Sa, 10:10 Uhr
14.06.2025
Zugehört
Jazz nach Fibonacci
Vielleicht hat das der eine oder anderen schon mal gehört. Es gibt eine mathematische Folge nach dem italienischen Rechenmeister Leonardo Fibonacci. Soweit, so gut. In der Nordhäuser Jazzmangel spielte diese Folge eine wichtige Rolle. Und das im wahrsten Sinne des Wortes...
Zur Einleitung in den musikalischen Part eine kurze mathematische Erklärung: Die Fibonacci-Folge ist die unendliche Folge natürlicher Zahlen, die mit zweimal der Zahl 1 beginnt und bei der jede weitere Zahl die Summe der beiden ihr vorangehenden Zahlen ist.
Alles verstanden? Kein Problem zumindest für jene Gäste, die am Freitagabend in der Jazzmangel dem Konzert von "Stone Flower" lauschten. Der Autor dieser Zeilen gibt zu: das war diesmal keine leichte Kost. Liegt vielleicht es auch daran, weil ich nie ein Freund von Logarithmen, Integral- oder Differentialrechnung war.
Michael Heupel an seiner Bassquerflöte (Foto: nnz)
Die Besetzung des neuen Quartetts Stone Flowers von Benjamin Schaefer an den Tasten vereint drei Generationen von Ausnahmekönnern an ihren jeweiligen Instrumenten. Und genau dieser Punkt war es gestern, der inspirierte. Es war mal mehr, mal weniger faszinierend, was die Herren ihren Instrumenten da entlockten. Wie sie einzeln verliebt zu sein schienen und doch immer wieder zueinander fanden.
Egal ob Michael Heupel mit seinen Querflöten, Jan Schreiner mit Tuba und Basstuba oder Schaefer an den Tasten seines Fender-Rhodes. Bleibt noch Christian Thomé an seinem Schlagzeug übrig. Der Mann verschmolz so mit seinem Instrument wie ich es bis dato nur bei John Bonham (Led Zeppelin), Ginger Baker (Cream) oder Keith Moon (The Who) gesehen hatte.
Dem Jazzclub war kurz vor dem Ende des diesjährigen Jazzfrühlings eine konzertante Rarität gelungen. Nicht jedermanns Geschmack, ausgefallene Musik und immer perfekte "Hand- und Mundwerker". Jazz eben...
Nur eines bekomme ich nicht so richtig "gebacken": Wie kann es funktionieren, dass Jazzmusik klimaneutral sein soll. So jedenfalls hat es sich Bandleader Schaefer vorgenommen.
Peter-Stefan Greiner
Zum Ende des Jazzfrühlings gibt es am 20. Juni noch ein Konzert mit Manfred Maurenbrecher, George Nussbaumer und Richard Wester.
Autor: psgZur Einleitung in den musikalischen Part eine kurze mathematische Erklärung: Die Fibonacci-Folge ist die unendliche Folge natürlicher Zahlen, die mit zweimal der Zahl 1 beginnt und bei der jede weitere Zahl die Summe der beiden ihr vorangehenden Zahlen ist.
Alles verstanden? Kein Problem zumindest für jene Gäste, die am Freitagabend in der Jazzmangel dem Konzert von "Stone Flower" lauschten. Der Autor dieser Zeilen gibt zu: das war diesmal keine leichte Kost. Liegt vielleicht es auch daran, weil ich nie ein Freund von Logarithmen, Integral- oder Differentialrechnung war.
Michael Heupel an seiner Bassquerflöte (Foto: nnz)
Die Besetzung des neuen Quartetts Stone Flowers von Benjamin Schaefer an den Tasten vereint drei Generationen von Ausnahmekönnern an ihren jeweiligen Instrumenten. Und genau dieser Punkt war es gestern, der inspirierte. Es war mal mehr, mal weniger faszinierend, was die Herren ihren Instrumenten da entlockten. Wie sie einzeln verliebt zu sein schienen und doch immer wieder zueinander fanden.Egal ob Michael Heupel mit seinen Querflöten, Jan Schreiner mit Tuba und Basstuba oder Schaefer an den Tasten seines Fender-Rhodes. Bleibt noch Christian Thomé an seinem Schlagzeug übrig. Der Mann verschmolz so mit seinem Instrument wie ich es bis dato nur bei John Bonham (Led Zeppelin), Ginger Baker (Cream) oder Keith Moon (The Who) gesehen hatte.
Dem Jazzclub war kurz vor dem Ende des diesjährigen Jazzfrühlings eine konzertante Rarität gelungen. Nicht jedermanns Geschmack, ausgefallene Musik und immer perfekte "Hand- und Mundwerker". Jazz eben...
Nur eines bekomme ich nicht so richtig "gebacken": Wie kann es funktionieren, dass Jazzmusik klimaneutral sein soll. So jedenfalls hat es sich Bandleader Schaefer vorgenommen.
Peter-Stefan Greiner
Zum Ende des Jazzfrühlings gibt es am 20. Juni noch ein Konzert mit Manfred Maurenbrecher, George Nussbaumer und Richard Wester.





