Di, 12:43 Uhr
22.08.2023
nnz-Forum

Der Landrat scheitert erneut

In der Causa Buchmann gab es heute wieder eine vorläufige Gerichtsentscheidung. Zum Stand der Dinge hat sich auch der ehrenamtliche Beigeordnete, Michael Kramer seine Gedanken gemacht. Eine objektive Ermittlung durch das Landratsamt sei weiterhin nicht feststellbar, schreibt Kramer...

Erneut muss der Rechtsstaat dem Treiben des Landrates Matthias Jendricke (SPD) gegen den demokratisch gewählten Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen Einhalt gewähren. An dieser Stelle stellt sich für mich die Frage, was Herrn Landrat Jendricke im Verfahren eigentlich antreibt? Der Schaden, der durch die offen gegen den Amtsinhaber scheinbar persönlich geführte Fehde, ist nicht nur mit dem schwindenden Vertrauen der Menschen in die demokratischen Institutionen, sondern auch mit dem Einsatz von städtischem Steuergeld zu messen.

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Denn gegen den Oberbürgermeister wurde wohl eine teure Rechtsanwaltskanzlei aus Berlin seitens des Landrates ins Feld geführt. Alle Verfahrenskosten müsste dann die Stadt Nordhausen tragen. Sinnlos verschleuderte Gelder, die an anderer Stelle fehlen! Jedem künftigen Oberbürgermeister muss klar sein, dass er oder sie nur genehme Politik im Sinne des Landrats zu machen hat. Ansonsten drohen disziplinarische Maßnahmen. 

An dieser Stelle bleibt nur noch mehr an die Vernunft der übergeordneten Stellen zu appellieren, um dem Landrat endlich Einhalt zu gebieten. Landrat Matthias Jendricke tut mit seiner Hybris weder seinem Ansehen, noch dem anderer demokratisch legitimierter Ämter und schon gar nicht dem demokratischen Willensbildungsprozess und fairen Wahlen um das Amt des/der Oberbürgermeister/in sowie seiner eigenen traditionsreichen Partei, der SPD, einen Gefallen. 

Ich fordere alle politischen Akteure in Stadt und Landkreis Nordhausen auf, für Fairness und Ehrlichkeit zusammenzustehen. Nur so können Wählerinnen und Wähler wieder Vertrauen in die Demokratie gewinnen.
Michael Kramer

Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
geloescht.20241017
22.08.2023, 16:48 Uhr
Michael O Michael
Du hast ja so Recht. Aber ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann.
Feuerland
22.08.2023, 17:59 Uhr
..mal die politische Brille abnehmen...
Den letzten Satz aus dem Artikel finde ich sehr gelungen. Allerdings stelle ich mir die Frage, warum Herr Kramer danach nicht gehandelt hat, bevor die Situation eskaliert ist. Und das gilt natürlich für alle politisch Handelnden (oder eben nicht Handelnden).
Als politisch Interessierter habe ich das Thema weitestgehend nachverfolgt. Und bereits bevor es zu der Aktion "Suspendierung" kam, gab es diverse Anzeichen, dass im Rathaus was nicht passt. Allerdings ohne sichtbares Zeichen, dass die Personen und Gremien in irgend einer Form versucht haben die Probleme "im Sinne des letzten Satzes aus dem Artikel von Herrn Kramer" zu lösen.
Die Vorwürfe an Herrn Buchmann sind ja lange noch nicht vom Tisch. Es wurde lediglich festgestellt, dass die eingeleiteten Sanktionen zu massiv waren. Auf ein Wirtschaftsunternehmen bezogen würde ich das vergleichen: Kollege A betreibt Mobbing gegen Kollege B - Kollege A wird deswegen gekündigt - Gericht stellt fest, dass in dem Fall eine Abmahnung angemessener wäre. Deswegen bleibt die Verfehlung Mobbing bestehen. Mit allen Konsequenzen für die zukünftige Zusammenarbeit im Unternehmen. Jetzt ein "Feindbild" gegen die Verantwortlichen des Unternehmens aufzubauen (wie ich es bei Herrn Kramer gegen Herrn Jendricke wahrnehme) wäre komplett gegen jede Führungsverantwortung.

Das die Vorwürfe jetzt rechtlich komplett geklärt werden müssen, halte ich für konsequent und erforderlich - auch im Sinne von Herrn Buchmann. Und das sollten jetzt nicht die politisch Verantwortlichen Personen und Gremien unterbinden oder beeinflussen.

Da kommt wieder der mehrmals erwähnte Satz ins Spiel: Meine Erwartung an alle politisch Verantwortlichen Personen und Gremien: konzentriert Euch auf die Aufgaben die im Sinne der Stadt Nordhausen zu erledigen sind.
HeiKev
22.08.2023, 22:02 Uhr
Klagelandrat Jendricke
hat schon immer das getan, was er gut kann.

Unliebsame Konkurrenten mit möglichst sinnlosen Klagen zu überziehen.

Da kann die OB Riege (nicht die Rieger), nach Rinke Lieder darüber singen.

Derweil versinkt der Landkreis und die Stadt Nordhausen auf die hintersten Plätze im Deutschland
-Ranking.
Südharzmensch
23.08.2023, 09:28 Uhr
OVG: Buchmann wegen Wahl (Afd) zurück
Das OVG hat die Beschwerde zurückgewiesen, wie auch schon die Verfügung zur Dienstenthebung aus nur einem einzigen Grund: Man wollte noch einen Bewerber mehr gegen J. Prophet im Feld haben. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Es ging nie um das Wohl der Stadt, sondern nur um die Wahl:

Hier Auszug aus der OVG Begründung:

"...die Folgen für ihn (K.B.) schwerer wiegen als die für die Stadt Nordhausen, begründete OVG-Sprecherin Katharina Hoffmann. Dabei im Blick gehabt habe man die bevorstehende OB-Wahl."

Alles gesagt. Ich finde das nicht gut, da wohl politische Gründe maßgeblich waren. Das Verfahren läuft sowieso weiter, ich bin auf Überraschhngen gefasst, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Wie gesagt: Hier gehts längst nicht mehr um uns Bürger, sondern um egoistische Interessen und die Rettung von Buchmann und Co. Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.
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