Mit einhundert Besuchern startete die neue Sonderausstellung am 4. April zu den Orten des Erinnerns. Nordhausen April 1945 im Museum Flohburg...
Ausstellungseröffnung vor Wochenfrist (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Anhand von 15 Beispielen zeigt die gemeinsame Ausstellung des Museums und des Stadtarchivs Nordhausen die tiefgreifenden Eingriffe ins Stadtbild 1945 und damit verbundene menschliche Schicksale mit historischen Abbildungen, Videorekonstruktionen, Originaldokumenten und aktuellen Aufnahmen. Die Redebeiträge zur Ausstellungseröffnung können unter www.nordhausen.de abgerufen werden.
Ein umfangreiches Programm begleitet die bis zum 21. Juli laufende Ausstellung:
Mittwoch, 24.04., 17.30 Uhr, Flohburg, Sonderausstellungsraum: Vortrag und
Gesprächsrunde mit Thomas Schinköth, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Nordhausen, Nordhausen und die Hinterlassenschaft des 2. Weltkrieges
Mittwoch, 15.05., 17.30 Uhr, Ratssaal, Vortrag: Prof. Dr. Malte Thießen (Münster/W.), Bomben im Gedächtnis der Stadt. Warum Dissonanzen zum guten
Ton der Erinnerungskultur gehören
Mittwoch, 26.06., 17.30 Uhr, Flohburg, Sonderausstellungsraum, Vortrag: Dr. Marie-Luis Zahradnik, Beschmiert, zerschlagen, zerbrochen. Denkmale, Grabstätten und zerstörte Erinnerungskultur
28.06., 17.30 Uhr, Flohburg, Sonderausstellungsraum, Vortrag mit anschließender Führung: Michael Garke, Gästeführergilde/Fotograf, Nordhäuser Unterwelten Der Splitterschutzgraben am Spendekirchhof.
Freitag, 5. 07., 17.30 Uhr, Flohburg, Sonderausstellungsraum, Vortrag mit anschließender Führung: Michael Garke, Gästeführergilde/Fotograf, Nordhäuser Unterwelten Der Splitterschutzgraben am Spendekirchhof.
Wir Nordhäuser kennen diese furchtbaren Ereignisse, die sich kurz vor Ende des Krieges hier abgespielt haben und die ich in unserem speziellen Fall auch als ein Kriegsverbrechen bezeichne. Was ich empfehlen möchte, wäre, dass die zuständige Stelle der Stadt auch mal einige kompetente Asylanten, die selbst Kriegsgeschehen am eigenen erfahren haben, zu dieser Ausstellung einladen würde ! Vielleicht kann man damit einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass sie unserer Stadt und ihrem Hilfsbemühen mehr Achtung entgegen bringen.
Die wenigsten wissen nämlich nicht, dass ihr Asylstandort auch mal ein Trümmerfeld mit vielen Toten war !