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Di, 13:34 Uhr
19.12.2023
Verwaltungsrat beschließt 15,8 Milliarden-Haushalt

AOK PLUS erhöht Beitragssatz im neuen Jahr

Der Verwaltungsrat der AOK PLUS hat sich in seiner Sitzung am 19. Dezember 2023 auf den Zusatzbeitragssatz in Höhe von 1,8 Prozent ab 1. Januar 2024 verständigt. Der Beitragssatz beträgt damit zukünftig 16,4 Prozent bei einem Haushaltsvolumen von 15,8 Milliarden Euro für die Gesundheitsversorgung der AOK PLUS-Versicherten in Sachsen und Thüringen...

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„Die Entscheidung für die Anhebung des Beitragssatzes für unsere Versicherten und Arbeitgeber fiel uns nicht leicht. Aber der fehlende Wille der Politik in Berlin, die gesetzliche Krankenversicherung nachhaltig zu stabilisieren, führt dazu, dass die Ausgaben schneller steigen als die Einnahmen. Das geht zulasten der Beitragszahlenden“, betont die Verwaltungsratsvorsitzende Daniela Kolbe und sagt weiter: „Wir haben uns auf eine moderate Anpassung des Zusatzbeitragssatz verständigt. Konkret bedeutet das: Je 1.000 Euro Bruttoeinkommen ändert sich der Beitrag für unsere Versicherten monatlich um 1,50 Euro, die andere Hälfte wird von den Arbeitgebern getragen.“

„Politische Eingriffe wie die zweifache Vermögensabführung 2021 und 2023 in Höhe von knapp 840 Millionen Euro haben der AOK PLUS zusätzliche Handlungsspielräume genommen. Diese Rücklagen – Gelder unserer Mitglieder und Arbeitgeber – waren dafür gedacht, den Beitragssatz stabil zu halten“, erklärt Daniela Kolbe. Geänderte Modalitäten der bundesweiten Finanzverteilung haben außerdem dazu geführt, dass mehr Geld in Regionen mit Ballungsräumen fließen, die mehr Ärzte und Krankenhäuser haben. Sachsen und Thüringen mit eher ländlichen Gebieten werden dadurch strukturell benachteiligt. Beim Blick auf die demografischen Strukturen mit vielen älteren Versicherten hat dies noch größere Auswirkungen. „Der politisch proklamierte Anspruch, gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland zu schaffen, bedeutet, dass wir allen Menschen einen bestmöglichen und einfachen Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen. Dafür braucht es stabile regionale Strukturen, die ausreichend finanziert werden müssen. Das bilden die Finanzzuweisungen aber aktuell nicht ab,“ so Kolbe als Vertreterin der Versicherten im Verwaltungsrat der AOK PLUS.

„Unser Ziel bleibt es, unseren rund 3,5 Millionen Versicherten eine erstklassige, bestmögliche Gesundheitsversorgung zu bieten. Daher wollen wir keine Abstriche bei den Services und Leistungen, die weit über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen, zulassen“, bekräftigt Sven Nobereit, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates für die Arbeitgeber, und ist überzeugt: „Die AOK PLUS steht für ausgezeichnete Servicequalität, und sie hält an ihrem breiten Spektrum an Zusatzleistungen fest, angefangen von kostenfreien Medikamenten für Kinder bis zum 18. Geburtstag über digitale Gesundheitsanwendungen bis hin zu zwei kostenfreien Gesundheitskursen pro Jahr. Die AOK PLUS ist und bleibt damit die Gesundheitskasse für die ganze Familie. Als einzige gesetzliche Krankenversicherung sind wir mit mehr als 130 Filialen in Sachsen und Thüringen vor Ort und garantieren den Menschen eine gute Erreichbarkeit, sowohl persönlich als auch digital. Die AOK PLUS bleibt zuverlässige Partnerin ihrer Versicherten und bietet die optimale Begleitung in jeder Lebenslage.“

Zu den größten Kostenblöcken bei der AOK PLUS gehörten 2022 die Ausgaben bei Krankenhausbehandlungen mit rund 4,15 Milliarden Euro (Anstieg um 0,7 Prozent zu 2021), für Arzneimittel mit knapp 2,4 Milliarden Euro (plus 5,6 Prozent) und für Ärztliche Behandlungen mit rund 2,1 Milliarden Euro (plus 2,3 Prozent).
Autor: red

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Kommentare
Piet
19.12.2023, 14:22 Uhr
Krankes System
Kein Land der Welt braucht 200 Krankenkassen. Wieviele Millionen könnten gespart werden. Hat in der DDR auch funktioniert l. Wäre mal interessant was so ein Verwaltungsbeirat für Geld scheffelt.
Skywalker
19.12.2023, 14:31 Uhr
Steigende Beiträge
Vielleicht sollten wir nicht die ganze Welt behandeln sondern nur die die einzahlen, dann reicht es ja auch.
In anderen Ländern muss man erst bezahlen bevor man behandelt wird .
Wir schaffen das ist kaputt gegangen!
MissSchellenberg
19.12.2023, 14:53 Uhr
Und wieder trifft es die arbeitende Bevölkerung...
Hinzu kommen die Erhöhung des Bürgergeldes und viele weitere kleine Preissteigerungen, die sich häufen.
So schnell steigt der Lohn aber nicht...
Es folgt noch der Anblick einiger Mitmenschen, an denen man nach Feierabend vorbei fährt- die Zeit haben, das Leben zu genießen.
Wo soll das noch hinführen?
Paulinchen
19.12.2023, 16:16 Uhr
Österreich hat es gezeigt,
innerhalb eines Jahres, wurden die vielen Krankenkassen auf nur eine reduziert.
Da scheitert es aber bei uns, weil wir ja nur noch Politik für die Reichen machen und nicht mehr für die normalen Bürger.
Im Übrigen vermisse ich von der AOK PLUS die exakte Begründung für die Beitragserhoehung. Weshalb muss das Volk für die die Gäste der Regierung bezahlen? Wie hoch sind jetzt zum Jahresende, die Dividenden für die Vorstände????
Das und mehr gehört zur Jahresbilanz!!
Marino50
19.12.2023, 16:16 Uhr
Erhöhung des Beitragssatzes...
....trifft auch die vielen Rentner, die in der AOK Plus versichert sind.
Die nächste Rentenerhöhung ist noch ein halbes Jahr hin. So zerrinnt die letzte Erhöhung ins Nirgendwo. GEZ, Lebensmittel, Medikamente usw..Wir werden so richtig schön abgezockt aus allen möglichen Richtungen. Und das alles ohne die Zahlung von irgend einem Sonderbonus zwischendurch.
Fritze 2024
19.12.2023, 16:45 Uhr
krankes System .Kein Volk braucht Politiker
die nicht für das eigene Volk da ist.
free Gigi
19.12.2023, 17:40 Uhr
eine Erhöhung
jagt die nächste.

Was kommt wohl alles noch und nur weil wir sämtliche Unwilligen mitfinanzieren müssen.
Leser X
19.12.2023, 19:46 Uhr
Zur Wahrheit gehört aber auch dazu...
... dass wir Deutschen wegen jedem Magenwind oder ähnlichem die Praxen stürmen. Viele leben auch sehr ungesund (Völlerei, Bewegungsarmut...) Klar kostet das Geld. Und zwar das der Allgemeinheit.
Kobold2
19.12.2023, 20:47 Uhr
Nein Leser X
schuld sind immer die anderen. Erst vor wenigen Monaten wurde eine Studie veröffentlicht die besagt, das sich hierzulande zu wenig bewegt wird, genauer gesagt, zu viel gesessen wird.
Noch mehr, als zu Pandemiezeiten..
Nicht mal 20 Prozent führen nach der Studie eine gesunden Lebenswandel. Wenn man die Kosten in die Höhe treibt braucht, man sich über Beitragserhöhung nicht wundern.
Wenn man dann als Ausglech zum Job lieber läuft, oder Rad fährt, ist man ja hier ein dummer Grüner.
Piet
20.12.2023, 02:27 Uhr
Genau
Deshalb werden die Beiträge erhöht, weil zu viele Deutsche auf der Couch sitzen. Realitätsverweigerung vom Feinsten.
El loco
20.12.2023, 15:09 Uhr
Klasse Kobold,
Ihr letzter Satz zeigt ja dann doch tatsächlich mal etwas Wahres, wenn auch nur in Ihrer persönlichen Selbsteinschätzung.
Ansonsten ist es Mathematik aus der Unterstufe: Der Bund zahlt immer weniger Zuschüsse für die Behandlungskosten der Bürgergeldempfänger, die bekanntlich zu einem nicht geringen Teil Migrationshintergrund haben. Das führt zu großen finanziellen Lücken bei den Krankenkassen, zumal Tausendsassa Lauterbach diese auch noch zum Auflösen ihrer Reserven vergattert hat.
Die Dummen sind die Arbeitnehmer und Rentner, die jetzt für unsere Goldschätze und "fleißigen" Einheimischen bluten dürfen.
Kobold2
20.12.2023, 20:04 Uhr
Weniger Klasse
ist das Ignorieren von aufgezeigten Zusammenhängen, einseitigen Sichtweisen und das fixiert der Ursachen auf die üblichen Feindbilder. Die Reduzierung auf eine einziges Sitzmöbel ist dann eher die größere Realitätsverweigerung.
U.a. gibt es seit längerem immer wieder Meldungen von Engpässen in der Medikamemtenversorung. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, dann steigen in einer Marktwirtschaft folglich die Preise.
Die Ursachen sind vielfältig. Abhängigkeiten durch Ausgelagerte Produktionen, höhereTransportkosten um die Produkte wieder einzuführen, usw. Deutschland ist von vielen globalen Dingen zu abhängig und die sich seit einiger Zeit änderden Rahmenbedingungen fallen uns entsprechend auf die Füße. Schon vergessen, das wir z.b. anfangs der Pandemie nicht mal genug Masken hatten.?
Oder wie ich schon mal schrieb, mann sollte auch niedrige Preise hinterfragen. Wenn man das schon länger getan hat, dann ist die die jetzige Entwicklung keine Überraschung.
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