Mo, 15:48 Uhr
25.09.2006
Rinke ist erstaunt
Nordhausen (nnz). Die Nachrichtenagentur dpa hatte heute den Vize-Präsidenten des Thüringer Landesrechnungshofes zitiert, der da meinte, die Landesgartenschauen in Thüringen würden vorerst ausgesetzt, weil es ihnen an Nachhaltigkeit mangele. Das ruft in Nordhausen natürlich eine Reaktion hervor...
Über diese Äußerung bin ich doch schon sehr erstaunt, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) mit Blick auf die jüngste Aussage von Landesrechnungshof-Vizepräsident Gundermann. Der Vizepräsident hatte gesagt, es werde künftig keine Gartenschauen mehr in Thüringen geben als Ergebnis der Überprüfung der 2. Thüringer Landesgartenschau in Nordhausen. Es gebe Zweifel an der Nachhaltigkeit.
Ich bin deshalb erstaunt, weil uns vom Landwirtschafts-, vom Bau- und vom Innenministerium immer wieder explizit bescheinigt wurde, dass gerade die Nordhäuser Gartenschau die bisher nachhaltigste sei, wegen ihrer Lage mitten in der Stadt und wegen der Überschaubarkeit der Flächen auch mit Blick auf deren Nachnutzung. Wir wurden sogar als beispielhaft bezeichnet, sagte Frau Rinke.
Auch abgesehen von dieser Einschätzung sprechen die Fakten für sich: Die Flächen auf dem Petersberg sind bis heute in einem Top-Pflegezustand, der Berg ist einer der beliebtesten Ausflugsflächen der Stadt für Einheimische und Touristen und wird von vielen Unternehmen als Veranstaltungsfläche nachgefragt. Dort oben gibt es neben zwei Schulen zahlreiche Angebote für Jugendliche - der Petersberg ist eine der besten Adressen in Nordhausen. Keine einzige Landesgartenschaufläche liegt heute brach bzw. ist ungenutzt!, so Frau Rinke.
Hinzu komme, dass Dank der Begleitmaßnahmen - u.a. Straßen-, Umfeld- und Wohngebäudesanierung - zur Landesgartenschau die im 2. Weltkrieg stark zerstörte und gebeutelte Stadt wieder ein vorzeigbares Gesicht bekommen habe. Und auch Dank dieser Maßnahmen ist Nordhausen eine der wenigen Thüringer Städte mit einer sehr geringen Wohnungsleerstand-Quote in der Innenstadt. Wie kann man da die Nachhaltigkeit in Frage stellen, zumal die Innenstadt damit auch deutlich interessanter für Investitionen geworden ist?, sagte Frau Rinke.
Die Stadt Nordhausen werde sich jetzt mit dem für die Gartenschauen zuständigen Landwirtschaftsministerium in Verbindung setzen, um zu klären, auf welcher Grundlage die Gundermann-Aussagen zustande gekommen seien. Insbesondere interessiere sie sich für die Kriterien, warum angeblich keine Nachhaltigkeit erzielt worden sei. Unwidersprochen werden wir das nicht hinnehmen - der gute Ruf von Nordhausen steht auf dem Spiel, so die Oberbürgermeisterin.
Sollte hinter der Landesrechnungshof-Aussage allerdings der Versuch stehen, finanzielle Engpässe bei der Finanzierung künftiger Landesgartenschauen der Stadt Nordhausen zuzuschreiben, werden wir das nicht akzeptieren, so die Oberbürgermeisterin. Wir jedenfalls sind gern bereit, die gegenwärtigen Besucherzahlen auf dem früheren Landesgartenschau-Gelände dem Landesrechnungshofs zur Verfügung zu stellen.
Autor: nnzÜber diese Äußerung bin ich doch schon sehr erstaunt, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) mit Blick auf die jüngste Aussage von Landesrechnungshof-Vizepräsident Gundermann. Der Vizepräsident hatte gesagt, es werde künftig keine Gartenschauen mehr in Thüringen geben als Ergebnis der Überprüfung der 2. Thüringer Landesgartenschau in Nordhausen. Es gebe Zweifel an der Nachhaltigkeit.
Ich bin deshalb erstaunt, weil uns vom Landwirtschafts-, vom Bau- und vom Innenministerium immer wieder explizit bescheinigt wurde, dass gerade die Nordhäuser Gartenschau die bisher nachhaltigste sei, wegen ihrer Lage mitten in der Stadt und wegen der Überschaubarkeit der Flächen auch mit Blick auf deren Nachnutzung. Wir wurden sogar als beispielhaft bezeichnet, sagte Frau Rinke.
Auch abgesehen von dieser Einschätzung sprechen die Fakten für sich: Die Flächen auf dem Petersberg sind bis heute in einem Top-Pflegezustand, der Berg ist einer der beliebtesten Ausflugsflächen der Stadt für Einheimische und Touristen und wird von vielen Unternehmen als Veranstaltungsfläche nachgefragt. Dort oben gibt es neben zwei Schulen zahlreiche Angebote für Jugendliche - der Petersberg ist eine der besten Adressen in Nordhausen. Keine einzige Landesgartenschaufläche liegt heute brach bzw. ist ungenutzt!, so Frau Rinke.
Hinzu komme, dass Dank der Begleitmaßnahmen - u.a. Straßen-, Umfeld- und Wohngebäudesanierung - zur Landesgartenschau die im 2. Weltkrieg stark zerstörte und gebeutelte Stadt wieder ein vorzeigbares Gesicht bekommen habe. Und auch Dank dieser Maßnahmen ist Nordhausen eine der wenigen Thüringer Städte mit einer sehr geringen Wohnungsleerstand-Quote in der Innenstadt. Wie kann man da die Nachhaltigkeit in Frage stellen, zumal die Innenstadt damit auch deutlich interessanter für Investitionen geworden ist?, sagte Frau Rinke.
Die Stadt Nordhausen werde sich jetzt mit dem für die Gartenschauen zuständigen Landwirtschaftsministerium in Verbindung setzen, um zu klären, auf welcher Grundlage die Gundermann-Aussagen zustande gekommen seien. Insbesondere interessiere sie sich für die Kriterien, warum angeblich keine Nachhaltigkeit erzielt worden sei. Unwidersprochen werden wir das nicht hinnehmen - der gute Ruf von Nordhausen steht auf dem Spiel, so die Oberbürgermeisterin.
Sollte hinter der Landesrechnungshof-Aussage allerdings der Versuch stehen, finanzielle Engpässe bei der Finanzierung künftiger Landesgartenschauen der Stadt Nordhausen zuzuschreiben, werden wir das nicht akzeptieren, so die Oberbürgermeisterin. Wir jedenfalls sind gern bereit, die gegenwärtigen Besucherzahlen auf dem früheren Landesgartenschau-Gelände dem Landesrechnungshofs zur Verfügung zu stellen.


