Mi, 11:25 Uhr
13.11.2024
Neue Ausstellung in der KSK-Galerie eröffnet
Mackensen wieder im Geldhaus
Übermorgen, am 15. November, hätten seine Familie und seine überaus große Fangemeinde ihm nur all zu gerne zu seinem 75. Geburtstag gratuliert und ihm weitere Jahre des Ranklotzens gewünscht. Doch es sollte anders kommen...
Am 20. August des vergangenen Jahres verstarb Gerd Mackensen völlig unerwartet an den Folgen eines Herzinfarkts. Nach dem Kunsthaus Meyenburg folgt nun die Galerie der Kreissparkasse und würdigt mit einer imposanten Bilderschau das Wirken des Künstlers...
Viele Kunstinteressierte aus dem Südharzer Raum und darüber hinaus werden sich gewiss noch an seine Ausstellungen Hintereinanderweg (2009) sowie JETZT UND HIER (2019) in der KSK-Galerie erinnern. Darauf verwies eingangs der Vernissage auch das Mitglied des Sparkassen-Vorstandes, Jan Oberbüchler; in seinen Begrüßungsworten. Und vergaß nicht zu erwähnen, dass die Sparkasse im Laufe der Zeit über 40 Kunstwerke von Mackensen erworben hat.
Das war`s. Applaus, Applaus! - so betitelt sich nach dem Kunsthaus Meyenburg nun auch im Geldhaus am Nordhäuser Kornmarkt die aktuelle Schau. Laudator Jens-Fietje Dwars, Filmemacher und Autor zahlreicher Bücher, verzichtete wohl nicht ohne Grund auf den Lebenslauf des Nordhäuser / Sondershäuser Künstlers, denn der dürfte den zahlreich erschienenen Anwesenden ganz sicher bekannt sein.
Dafür schlug er einen großen Bogen von vergangenen und aktuellen politischen Ereignissen, die er äußerst kritisch analysierte, zur gegenwärtigen Kunstszene. Um schließlich auf den reichen Schaffensprozess Mackensens zu sprechen zu kommen. Er erinnerte an das Zurückdrängen des Kunstbetriebes im Osten Anfang der 1990er Jahre, also unmittelbar nach der Wende. Das traf auch Gerd Mackensen. Einen letzten Kunstpreis habe er 1992 erhalten. Das war`s dann auch schon.
Dafür fand der Laudator an diesem Abend Worte des Jubels, den er anstimmen wolle für den Thüringer Malerfürsten. Mackensen habe alle grafischen und malerischen Techniken wie kein zweiter Maler in Thüringen beherrscht. Und rief aus: Diese Vitalität, diese Farbenpracht, die Realität geworden ist! Das kann nur ein Mensch! Und spielte mit diesen Worten auf die gegenwärtige vor allen in den Medien hochgespielte Künstliche Intelligenz (KI) an.
An anderer Stelle hob Dwars die Vielfältigkeit des Verstorbenen hervor. Er habe sowohl Gegenständliches wie auch Porträts und Landschaften gemacht und Gegenständliches in reine Farbkonstruktionen aufgelöst. Zudem machte der Lobredner deutlich, dass Kunst ein geistiges Lebensmittel sei. Sein Appell am Ende seiner Ausführungen an die Fangemeinde Haben Sie großes Vergnügen und Lust an den Bildern und nehmen Sie auch ein paar mit, dürfte nicht ungehört verhallen.
Den Part der musikalischen Untermalung bei der Vernissage meisterten abermals mit Bravour Liviu und Radu Stanciu (beide Violine) vom Loh-Orchester Sondershausen. Zu sehen sind die Werke Mackensens bis zum 14. Februar 2025 in der Galerie der Kreissparkasse am Nordhäuser Kornmarkt während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr. Am Heiligabend, an den beiden Weihnachtsfeiertagen, zu Silvester und am Neujahrstag ist die Ausstellung geschlossen.
Hans-Georg Backhaus
Autor: redAm 20. August des vergangenen Jahres verstarb Gerd Mackensen völlig unerwartet an den Folgen eines Herzinfarkts. Nach dem Kunsthaus Meyenburg folgt nun die Galerie der Kreissparkasse und würdigt mit einer imposanten Bilderschau das Wirken des Künstlers...
Viele Kunstinteressierte aus dem Südharzer Raum und darüber hinaus werden sich gewiss noch an seine Ausstellungen Hintereinanderweg (2009) sowie JETZT UND HIER (2019) in der KSK-Galerie erinnern. Darauf verwies eingangs der Vernissage auch das Mitglied des Sparkassen-Vorstandes, Jan Oberbüchler; in seinen Begrüßungsworten. Und vergaß nicht zu erwähnen, dass die Sparkasse im Laufe der Zeit über 40 Kunstwerke von Mackensen erworben hat.
Das war`s. Applaus, Applaus! - so betitelt sich nach dem Kunsthaus Meyenburg nun auch im Geldhaus am Nordhäuser Kornmarkt die aktuelle Schau. Laudator Jens-Fietje Dwars, Filmemacher und Autor zahlreicher Bücher, verzichtete wohl nicht ohne Grund auf den Lebenslauf des Nordhäuser / Sondershäuser Künstlers, denn der dürfte den zahlreich erschienenen Anwesenden ganz sicher bekannt sein.
Dafür schlug er einen großen Bogen von vergangenen und aktuellen politischen Ereignissen, die er äußerst kritisch analysierte, zur gegenwärtigen Kunstszene. Um schließlich auf den reichen Schaffensprozess Mackensens zu sprechen zu kommen. Er erinnerte an das Zurückdrängen des Kunstbetriebes im Osten Anfang der 1990er Jahre, also unmittelbar nach der Wende. Das traf auch Gerd Mackensen. Einen letzten Kunstpreis habe er 1992 erhalten. Das war`s dann auch schon.
Dafür fand der Laudator an diesem Abend Worte des Jubels, den er anstimmen wolle für den Thüringer Malerfürsten. Mackensen habe alle grafischen und malerischen Techniken wie kein zweiter Maler in Thüringen beherrscht. Und rief aus: Diese Vitalität, diese Farbenpracht, die Realität geworden ist! Das kann nur ein Mensch! Und spielte mit diesen Worten auf die gegenwärtige vor allen in den Medien hochgespielte Künstliche Intelligenz (KI) an.
An anderer Stelle hob Dwars die Vielfältigkeit des Verstorbenen hervor. Er habe sowohl Gegenständliches wie auch Porträts und Landschaften gemacht und Gegenständliches in reine Farbkonstruktionen aufgelöst. Zudem machte der Lobredner deutlich, dass Kunst ein geistiges Lebensmittel sei. Sein Appell am Ende seiner Ausführungen an die Fangemeinde Haben Sie großes Vergnügen und Lust an den Bildern und nehmen Sie auch ein paar mit, dürfte nicht ungehört verhallen.
Den Part der musikalischen Untermalung bei der Vernissage meisterten abermals mit Bravour Liviu und Radu Stanciu (beide Violine) vom Loh-Orchester Sondershausen. Zu sehen sind die Werke Mackensens bis zum 14. Februar 2025 in der Galerie der Kreissparkasse am Nordhäuser Kornmarkt während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr. Am Heiligabend, an den beiden Weihnachtsfeiertagen, zu Silvester und am Neujahrstag ist die Ausstellung geschlossen.
Hans-Georg Backhaus
















