eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 19:02 Uhr
28.08.2025
Verleihung der Thüringer Ehrenamtscard

Ohne Dich geht es nicht

Seit 2018 verleiht der Landkreis jedes Jahr die „Ehrenamtscard“ der Thüringer Ehrenamtsstiftung an verdiente Personen der Region. Heute kam man dafür in der neu gestalteten Wiedigsburg-Klause zusammen, elf Menschen aus dem weiten Feld des ehrenamtlichen Engagements hatte man ausgewählt, darunter bekannte Gesichter wie auch fleißige Kräfte die sonst im Hintergrund wirken…

Verleihung der Ehrenamtscard für verdiente Nordhäuser in der Klause der Wiedigsburg (Foto: ykh) Verleihung der Ehrenamtscard für verdiente Nordhäuser in der Klause der Wiedigsburg (Foto: ykh)

Rund 40 Gäste wurden am Nachmittag in der neu sanierten Wiedigsburg-Klause durch Landrat Matthias Jendricke begrüßt. Auf der Tagesordnung stand nur ein Punkt: diejenigen auszeichnen, die sich Tag um Tag und Jahr um Jahr für andere einsetzen, sei es bei der Feuerwehr oder im Katastrophenschutz, im Sport, als Gedächtnis von Gemeinden und Vereinen, als Kulturschaffende auf der Bühne oder als stille Kraft im Hintergrund.

Anzeige symplr (1)
„Uns ist daran gelegen, dass man nicht nur die in den Blick nimmt, die man durch persönlichen Kontakt kennen lernt oder aus der Öffentlichkeit kennt. Wir wollen den Kreis breit ziehen und Fragen dafür bei Bürgermeistern oder auch Kreistag nach, um passende Kandidaten zu finden.“, führte der Landrat ein. So kommen in der Regel mehr Vorschläge zusammen, als man auszeichnen kann, elf Ehrungen konnte man heute also ohne Schwierigkeiten durchführen. „Wir wären um vieles ärmer, wenn es nicht die Menschen gäbe, die sich engagieren. Die Leute, die immer mit anpacken, die immer unterstützen. Dieses Engagement hält die Gesellschaft zusammen und gibt den Menschen mehr Halt, als es eine Hülle aus Gesetzen kann“, so Jendricke.

Der Kitt der Gesellschaft besteht aus engagierten Menschen, elf von ihnen wurden heute mit der Ehrenamtscard ausgezeichnet (Foto: ykh) Der Kitt der Gesellschaft besteht aus engagierten Menschen, elf von ihnen wurden heute mit der Ehrenamtscard ausgezeichnet (Foto: ykh) Neben Laudatio und einem echten Nordhäuser Präsentkorb wurde den Ausgezeichneten auch die „Thüringer Ehrenamtscard“ übergeben. Die Karte gilt jeweils für zwei Jahre, die Inhaber erhalten damit Vergünstigungen in verschiedenen Einrichtungen wie etwa Museen und Freizeiteinrichtungen und das nicht nur im Landkreis, sondern in ganz Thüringen.

In Zeiten, in denen es an Nachwuchs mangelt und es immer schwieriger werde Menschen zu finden, die sich einbringen wollen und können sei es umso wichtiger, dass Engagement gegenüber der Öffentlichkeit wie auch im Alltag zu würdigen und klarzustellen: „Ohne Dich geht es nicht“.

Die Ausgezeichneten

Thomas Schimunek
SV Glückauf Bleicherode

Immer mit am Ball: Thomas Schimunek (Foto: ykh) Immer mit am Ball: Thomas Schimunek (Foto: ykh)

Thomas Schimunek ist schon seit Jahrzehnten ein leidenschaftlicher Fußballspieler und engagiert sich seit 28 Jahren im Sportverein Glück auf Bleicherode. Als gebürtiger Nordhäuser tritt er dafür regelmäßig zum Training, Fußballspielen und anderen Veranstaltungen den Weg nach Bleicherode an. Nach seiner langen aktiven Zeit in den Herrenmannschaften ist Thomas Schimunek engagierter Trainer im Jugendbereich. Aktuell trainiert er zusammen mit Jens Funke die B-Junioren des SV Glückauf Bleicherode. Neben seiner Trainertätigkeit spielt er selbst bei den Alten Herren und führt diese als Mannschaftskapitän. Er bleibt also auch noch selbst als Spieler am Ball und zählt - wie beispielsweise jüngst beim Ü35-Kreispokal - immer wieder zu den verlässlichen Torschützen seiner Mannschaft.

Edda Freybote
DRK Kreisverband Nordhausen

Für Erste Hilfe genau die Richtige: Edda Freybote (Foto: ykh) Für Erste Hilfe genau die Richtige: Edda Freybote (Foto: ykh)

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich Edda Freybote im Sanitätsdienst des DRK sowie im Jugendrotkreuz und ist Gruppenführerin im Katastrophenschutz im Ortsvorstand Wolkramshausen. Besonders aktiv ist sie in der Nachwuchsarbeit. Sie begleitet die Vorschulkinder aus dem Kindergarten Märchenland in Wolkramshausen und die Erst- bis Viertklässler der Grundschule Nohra – gibt hier beispielsweise Tipps in Erste Hilfe und unterstützt Brandschutzübungen der Kinder. Außerdem hilft sie mit bei Blutspende-Aktionen oder Wettbewerben der DRK-Jugend. Wenn das DRK auf Veranstaltungen präsent ist, dann ist Edda Freybote mit dabei – wie beispielsweise jetzt im Sommer beim Parknick in Nordhausen, wo sie den Kindern täuschend echte Wunden schminkte – eine Spezialität der Wolkramshäuserin. Oft mimt sie selbst die Verletzte und ist als Notfalldarstellerin bei Großübungen im Einsatz. Außerdem engagiert sich Edda Freybote als Herzensretterin: Im Projekt Herzensretter Thüringen geht es darum, Schüler dazu zu befähigen, bei einem Herz-Kreislaufstillstand schnell eingreifen zu können und Erste Hilfe zu leisten - und auch dabei ist Edda Freybote ehrenamtlich engagiert.

Frank Reinhardt
Karneval- und Sportverein Lipprechterode

Sportlich, ein Tänzer und ein Jeck: Frank Reinhardt (Foto: ykh) Sportlich, ein Tänzer und ein Jeck: Frank Reinhardt (Foto: ykh)

Frank Reinhardt gehörte schon in jungen Jahren dem Sportverein Lipprechterode an und ist bis zum heutigen Tag diesem Verein eng verbunden. Von der Kindheit an bis hin zu den alten Herren hat er immer aktiv Fußball gespielt. Es folgten einige Jahre als Trainer und Betreuer bei den Blau Weißen. Sehr aktiv war und ist er auch bei den Arbeitseinsätzen.

Doch nicht nur dem Sport ist Frank Reinhardt verbunden. Seit drei Jahrzehnten engagiert er sich auch im LCC, dem Lipprechteröder Carneval Club. Dort tanzte er 20 Jahre lang im gemischten Ballett, Prinz war er im Jahr 2012. Unzählige Stunden packte Frank Reinhardt immer wieder mit an, sei es beim Schmücken des Saals, beim Ausschank, Wagenbau, Reinigungsarbeiten in den Vereinsräumen und und und. In der Session 2025 war er besonders aktiv beim Bau und Gestalten des neuen Umzugswagens. Jede Woche ein- bis zweimal war er dabei, um hier zu helfen. Frank Reinhardt ist einer der beständigsten Helfer in den Vereinen. Er gehört nach wie vor zu den Lipprechterödern, auch wenn er 2 km weiter im Nachbarort wohnt. Und auch dort ist er immer dabei, wenn er gerufen wird. Seine Vereinskollegen sagen über ihn: „Frank ist einer, der nicht viel erzählt, sondern einfach anpackt. Er hat es verdient ausgezeichnet zu werden.“

Barbara Rauhe und Manfred Spangenberg
Altstadt-Originale

"Altstadt-Manne" und "Hannechen Vogelstange" heute einmal in zivil: Barbara Rauhe und Manfred Spangenberg (Foto: ykh) "Altstadt-Manne" und "Hannechen Vogelstange" heute einmal in zivil: Barbara Rauhe und Manfred Spangenberg (Foto: ykh)

Schon seit 25 Jahren schlüpft Barbara Rauhe in die Rolle der Hannichen Vogelstange, die einmal tatsächlich in Nordhausen gelebt haben soll. Damit ist sie eins der Altstadt-Originale und wohl eine der bekanntesten historischen Figuren in der Kulturszene der Stadt. Als Hannichen Vogelstange ist sie ein fester Bestandteil des Altstadtfestes und prägte die Veranstaltung über Jahrzehnte hinweg mit ihren historischen Kostümen, unverwechselbarem Lokalwitz und ihren musikalischen Beiträgen. Ihr 25jähriges Bühnenjubiläum feierte sie leider nicht beim Altstadtfest, dafür beim Wipperdorfer Carneval Club, der ihr ehrenamtliches Engagement würdigte.

Meist traf man Hannichen Vogelstange auch nicht alleine an, sondern mit ihrem Kollegen Altstadt-Manne alias Manfred Spangenberg. Der Nordhäuser ist quasi der Erfinder des Altstadtfestes, er organisierte 1995 das Fest zum ersten Mal. Als Altstadt-Manne gestaltete er dann über Jahrzehnte hinweg das Altstadtfest mit. Er trat als Sänger, Entertainer und scharfzüngiger Kommentator von Politik und Gesellschaft auf. Manfred Spangenberg nutzte Humor und lokale Dialektfärbung, um Inhalte pointiert zu präsentieren. Im Jahr 2023 verabschiedete sich Manfred Spangenberg nach vielen Jahren ehrenamtlichen Wirkens in den wohlverdienten Ruhestand - er wurde feierlich auf der Bühne geehrt und bleibt genauso wie Hannichen Vogelstange vielen Nordhäusern unvergessen.

Kevin Seifert
Fördervereine der Grundschule Görsbach und der Regelschule Heringen

In Urbach, Görsbach und Heringen stets zugegen: Kevin Seifert (Foto: ykh) In Urbach, Görsbach und Heringen stets zugegen: Kevin Seifert (Foto: ykh)

Kevin Seifert ist vielfältig ehrenamtlich engagiert - besonders aktiv ist der Urbacher im Bildungsbereich. Er ist Gründungsmitglied und Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule Görsbach und ist der Vorsitzende des Fördervereins der Regelschule Heringen. Beide Vereine unterstützen ihre Schulen in vielfältiger Weise - sei es bei Fahrten, Schulprojekten, Veranstaltungen und Festen und vielem mehr. Gerade bei den Schuljubiläen bringen sich die Fördervereine ein, so im letzten Jahr beim 40. Geburtstag der Grundschule Görsbach und auch das große Jubiläum der Heringer Schule im nächsten Jahr wird jetzt schon vorarbeitet. Kevin Seifert ist in der Regelschule Heringen zudem als Schulelternsprecher im Einsatz.

Auch in seinem Heimatort Urbach ist er ein sehr aktives Gemeindemitglied: Kevin Seifert engagiert sich politisch im Gemeinderat von Urbach, im Kleingartenverein sowie im Kleintierzuchtverein, der erst jüngst seinen 60. Geburtstag gefeiert hat. Außerdem ist Kevin Seifert ein aktives Mitglied in der Kirchengemeinde und wenn man ein wenig googelt, betreut er in seinen Vereinen offenbar auch oft die Öffentlichkeitsarbeit und macht so auf die ehrenamtliche Arbeit aufmerksam, denn man findet seinen Namen unter vielen Artikeln.

Anja Schlottke
Förderverein Ortsentwicklung Appenrode

Zielsicher engagiert: Anja Schlottke (Foto: ykh) Zielsicher engagiert: Anja Schlottke (Foto: ykh)

Anja Schlottke ist Mitglied im Schützenverein Appenrode und engagiert sich seit 2020 auch als Kassenwartin des Fördervereins Ortsentwicklung Appenrode Sie ist bei jedem Arbeitseinsatz in ihrer Heimatgemeinde dabei. So pflegt die Appenröderin zum Beispiel die vier vereinseigenen Hochbeete im Ort, säubert die beiden Bushaltestellen und reinigt die Liegenschaften, die durch die Vereine genutzt werden.

Bei großen Festen bringt sich Anja Schlottke immer aktiv in die Organisation mit ein - dabei ist sie meist federführend für das Kaffee- und Kuchenbuffet verantwortlich. So durfte Anja Schlottke auch beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nicht fehlen und hat u.a. die Jury bei ihrer Bereisung des Dorfes verköstigt. Anja Schlottke ist stets hoch motiviert und bereichert so das Ortsleben und die dörfliche Gemeinschaft.

Achim Fiebig
SV llfeld Abteilung Radball

Auf dem Rad am Ball: Achim Fiebig (Foto: ykh) Auf dem Rad am Ball: Achim Fiebig (Foto: ykh)

Achim Fiebig ist seit vielen Jahren im Ilfelder Sportverein aktiv und engagiert sich hier insbesondere für den Radball. Der Radball hat eine lange Tradition in Ilfeld und feierte im vergangenen Jahr schon sein 70jähriges Bestehen. Als Organisator und Repräsentant seines Vereins prägt er dessen Bild und das des Radsports in der Region. Der Ilfelder hält regen Kontakt zu anderen Vereinen, zur Gemeinde Harztor, insbesondere zu seinem Heimatort llfeld, zu den Sponsoren und Förderern des Sportvereins. Auch seine aktive ehrenamtliche Unterstützung beim Training, der Nachwuchsgewinnung und der Durchführung von Turnieren und des Spielbetriebes ist beispielhaft. Doch nicht nur im Sport ist Achim Fiebig engagiert - er ist auch aktiv in der Interessengemeinschaft des Ilfelder Heimatmuseums tätig. Dabei hat er beispielsweise die Geschichte von Goethe recherchiert, der 1777 auf seiner ersten Harzreise in Ilfeld übernachtet hat - Achim Fiebig setzte sich mit seinen Vereinskollegen dafür ein, dass eine Gedenktafel, die an Goethes Übernachtung im Gasthaus Zur Krone erinnert, restauriert werden konnte.

Regina und Günter Wurzler
Sportverein Sundhausen

50 Jahre im Dienst des Sports: Regina und Günter Wurzler (Foto: ykh) 50 Jahre im Dienst des Sports: Regina und Günter Wurzler (Foto: ykh)

Ihre Freizeit haben Regina und Günter Wurzler über fünf Jahrzehnte hinweg in den Dienst des Sports gestellt. Ab 1973 bis zu ihrem wohlverdienten sportlichen Ruhestand 2023 waren die beiden ununterbrochen in der Sportgemeinschaft aktiv. Als Übungsleiter waren sie insbesondere auf den Tischtennissport spezialisiert und haben tausenden Kindern diesen tollen Sport näher gebracht, aber auch in der Leichtathletik und im Handball waren sie in ihrer langen Laufbahn als Trainer aktiv. Und nicht zuletzt half Günter Wurzler auch dabei, den Scheunenhof-Triathlon ins Leben zu rufen.

Aber besonders viele Stunden standen sie mit ihren Schützlingen an den Tischtennisplatten: Seit 2001 veranstalteten Regina und Günter Wurzler jährlich Minimeisterschaften in der Stadt Nordhausen und auf Kreisebene. Als Übungsleiter konnten sie viele junge Talente in Bezirks- und Landesfinale bringen - bis hin zu Landessiegen und sogar bis ins Bundesfinale. Für ihre Verdienste für den Vereinssport im Landkreis Nordhausen hat der Landessportbund das Ehepaar mit der GutsMuths-Medaille in Gold geehrt.

Alexander Roßmell
Schiedsrichter im Kreisfußballausschuss Nordthüringen - Herr Roßmell musste sich entschuldigen und war heute nicht persönlich zugegen

Alexander Roßmell vom TSV Urbach ist seit mehr als 20 Jahren im Schiedsrichterwesen ehrenamtlich aktiv. Schon als Jugendlicher hat er sich für das Ehrenamt des Schiedsrichters interessiert. Der Nordhäuser Alexander Roßmell ist im Thüringer Fußball-Verband als Oberligaschiedsrichter eingestuft. Er hat sich Schritt für Schritt weiterqualifiziert und kletterte so Liga für Liga nach oben. Alexander Roßmell engagiert sich auch im heimischen Kreis-Fußball- und Kreis-Schiedsrichterausschuss als stellvertretender Vorsitzender und Hauptschiedsrichter-Ansetzer, aber auch in der Ausbildung.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)