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Mi, 12:43 Uhr
23.04.2025
Barocker Glanz in Neustädter Kirche:

G. Ph.Telemann und Charme aus Frankreich

Schon in seiner Jugend fühlte sich G. Ph. Telemann zur französischen Musik hingezogen. In Hannover lernte er Werke dieses Landes kennen. In Leipzig (1701-04) hatte er Kontakt zu Musikern der Dresdner Hofkapelle, von denen einige aus Frankreich stammten...



Später, zu seiner Sorauer Anstellung (ab 1705) als Kapellmeister konnte er französische Musikalien studieren. Darunter befanden sich Werke von Jean-Baptiste Lully und André Campra. Telemann komponierte unter ihrem Eindruck eine große Anzahl von Ouvertürensuiten. 1708-12 richtete er die Eisenacher Kapelle nach französischem Vorbild ein. Wiederum in Frankfurt/ Main komponierte er einen ganzen Jahrgang von französischen Kirchenkantaten. Auch seine Konzerte sind in Form und Stil oft so beeinflusst.

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Dem Hamburger Musikschriftsteller Johann Mattheson gestand er 1717, er sei ein"grand Partisan de la Musique Françoise" ("ein grosser Liebhaber der Frantzösischen Music"). Die Reihe der Anhaltspunkte für Telemanns Interesse an französischer Musik, für seine Affinität zum französischen Stil ließe sich mühelos fortsetzen.

Im 2. Teil des Konzertes zum 150. Geburtstages der Ladegast-Orgel der Neustädter Kirche St. Georg, am Samstag, dem 24. Mai um 19 Uhr erklingen dann elegante Werke der Romantik und des Impressionismus Frankreichs - von Fauré bis über Dupont zum imposanten Grande Sortie von Léfebure-Wely. Das Duo Vimaris aus Weimar musiziert: Mirjam Meinhold (Sopran und Flöte), Wieland Meinhold, Orgel.

Davor, bereits um 18.15 Uhr, wird es anhand einer Orgelführung "Klangmajestät- Besuch bei der Königin" auf der Empore für Orgelfans spannend: Für alle Interessierten erläutert Dr. W. Meinhold die "Königin der Instrumente" hautnah. Direkt neben dem Spieltisch der Jubiläums-Orgel hat man Gelegenheit, technische Raffinessen zu erfahren. Immer wieder fesseln diese unterhaltsamen Orgelführungen die Besucher.
Autor: red

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