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Do, 08:26 Uhr
25.01.2024
Bilanz nach 10 Jahren

Neue Impulse für den kommunalen Klimaschutz

Im Jahr 2014 wurde durch den Stadtrat der Stadt Nordhausen ein Integriertes Klimaschutzkonzept bis 2050 verabschiedet. Noch im alten Jahr hat der Stadtrat eine Fortschreibung beschlossen, wozu diese Woche die Auftaktberatung stattfand…

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Das Zwischenfazit nach 10 Jahren: kommunaler Klimaschutz stärkt die regionale Wertschöpfung, siehe beispielsweise die Biomethananlage in Bielen. Von 69 Maßnahmen wurde die Hälfte bereits umgesetzt. Ein Drittel der Maßnahmen wird als langfristige Aufgaben kontinuierlich bearbeitet.
Die Bilanz ist positiv, Höhepunkte waren u.a.

Investitionen in Energieeinsparungen und Erneuerbare Energien:
  • Fernwärmeausbau im Quartier Ammerberg und Hochschule, A.-Bebelplatz in 2024
  • Modernisierung Straßenbeleuchtung im LED-Technik,
  • Quartiersumbau in Nordhausen-Nord
  • Energetische Sanierung von - Kindergärten mit PV-Anlagen
  • Elektromobilität in der Stadtverwaltung (Elektro-Dienstfahrräder, Elektronutzfahrzeuge Bauhof sowie Friedhof)
  • Mit der Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzept 2050 sollen die Zielstellungen für den kommunalen Klimaschutz in Nordhausen überprüft und aktualisiert werden. Die kommunale Wärmeplanung und der Einsatz der Elektromobilität haben in den letzten 10 Jahren an Bedeutung gewonnen. Diese Trends müssen bei den kommunalen Zielen nun berücksichtigt und mit bewertet werden. Denn lokale und regionale Konzepte sind erforderlich, um zielgerichtet auf den Klimawandel reagieren zu können.


Zukünftig folgen Impulse zur kommunalen Wärmeplanung, der Steuerung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, wie beispielsweise ein neuer Windpark in Hörningen sowie die Planung zahlreicher Photovoltaikeinrichtungen auf Dächern und Freiflächenanlagen. Der Fernwärmeausbau im Bereich Taschenberg und August-Bebel-Platz beginnt 2024. Auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit bei Workshops und digitalen Formaten ist ab Mitte 2024 geplant.
Autor: red

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
25.01.2024, 12:55 Uhr
Wo bleibt der Schutz der Bevölkerung im Klimaschutzkonzept?
Der Bevölkerungsschutz und damit das Stadtklima im engeren Sinne fehlt zumindest laut obigem Beitrag völlig. Da bekannt ist, dass Bäume die Temperaturen während Hitzeperioden um mehrere Grad senken können, ist das, gerade angesichts der vielen Hitzetoten, nicht zu verstehen. In der Stadt Nordhausen fehlend wahrscheinlich tausende Bäume. Aber nicht etwa, weil sie nie gepflanzt wurden, sondern weil einst gepflanzte Bäume gefällt und nicht ersetzt wurden. Allein in der Straße An der Bleiche zählte ich über 70 baumlose Baumscheiben.

Dabei sollte der Bevölkerungsschutz und damit die Absenkung von Extremtemperaturen an erster Stelle für die Stadt stehen und erst dann die Senkung der Klimagasemmissionen kommen.

Weiterhin nimmt Nordhausen den ersten Platz hinsíchtlich Flächenversiegelung in Thüringen ein. Jeder weiß, wie sehr sich sonnenbeschienene Beton- und Asphaltflächen aufheizen und Wärme speichern können. Auch dazu ist laut dem Beitrag im Klimashutzkonzept offensichtlich nichts zu lesen.

Ein positives Beispiel könnte hier vielleicht das Konzept einer "Schwammstadt" der Stadt Leipzig geben.

Weiterhin wären Zahlen interessant, inwieweit z.B. die Biomethananlage in Bielen tatsächlich zum Klimaschutz beiträgt, wenn dort Maisschnitzel verarbeitet werden.

Zudem klagen Anwohner nach wie vor über Gerüche, die der Anlage entweichen. Und es sollte geprüft werden, inwieweit sie das extrem klimaschädliche Methan enthalten.

Desweiteren sollte geprüft werden, inwieweit die Ammoniakemmissionen der Schweinemastanlage die Lachgasemmissionen im Stadtgebiet steigern helfen. Auch Lachgas N2O hat eine enorme Wirkung auf das Klima.
Flitzpiepe
25.01.2024, 14:57 Uhr
Diese Studie der Fächenversiegelung deutscher Städte
bei der Nordhausen in Thüringen ganz vorn lag, ist nichts wert, weil bei der Kartenauswertung der Flächen der untersuchten Städte sehr verschieden vorgegangen wurde.
Wie ich an anderer Stelle schon einmal schrieb, habe ich mir die Studie im Detail angesehen, da mir das Ergebnis für Nordhausen schleierhaft vorkam.
Nordhausen ist nicht mehr oder weniger versiegelt als andere vergleichbare Städte.
Bei dem Vergleich der Karten von Erfurt und Nordhausen stellte ich fest, dass man scheinbar völlig wahllos Gebiete einer Stadt zur Berechnung hinzuzieht oder weglässt.
So wurde in Erfurt der große grüne Hauptfriedhof dazu gezählt, während der Nordhäuser Hauptfriedhof ausgeklammert wurde. Dasselbe bei anderen Grünflächen.
Also ab in die Tonne mit dieser Studie...
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