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So, 07:00 Uhr
31.08.2025
Lass uns übers Wetter reden

Zwischen Gluthitze und Starkregen

Das Wetter eignet sich ja bekanntermaßen exzellent dazu, behäbige Konversation zu beleben. Wer es also ganz genau wissen will, dem können die Experten vom Deutschen Wetterdienst reichlich Gesprächsstoff an die Hand geben. Zum Beispiel über den Sommer, der sowohl Hitzewellen wie auch jede Menge Regen zu bieten hatte...

Wetterbild (Foto: nnz) Wetterbild (Foto: nnz)

Der Sommer 2025 war von zwei markanten Hitzewellen geprägt, die durch eine wechselhafte, teils relativ kühle und ausgesprochen nasse Juli-Phase unterbrochen wurden. Dadurch konnte die angelegte Trockenheit spürbar gemildert werden, während sich die Sonnenscheindauer deutlich über dem Klimamittel einordnete, so der Deutsche Wetterdienst.

Hitzespitzen Anfang Juli und Mitte August - dazwischen teils kühle Juliwochen
Die Sommerwitterung erreichte eine bundesweite Mitteltemperatur von 18,3 Grad Celsius (°C) und lag damit um 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961– 1990 (16,3 °C).

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Gegenüber der aktuellen Vergleichsperiode 1991–2020 (17,6 °C) ergab sich ein Temperaturplus von 0,7 Grad. Die größte Anomalie wurde im Juni ermittelt, der mit einer Abweichung von +3 Grad gegenüber dem Klimamittel von 15,4 °C der siebtwärmste seit 1881 war. Während einer markanten Hitzewelle gipfelten die Höchstwerte am 2.7. in der breiten Mitte bei über 38 °C.

Den bundesweiten Spitzenwert meldete Andernach am Mittelrhein in Rheinland-Pfalz mit 39,3 °C. Es folgten im Juli vergleichsweise kühle Phasen, bevor Mitte August der südwestliche Wärmestrom erneut an Fahrt aufnahm und eine weitere Hitzewelle mit Spitzen von bis zu 37 °C brachte. Kühle Nächte sorgten nicht nur in der ersten Junidekade, sondern auch in der letzten Augustdekade für einen Frische-Kick. Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge meldete am 24.8. mit 0,6 °C das sommerliche Minimum.

Sommer 2025: Trockenheit wurde vor allem durch den zu nassen Juli abgemildert
Im Sommer 2025 fielen bundesweit rund 227 Liter pro Quadratmeter (l/m2) und damit etwa 5 % weniger als im langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961–1990 (239 l/m2). Gegenüber der neueren Vergleichsperiode 1991–2020 (241 l/m2) ergab sich ein Defizit von rund 6 %. Dabei stand zwischen einem niederschlagsarmen Juni und einem abermals trockenen August der Juli als niederschlagsreicher und mit gewittrigen Starkregen durchsetzter Gegenpol.

Und während es im Verlauf des Sommers in der breiten Mitte mit teils unter 200 l/m2 vielfach zu trocken blieb, prasselten an den Alpen 500 bis örtlich über 700 l/m2 nieder. Den höchsten Tagesniederschlag verkündete Todtmoos im Südschwarzwald mit 111,7 l/m2 am 20.8.

Sonniger Sommer mit deutlichem Plus im Südwesten
Mit rund 720 Stunden lag die Sommerbilanz rund 17 Prozent über dem Soll von 614 Stunden (Periode 1961–1990). Gegenüber dem Vergleichszeitraum 1991–2020 (654 Stunden) wurde ein Plus von rund 10 Prozent erreicht. Am sonnigsten zeigte sich der Südwesten, wo zum Teil fast 800 Stunden registriert wurden. Insbesondere im nordwestlichen Tiefland und an den Alpen sank die Bilanz mancherorts unter 600 Stunden.

In Thüringen verabschiedete sich der Sommer mit ungewöhnlich warmen 18,0 °C (15,8 °C). Der eingeflochtene Juni brachte als sechstwärmster sogar eine Abweichung von 3,1 °C. Im Zuge einer starken Hitzewelle meldete Artern am 2. Juli mit 37,9 die höchste Temperatur in Thüringen.

Trockene Phasen im Juni und August umrahmte einen äußerst wechselhaften und nassen Juli. Das Klimamittel von 210 l/m2 konnte der Sommer 2025 mit 177 l/m2 nicht erreichen. Dafür schien die Sonne mit 714 Stunden (592 Stunden) rund 21 Prozent häufiger.
Autor: pra

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