So, 17:45 Uhr
24.08.2025
35 Jahre Kreisjugendring
Gemeinsam für die Jugend
Vor 35 Jahren wurde der Kreisjugendring aus der Taufe gehoben und sollte neben einer Interessenvertretung für Vereine und Verbände auch ein Sprachrohr für Kinder und Jugendliche der Region werden. Gestern wurde im Clubhaus gemeinsam mit vielen Gästen und Wegbegleitern Geburtstag gefeiert…
Aller Anfang war schwer, erinnert sich Winfried Berger. Der Mitbegründer des KJR, des Nordhäuser Kreisjugendrings, saß gestern zusammen mit alten und neuen Wegbereitern auf der Bühne des Clubhauses und schwelgte in Erinnerung. Auch damals, anno 1990, kam man in großer Runde, allerdings noch nicht in der trauten Gemeinsamkeit, die man gestern pflegte. Wir hatten zum Teil sehr unterschiedliche Orientierungen, da war zum Beispiel auch Gruppen wie die AG Junge Genossen dabei, bei denen es mir schwer fiel, am Tisch sitzen zu bleiben. Aber wir sind geblieben und das kritische Miteinander, das hat sich erhalten, reminiszierte Berger.
Ein Vorbild fand man bei den Städtefreunden aus Bochum, doch anders als der dortige Jugendring wollte man mehr sein, als eine reine Interessenvertretung. Mit Einrichtungen wie der Kinder- und Jugendclub in Nordhausen Ost oder auch dem Clubhaus stieg der Kreisjugendring direkt in die Jugendarbeit ein. Viel hat sich seitdem getan, an der Spitze gab es mehrere Wechsel und mit dem plötzlichen Tod von Jennifer Pohl im Jahr 2019 auch einen tragischen Verlust. Die Corona-Pandemie brachte ihre eigenen Herausforderungen mit, die schwindende Zahl junger Menschen und auch der Club-Besucher stellt die Verantwortlichen heute vor neue Aufgaben.
Alleine steht man damit nicht, viele der regelmäßigen Partner und Unterstützer - vom Jugendamt und Stadtverwaltung bis zu den anderen Trägern der Kinder- und Jugendarbeit und Kulturschaffenden waren zum Geburtstag geladen. Wie in jeder Beziehung gebe es auch einmal stürmische Zeiten, am Ende könne man sich aber doch immer sagen, wo der Schuh drückt und stehe beieinander, sagte etwa Sabine Reich, einst selbst KJR-Chefin und heute Verantwortliche im Bereich Jugendpflege des Landratsamtes. Das die Vereine und Träger sehr viel besser die Interessen der jüngeren Generationen vertreten können, habe sich über die Jahre gezeigt. Kai Liebig und Andreas Meyer erinnerten sich an die wilden Anfangszeiten, etwa an die D-Mark Party im Gehege, aber auch an die Schwierigkeiten, die das liebe Geld mit sich brachte und bringt.
Für die Zukunft des KJR wünschte sich die Runde kreative Ideen um den Herausforderungen dieser Tage zu begegnen, immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Gedanken der Jugend, weiterhin gute Zusammenarbeit mit der kommunalen Familie aber auch genug finanzielle Luft zum atmen um frei arbeiten zu können. Der Erfolg der vergangenen 35 Jahre habe vor allem mit Menschen zu tun gehabt, sagt schließlich der amtierende Vorsitzende des KJR, Andreas Meyer. Menschen, die gemeinsam für die Interessen und Anliegen der Jugend gekämpft haben und das werde man auch weiterhin tun.
Für die Musik und den Start des gemütlichen Teils des Abends sorgte die Band Zutritt. Das Trio mit Michael Pendzialek, Jana Freimann und Steffen Zickenrott ist ein neues Projekt der Band Bartlos. Außerdem waren Jens Schilling und Tocher auf der Bühne zu Gast. In Anbetracht der eher frischen Sommertemperaturen wurde aber nicht wie geplant auf dem Hof aufgespielt, sondern drinnen.
Für kommendes Wochenende hofft man auf besseres Wetter, denn am Samstag wird ab 15 Uhr zum Kinderfest und den zweiten Teil der Feierlichkeiten in die Promenade geladen.
Angelo Glashagel
Autor: redAller Anfang war schwer, erinnert sich Winfried Berger. Der Mitbegründer des KJR, des Nordhäuser Kreisjugendrings, saß gestern zusammen mit alten und neuen Wegbereitern auf der Bühne des Clubhauses und schwelgte in Erinnerung. Auch damals, anno 1990, kam man in großer Runde, allerdings noch nicht in der trauten Gemeinsamkeit, die man gestern pflegte. Wir hatten zum Teil sehr unterschiedliche Orientierungen, da war zum Beispiel auch Gruppen wie die AG Junge Genossen dabei, bei denen es mir schwer fiel, am Tisch sitzen zu bleiben. Aber wir sind geblieben und das kritische Miteinander, das hat sich erhalten, reminiszierte Berger.
Ein Vorbild fand man bei den Städtefreunden aus Bochum, doch anders als der dortige Jugendring wollte man mehr sein, als eine reine Interessenvertretung. Mit Einrichtungen wie der Kinder- und Jugendclub in Nordhausen Ost oder auch dem Clubhaus stieg der Kreisjugendring direkt in die Jugendarbeit ein. Viel hat sich seitdem getan, an der Spitze gab es mehrere Wechsel und mit dem plötzlichen Tod von Jennifer Pohl im Jahr 2019 auch einen tragischen Verlust. Die Corona-Pandemie brachte ihre eigenen Herausforderungen mit, die schwindende Zahl junger Menschen und auch der Club-Besucher stellt die Verantwortlichen heute vor neue Aufgaben.
Alleine steht man damit nicht, viele der regelmäßigen Partner und Unterstützer - vom Jugendamt und Stadtverwaltung bis zu den anderen Trägern der Kinder- und Jugendarbeit und Kulturschaffenden waren zum Geburtstag geladen. Wie in jeder Beziehung gebe es auch einmal stürmische Zeiten, am Ende könne man sich aber doch immer sagen, wo der Schuh drückt und stehe beieinander, sagte etwa Sabine Reich, einst selbst KJR-Chefin und heute Verantwortliche im Bereich Jugendpflege des Landratsamtes. Das die Vereine und Träger sehr viel besser die Interessen der jüngeren Generationen vertreten können, habe sich über die Jahre gezeigt. Kai Liebig und Andreas Meyer erinnerten sich an die wilden Anfangszeiten, etwa an die D-Mark Party im Gehege, aber auch an die Schwierigkeiten, die das liebe Geld mit sich brachte und bringt.
Für die Zukunft des KJR wünschte sich die Runde kreative Ideen um den Herausforderungen dieser Tage zu begegnen, immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Gedanken der Jugend, weiterhin gute Zusammenarbeit mit der kommunalen Familie aber auch genug finanzielle Luft zum atmen um frei arbeiten zu können. Der Erfolg der vergangenen 35 Jahre habe vor allem mit Menschen zu tun gehabt, sagt schließlich der amtierende Vorsitzende des KJR, Andreas Meyer. Menschen, die gemeinsam für die Interessen und Anliegen der Jugend gekämpft haben und das werde man auch weiterhin tun.
Für die Musik und den Start des gemütlichen Teils des Abends sorgte die Band Zutritt. Das Trio mit Michael Pendzialek, Jana Freimann und Steffen Zickenrott ist ein neues Projekt der Band Bartlos. Außerdem waren Jens Schilling und Tocher auf der Bühne zu Gast. In Anbetracht der eher frischen Sommertemperaturen wurde aber nicht wie geplant auf dem Hof aufgespielt, sondern drinnen.
Für kommendes Wochenende hofft man auf besseres Wetter, denn am Samstag wird ab 15 Uhr zum Kinderfest und den zweiten Teil der Feierlichkeiten in die Promenade geladen.
Angelo Glashagel

















