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Sa, 18:00 Uhr
16.12.2023
Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert:

Straftäter mit Hightech identifizieren und festnehmen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert angesichts der gestiegenen Zahl von Angriffen auf Bahnmitarbeiter und Reisende sowie wegen der erheblichen Gefahr terroristischer Anschläge, dass auch in Deutschland ein automatisierter Abgleich von Echtzeitbildern mit dem Bildfahndungsbestand der Sicherheitsbehörden ermöglicht wird...

„Wir sind uns mit unserer Schwestergewerkschaft EVG einig, dass die Bekämpfung der Angriffe auf Bahnbeschäftigte dringend erforderlich ist“, so der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke. „Doch was nützt eine verbesserte Videotechnik in Zügen und Ausstattung mit Bodycams, wenn man mit den aufgenommenen Bildern von Straftätern nicht auf dem heutigen Stand der Technik nach ihnen suchen und sie schnell festnehmen darf?“.

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Die GdP kritisiert, dass trotz einer erfolgreichen Erprobung „Biometrische Gesichtserkennung" am Berliner Bahnhof Südkreuz ab 2017 die Technologie bisher nicht eingeführt wurde. Noch 2020 war beabsichtigt, Gesichtserkennungssysteme an 135 deutschen Bahnhöfen und 14 Verkehrsflughäfen einzuführen, um nach reisenden gesuchten Kriminellen und terroristischen Gefährdern automatisiert suchen zu können. Auf Intervention der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken waren jedoch alle Planungen eingestellt worden.

„Es ist absurd, was da so alles gegen eine weltweit erfolgreich eingesetzte Polizeitechnologie vorgetragen wurde. Wo bitte soll da ‚der Anfang vom Ende der Privatsphäre‘ liegen, wenn nach Kriminellen gefahndet wird, von denen bereits Fahndungsbilder vorliegen?“, so Kopelke. „Die Privatsphäre eines Straftäters kann ihn kaum vor einer Verhaftung schützen. Und Personen, nach denen nicht gefahndet wird, sind gar nicht betroffen.“

Zudem muss nach Meinung der GdP auch angesichts der terroristischen Bedrohungslage endlich umgedacht werden. „Es ist niemandem zu erklären, warum die Sicherheitsbehörden Personen mit Terrorverdacht als ‚Gefährder‘ einstufen und mit hohem Personalaufwand observieren dürfen, aber nicht durch eine viel einfachere Software-Lösung danach fahnden können, ob diese Personen an neuralgischen Punkten wie Bahnhöfen und Flughäfen auftauchen und Planungen vornehmen“, stellt der Gewerkschafter fest.

Rund 32 Länder in Europa verwenden bereits Gesichtserkennungstechnologien - das Gros dieser Kamerasysteme kommt an neuralgischen Punkten wie Bahnhöfen und Flughäfen zum Einsatz.

Bereits vor mehr als drei Jahren hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein temporäres Moratorium vor, während dieser Zeit sollte eine Risikoabschätzung des Einsatzes von Gesichtserkennungs-Technologie erfolgen. Bisher liegen dazu keine Ergebnisse vor.

Gegenwärtig können die Polizeien in Deutschland nur nachträgliche Suchläufe zum Beispiel von Handyfotos mutmaßlicher Täter oder Aufnahmen von Videokameras über das Gesichtserkennungssystem des Bundeskriminalamtes (BKA) laufen lassen. Dabei werden biometrische Fotos in der INPOL-Datei (Polizeidatenbank) aus früheren erkennungsdienstlichen Behandlungen sowie von Asylsuchenden abgeglichen. Möglich ist auch eine nachträgliche teilautomatisierten Videoauswertung, bei denen Aufnahmen aus dem öffentlichen Raum, in denen die Gesichter von Personen erkennbar sind, mit Fahndungsbeständen abgeglichen werden können.

„Was fehlt, ist die Möglichkeit zur Echtzeit-Gesichtserkennung, vor allem an neuralgischen Orten. Technisch ist es möglich, einen Straftäter oder Gefährder live per Kamera zu identifizieren, ihm zu folgen und am Ort festzunehmen – aber politisch bisher nicht gewollt“, erläutert Kopelke. „So laufen die Sicherheitsbehörden hinterher. Das muss sich ändern!“.
Autor: red

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Kommentare
Fönix
16.12.2023, 22:55 Uhr
Was soll man dazu noch sagen?
Wir haben in Deutschland einen deutlich erhöhten Anteil von Straftaten, die von Personen mit migrantischem Hintergrund ausgeführt wurden. Wir haben die technischen Möglichkeiten, entsprechende potentielle Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit gerade im Zentrum unserer großen Städte durch den Einsatz modernster kriminalistischer Methoden einzugrenzen und die kriminellen Intentionen dieser höchst gefährlichen Terroristen, die es in diesen Kreisen zweifellos gibt, von vornherein in großen Teilen zu unterbinden bzw. potentielle Täter zu identifizieren, bevor der Sattelzug in den Weihnachtsmarkt rast. Wer verhindert den Einsatz dieser wichtigen und Erfolg versprechenden Sicherheitsmaßnahmen gerade mit aller Macht?
Die erst vor ein paar Tagen im Amt bestätigte SPD-Chefin Esken.
Ich wiederhole meine Frage:
Was soll man dazu noch sagen?

PS.
Spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass ich als bekennender Fan von Willy Brandt und Helmut Schmidt (und Hans-Dietrich Genscher und Heiner Geißler) richtig liege, wenn ich mich mittlerweile mit Nachdruck und aller Konsequenz von dieser Partei distanziere, die mal für sich in Anspruch genommen hat, die Interessen der Mehrheit der Menschen in diesem Land zu vertreten. Ich habe München 1972 noch in guter Erinnerung, und das Thema ist aktueller denn je...
Fönix
16.12.2023, 22:56 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
geloescht.20241017
17.12.2023, 10:29 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehtrt nicht zum Thema des Beitrages
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