Sa, 16:24 Uhr
19.04.2025
Schwacher Auftritt im Nachholspiel
Wacker unterliegt auch den Langensalzaer Preußen
FSV Preußen Bad Langensalza - FSV Wacker 90 Nordhausen 2:1 (1:0)
Im Nachholspiel des 10. Spieltags - im Herbst war die Partie ausgefallen wegen einer Regenwurmplage auf Bad Langensalzas heiligem Rasen im Stadion der Freundschaft - trafen heute zwei Teams aufeinander, die in den letzten Wochen nicht vom Spielglück verfolgt wurden …
Die Preußen in weiß jubeln nach dem Führungstreffer, die blau gekleideten Nordhäuser lassen die Köpfe hängen. (Foto: oas)
Die Hausherrn legten los wie die Feuerwehr und hatten bereits in der 4. Minute durch Fernschild nach schöner Kombination über rechts die erste Großchance. Glück für Wacker, dass der Mittelfeldmann an Grögers Tor vorbei köpfte. Ebenso gefährlich der Vorstoß von Möchgesang in der 11. Minute, aber auch er scheiterte an seinen Nerven. Danach verzog Linz mit links nach einer Unsicherheit in der Wacker-Abwehr und Noak jagte den Ball in der 18. Minute in guter Schussposition über den Kasten.
Nach zwanzig Minuten beruhigte sich der Gastgeber etwas und das erste Wacker-Schüsschen gab Julius Schmidt mit einem Freistoß nach 22 Minuten ab - allerdings verfehlte er das Kurstädter Tor.
Die Preußen blieben die dominante Mannschaft mit gefälligem Spielaufbau und überlegten Pässen. Einer davon erreichte den allein auf Gröger zustürmenden Darius Linz, der sich in der 40. Minute nicht noch einmal bitten ließ und das bis dahin hochverdiente 1:0 für die Gastgeber erzielte.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: die Preußen hatten Spaß am Fußballspielen, die Nordhäuser schauten dabei zu. Per Direktabnahme im Strafraum, aber ohne den nötigen Druck hinterm Ball, war Linz auf dem Weg zum 2:0 in der 53. Minute. Als 58 Minuten gespielt waren, hatte Wacker kaum einen verheißungsvollen Vorstoß hinbekommen, geschweige denn ein Tor geschossen, aber schon vier gelbe Karten kassiert. Und der Frust stieg weiter. Wieder ein Durcheinander im Wacker-Strafraum, keiner fühlt sich richtig zuständig und schließlich landet der Ball bei Langensalzas Spielmacher Luis Miguel Schack, der humorlos den herausgelaufenen und deshalb machtlosen Gröger überlupft - 0:2 aus Wacker-Sicht.
Auch im Anschluss kaum ein Aufbäumen der Blau-Weißen, die lediglich in den letzten zehn Minuten, als die Preußen schon im Verwaltungsmodus waren, so etwas wie Spielkontrolle ausstrahlten. Immerhin kam Wacker dann durch ein klares Abseitstor von Felix Schwerdt noch in der Nachspielzeit zum Anschlusstreffer. Mehr war nicht drin und aufgrund des Spielverlaufs auch nicht verdient.
Mit dem Sieg heute kämpfen sich die Preußen weiter aus dem Abstiegskampf heraus, Wacker bleibt weiter blass und ohne Reaktion auf die letzten Debakel. Warum Lennart Liese und Hagen Pietsch gar nicht im Kader standen, ist Gegenstand von Spekulationen. So ein blutleerer Aufritt wie heute Nachmittag ist aber in jedem Fall höchst ungeeignet, den Ansprüchen des Vereins nur halbwegs gerecht zu werden. Die aktive Fanszene hatte es wohl geahnt, denn sie feuerte lieber im heimischen Stadion die zweite Mannschaft im Pokalspiel gegen die FSG Salza an. Das sagt genau so viel über den Zustand des Thüringen-Ligisten aus wie der einsame und schnelle Abgang des Trainers heute nach dem Spiel.
Quo vadis Wacker?
Olaf Schulze
Tore: 1:0 Linz (40.), 2:0 Schack (59.), 2:1 Schwerdt (90.+ 2)
FSV Preußen: Gath - Dolzer, Pawlak, Meißner, Fernschild, Schack (86. Engel), Gulov (73. Reinhold), Noak, Linz (90. Schuhmacher), Harnisch, Mönchgesang
FSV Wacker 90: Gröger - Meinert (46. Schneider), Kohl, Vopel, Schmidt, St. Louis, Ostmann (52. Gorges), Riemekasten (65. Eichel), Strube (46. Taranenko), Schwerdt, Großer
Autor: oschIm Nachholspiel des 10. Spieltags - im Herbst war die Partie ausgefallen wegen einer Regenwurmplage auf Bad Langensalzas heiligem Rasen im Stadion der Freundschaft - trafen heute zwei Teams aufeinander, die in den letzten Wochen nicht vom Spielglück verfolgt wurden …
Die Preußen in weiß jubeln nach dem Führungstreffer, die blau gekleideten Nordhäuser lassen die Köpfe hängen. (Foto: oas)
Die Hausherrn legten los wie die Feuerwehr und hatten bereits in der 4. Minute durch Fernschild nach schöner Kombination über rechts die erste Großchance. Glück für Wacker, dass der Mittelfeldmann an Grögers Tor vorbei köpfte. Ebenso gefährlich der Vorstoß von Möchgesang in der 11. Minute, aber auch er scheiterte an seinen Nerven. Danach verzog Linz mit links nach einer Unsicherheit in der Wacker-Abwehr und Noak jagte den Ball in der 18. Minute in guter Schussposition über den Kasten.
Nach zwanzig Minuten beruhigte sich der Gastgeber etwas und das erste Wacker-Schüsschen gab Julius Schmidt mit einem Freistoß nach 22 Minuten ab - allerdings verfehlte er das Kurstädter Tor.
Die Preußen blieben die dominante Mannschaft mit gefälligem Spielaufbau und überlegten Pässen. Einer davon erreichte den allein auf Gröger zustürmenden Darius Linz, der sich in der 40. Minute nicht noch einmal bitten ließ und das bis dahin hochverdiente 1:0 für die Gastgeber erzielte.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: die Preußen hatten Spaß am Fußballspielen, die Nordhäuser schauten dabei zu. Per Direktabnahme im Strafraum, aber ohne den nötigen Druck hinterm Ball, war Linz auf dem Weg zum 2:0 in der 53. Minute. Als 58 Minuten gespielt waren, hatte Wacker kaum einen verheißungsvollen Vorstoß hinbekommen, geschweige denn ein Tor geschossen, aber schon vier gelbe Karten kassiert. Und der Frust stieg weiter. Wieder ein Durcheinander im Wacker-Strafraum, keiner fühlt sich richtig zuständig und schließlich landet der Ball bei Langensalzas Spielmacher Luis Miguel Schack, der humorlos den herausgelaufenen und deshalb machtlosen Gröger überlupft - 0:2 aus Wacker-Sicht.
Auch im Anschluss kaum ein Aufbäumen der Blau-Weißen, die lediglich in den letzten zehn Minuten, als die Preußen schon im Verwaltungsmodus waren, so etwas wie Spielkontrolle ausstrahlten. Immerhin kam Wacker dann durch ein klares Abseitstor von Felix Schwerdt noch in der Nachspielzeit zum Anschlusstreffer. Mehr war nicht drin und aufgrund des Spielverlaufs auch nicht verdient.
Mit dem Sieg heute kämpfen sich die Preußen weiter aus dem Abstiegskampf heraus, Wacker bleibt weiter blass und ohne Reaktion auf die letzten Debakel. Warum Lennart Liese und Hagen Pietsch gar nicht im Kader standen, ist Gegenstand von Spekulationen. So ein blutleerer Aufritt wie heute Nachmittag ist aber in jedem Fall höchst ungeeignet, den Ansprüchen des Vereins nur halbwegs gerecht zu werden. Die aktive Fanszene hatte es wohl geahnt, denn sie feuerte lieber im heimischen Stadion die zweite Mannschaft im Pokalspiel gegen die FSG Salza an. Das sagt genau so viel über den Zustand des Thüringen-Ligisten aus wie der einsame und schnelle Abgang des Trainers heute nach dem Spiel.
Quo vadis Wacker?
Olaf Schulze
Tore: 1:0 Linz (40.), 2:0 Schack (59.), 2:1 Schwerdt (90.+ 2)
FSV Preußen: Gath - Dolzer, Pawlak, Meißner, Fernschild, Schack (86. Engel), Gulov (73. Reinhold), Noak, Linz (90. Schuhmacher), Harnisch, Mönchgesang
FSV Wacker 90: Gröger - Meinert (46. Schneider), Kohl, Vopel, Schmidt, St. Louis, Ostmann (52. Gorges), Riemekasten (65. Eichel), Strube (46. Taranenko), Schwerdt, Großer


