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Fr, 08:38 Uhr
26.04.2024
Leserbrief zur Stadtratssitzung

Überrascht und sprachlos

Überrascht und sprachlos hatte ich in der gestrigen Stadtratssitzung den Eindruck, beim Antrag der CDU für eine Erhöhung der Finanzierung des soziokulturelle Zentrum im Jugendclubhaus Nordhausen - ging es um einen „kaputten Gehweg um dessen Reparatur, wofür es derzeit keine Gelder mehr gibt“...

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Leider ging es in keinster Weise um die Ehrenamtlichen, um die Menschen, um die Bürgerinnen und Bürger in den Vereinen, Interessengruppen und Verbände unserer Stadt Nordhausen.

Eine Wertschätzung, Anerkennung oder gar Würdigung des bürgerlichen, ehrenamtlichen Engagement der viele Bürgerinnen und Bürger die das soziokulturelle Zentrum zu einem unbezahlbaren Mehrwert für die Stadt Nordhausen machen, kam leider nicht zur Sprache!

Heute morgen war eine ältere Dame von der Seniorentanzgruppe des Kneippverein in der Geschäftsstelle des KJR mit Tränen in den Augen. Sie war gestern beim Stadtrat und hat jetzt Angst, wie es weiter geht. Sie hofft, dass sie nicht wieder auf der Straße stehen und neu anfangen müssen, sich wieder einmal eine erneute „Heimstätte“ suchen zu müssen, wo sie willkommen sind.

Hier einmal zu den Fakten:
der Standtrat hat am 7.11.2023 beschlossen BV/1446/2023 und sich somit eine Dienstleistung eingekauft.
Beschlusstext:
„Der Stadtrat der Stadt Nordhausen beschließt:
die personelle und sächliche Unterstützung des soziokulturellen Zentrum im Jugendclubhaus Nordhausen in der Trägerschaft des Kreisjugendring Nordhausen e.V. für die Haushaltsjahre 2024, 2025 und 2026. Dafür erhält der Träger eine Projektförderung jährlich jeweils 25.000,00 €“

Zu diesem Zeitpunkt (27.10.2023) hatte die Verwaltung den bereits korrigierten und begründeten Antrag auf Erhöhung (aus 10 wurden 48 Vereine, Gruppen und Organisationen) inklusive aller Einnahmen, Ausgaben und Personalkosten, sowie die Mittelverwendung aus 2023 vorliegen.
Dieser Antrag wurde dann vor wenigen Wochen, genau am 22.3.2024 abgelehnt!

Aussagen des OB, es handelt sich doch nur um einen Raum sind einfach falsch! Genauso wie die Aussage es ist eine Menge Geld für 48 Vereine, Gruppen und Organisationen!!!
Also machen wir mal 25.000,-€ durch 12 Monate = 2.083,33 €, das durch 48 TN = 43,40 € pro Monat für die ehrenamtliche Arbeit und den Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger der wunderschönen Stadt Nordhausen.

Wieviel ist uns Ehrenamt und deren Arbeit denn WERT?

Die Aussage Gelder aus der Finanzierung das Kreisjugendringes Nordhausen e.V (Gelder aus der Jugendhilfe sind genauso Zweckgebunden, wie die anderen Projektfinanzierungen) zu nehmen sind ebenso absurd, wir die Aussagen noch mehr „Miete“ von den Vereine, Gruppen und Organisationen, also unseren ehrenamtlichen bürgerlichen Engagierten zu nehmen!

Ich bin ehrenamtlicher Vorsitzender des Kreisjugendringes Nordhausen e.V. und bin mit meinen Vorstandskollegen nach BGB §26 privatrechtlich haftbar.

So jedenfalls gewinnen und erhalten wir keine Ehrenamtlichen!

Wir werden intensiv beraten, aber die Konsequenz wird sein müssen, dass der Kreisjugendring Nordhausen e.V. kein Personal mehr vorhalten kann. Somit keine Unterstützung, Begleitung, Beratung, Betreuung, Organisation und Koordination unserer Vereine, Organisationen oder Interessengruppen zur Verfügung stellt.
Andreas Meyer




Autor: emw

Anmerkung der Redaktion:
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Kommentare
ChristianNDH
26.04.2024, 10:08 Uhr
Aus den Fugen.....
Genau das ist unser aller Problem!. Die handelnden Beteiligten haben gar keine Vorstellung von dem was sie da tun.
Falsche Prioritäten treten ganz deutlich zu Tage. Es wird ganz viel Geld in Kinkerlitzchen geschaufelt und am Ende ist das Geld im Haushalt alle und dann kann man für die Bürger wieder nichts mehr machen bzw. hat im wahrsten Sinne des Wortes "kein Geld mehr übrig".
Ich kann nur hoffen, dass einiege Stadtparlamentarier nach der Wahl sich außerhalb des Stadtrates wiederfinden.
Jeder von uns hat es mit seinen Stimmen am 26.05.2024 in der Hand.
Filzstift und Lineal
28.04.2024, 12:06 Uhr
Der Nordhäuser Alltagsblödsinn
Es gab den Thomas-Mann-Klub jahrzehntelang als Vereinshaus. Jahrelang verfallen lassen, jetzt zu.

Es gab das Begegnungszentrum in Nord, ebenfalls jahrzehntelang genutzt. Dann völlig ohne Konzept von der SWG betrieben, jetzt teilgenutzt von Physiotherapie.

Zwei passende Immobilien also für Vereine - dann in die nordhäuser Inkompetenzmühlen geraten.

Nordhausen hat, was es verdient - Chaos.
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