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Di, 17:00 Uhr
30.04.2024
Rothessütte

Stahlbaustart zum Hexentag

Passend zu Walpurgis, dem Tag der Hexen im Harz, wurde heute gemeinsam mit dem Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee der Startschuss für den Bau „in die Höhe“ des größten Hexenbesens der Welt, dem Aussichtsturm im Harzer Hexenreich gegeben…
 
Im Foto ist die Höhe kaum zu fassen - etwa auf Höhe der Krankanzel werden in Zukunft Besucher über die Harzlandschaft blicken (Foto: agl) Im Foto ist die Höhe kaum zu fassen - etwa auf Höhe der Krankanzel werden in Zukunft Besucher über die Harzlandschaft blicken (Foto: agl)


Schwerer Start in Rothessütte - der erste Stahlkranz, der heute am Hexenbesen in die Höhe gehievt wurde, wiegt bei einem Durchmesser von 3,8 Metern satte 12,5 Tonnen.

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Entsprechend viel Kraft brauchten die Fachleute der Firma Windhorst Stahl- und Metallbau aus Goldenstedt. Mit 50 Metern Höhe befindet sich die Kanzel des Krans in etwa auf der Höhe, auf der später einmal die Aussichtsplattform den Blick über den Harz ermöglichen soll. Insgesamt wird der Turm 70 Meter hoch, der größte „Hexenbesen“ der Welt. 
 
Die tatsächliche Höhe ist nur schwer auf's Bild zu bannen (Foto: agl) Die tatsächliche Höhe ist nur schwer auf's Bild zu bannen (Foto: agl) Für die Bauherren von der Nordhäuser Service Gesellschaft ist es ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum fertigen Turm und für Geschäftsführer Gunnar Reuter Anlass, poetisch zu werden. Würde Goethe heute einen dritten Teil des Faust schreiben, die Hexen würden in Rothessütte Halt machen, bevor es zum Brocken weiter geht, meint Reuther und bedient sich auch beim Zauberlehrling. Man habe hier keine Geister sondern Gelder gerufen und mit denen gedenke man Großes zu vollbringen.

Groß wird es, die Ausmaße, die der "Hexenbesen" einmal haben wird, lassen sich vor Ort erst richtig erahnen. Für Statiker, Architekten und Bauleute keine einfache Aufgabe, der assymetrische Kegelstumpf wird 14 der schweren Zentralelemente tragen und die Streben des Besens sind Einzelanfertigungen. "Jeder Knotenpunkt hat einen anderen Winkel, jedes Stück ist ein Unikat", erläuterte Baustellenchef Tjark Bethge von der Firma Windhorst.

Minister Tiefensee hatte für die Nordhäuser Bauherren der Servicegesellschaft viel Lob über, man habe ein visionäres Konzept vorgelegt und in gemeinsamer Anstrengung konsequent durchgeführt (Foto: agl) Minister Tiefensee hatte für die Nordhäuser Bauherren der Servicegesellschaft viel Lob über, man habe ein visionäres Konzept vorgelegt und in gemeinsamer Anstrengung konsequent durchgeführt (Foto: agl)


Spezialisierte Arbeit, die einiges kostet, bei rund 16 Millionen Euro liegen die veranschlagten Kosten heute, vor allem im Stahlbau haben die Baupreissteigerungen der letzten Monate tief in die Taschen der Projektpartner gelangt. Runde 90 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt der Freistaat Thüringen, knappe 10 Millionen Euro. Demgegenüber stehen zehn Millionen Übernachtungen im Harz, wen man das beliebteste Wandergebiet der Republik vor der Tür hat, gut angelegtes Geld, meint Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Eine Landmarke und touristischer Ankerpunkt für den Thüringer Norden werde der Turm sein.

Die verbleibenden sechs Millionen muss die Service-Gesellschaft selber stemmen, aus eigener Kraft und ohne finanzielle Unterstützung aus der Kreiskasse, wie Gunnar Reuter unterstreicht. Man hat den Freistaat und die Bank vom Projekt überzeugen können und auch mit den Einwohnern vom nahen Rothessütte steht man laut eigenem bekunden in gutem Einvernehmen. Im Idealfall verbindet der Turm das Gebirge mit dem flachen Land. In der Vision geht es für Wanderer und Gäste von Nordhausen aus mit der Harzquerbahn zum Haltepunkt Sophienhof. Nach kurzem Zwischenstopp im beschaulichen Bergdorf wird zum Hexenbesen gewandert, wo nicht nur weite Blicke sondern auch allerelei Aktivitäten drumherum zum verweilen einladen.

In Milimeterarbeit und mit Fingerspitzengefühl wurde heute das erste Element auf die Turmbasis gesetzt (Foto: agl) In Milimeterarbeit und mit Fingerspitzengefühl wurde heute das erste Element auf die Turmbasis gesetzt (Foto: agl)


Bis der Turm für die Öffentlichkeit begehbar ist, wird aber noch etwas Zeit ins Land gehen, in den kommenden Monaten hat man um die 2.560 Stahlteile und mehr als 22.300 Schrauben zu verbauen. Wenn die letzte Mutter festgezogen und der Bau vollendet ist, wird der Stahlbesen ein Gesamtgewicht von rund 452 Tonnen haben. Mit einer Eröffnung rechnet man im kommenden Jahr, die Arbeiten am Stahlgerüst könnten aber, wenn alles nach Plan läuft, bereits in vier Monaten abgeschlossen sein.
Angelo Glashagel
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Stahlbaustart am Hexenbesen (Foto: agl)
Autor: agl

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Kommentare
Emerson
30.04.2024, 22:03 Uhr
Hexentag
Ich Frage mich für was in diesem Staat noch so das Geld aus dem Fenster geworfen wird. Milliarden für den Krieg und für Entwicklungs-
länder die schon lange auf den Mond fliegen und für Schulen Kindergärten Straßen ist nichts da. Das ist Deutschland, aber schöne bunte Bilder in der Zeitung.
Gehard Gösebrecht
01.05.2024, 05:44 Uhr
So ein unnützer Schrott
Aber wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er auf das Eis.
Einfach nur eine teure Verschandelung der Landschaft!
Pitagyros
01.05.2024, 07:10 Uhr
Extrem teuer
Vollkommen überzogen. Was hätte man mit so viel Steuergeld alles Nützliches bewirken können. Es ist ein Millionengrab.
Jäger53
01.05.2024, 11:06 Uhr
Turm des Grauens
Es ist nur traurig wenn man sieht wie viele gesunde Bäume diesem Wahnsinn wieder weichen mussten um diesen Ding zu bauen. Ganz zu schweigen von den raus geschmissenen Steuergeldern. Wenn es ums Geld geht kommt die Natur komischer weise immer erst an zweiter Stelle, und das im grünen Herzens ( Thüringen ) von Deutschland.
Echter-Nordhaeuser
01.05.2024, 17:22 Uhr
Ist doch eine schöne Sache......
Hätte man bei manchen Kommentatoren lieber Windkraftanlagen oder Photovoltaikanlagen aufgebaut und was Steuergelder betrifft die werden sowieso zu hauf rausgeschmissen. Ob es für Migranten, Ausländer oder wie man sie auch sonst nennt ist. Alles für's Volk.
Real Human
02.05.2024, 09:40 Uhr
„Überflüssig wie ein Harzer Hexenbesen!“
Das könnte vielleicht bald zu einer neuen Redewendung werden und Ausdrücke wie z.B. „Überflüssig wie ein Kropf“ ersetzen. Man kann ja schon mal danach googeln! Deren Befürworter*Innen haben sich damit unsterblich ...
lumpi22
02.05.2024, 12:19 Uhr
Ist das wirklich eine schöne Sache Echter Nordhäuser?
Wenn Sie wirklich ein echter Nordhäuser sein wollen, hätte ich an Ihrer Stelle anders geantwortet! Es stimmt, was soll dieses Stahlbauprojekt an dieser Stelle? Viele gesunde und ja auch ungesunde Bäume mussten deshalb weichen, nur um wieder eine Möglichkeit zu schaffen, den angeblichen Tourismus anzukurbeln und den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, denn umsonst gibt es diesen Ausblick nicht! Tja und Echter Nordhäuser, was hat das mit "lieber Windkraft- oder Photovoltaikanlagen" zu tun, die gleich genauso nicht dort hingehören? Und was hat das alles mit Migranten und Ausländer zu tun? Sie hauen hier einfach mal schnell unter Nicknamen was raus, was Gleichso daneben ist, wie dieser Stahlbau an diesem Ort! Klar ist es aus Sicht des Steuerzahlers Verschwendung von Geldern obwohl es genügend und wesentlich sinnvollere Objekte gibt, die auf Vollendung warten (Schulen, Kindergärten Straßen, Gebäude u.u.u.!) , aber nein, Sie vermischen gleich wieder ein paar politische Ansichten mit Steuergeldverschwendung und Migranten, Ausländer und Windkraftanlagen, die gleich gar nicht zu verstehen sind, aber wenigstens für Wirbel bei den Kommentatoren erzeugen! Sie können scheinbar nur dieses Thema und leider nicht die Realität dazu erkennen, echt schade!
ArreeTim
02.05.2024, 12:23 Uhr
Der Harzer Hexenbesen ist ein Bekenntnis zur Heimat, zum Tourismus und insbesondere zum
Landkreis Nordhausen (Standort). Es zeigt sich jetzt schon, wie emotional gut das anspricht. Der Turm ist ein Highlight im obersten Norden Thüringens, es wird auch den lokalen Tourismus beleben und im Harz bzw. weit über die Region hinaus, ausstrahlen. An sich genau das, was differenziert, den Unterschied ausmachen kann. Es wird auch auf die Inhalte, Kultur drumherum ankommen, aber es ist bestimmt so, dass die Menschen in der Heimat erkennen, das ist ein guter Hexenbesen, es lohnt sich...
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