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Do, 16:36 Uhr
04.09.2025
NABU Thüringen

Bestürzung über weitere Wolfstötung

Der NABU Thüringen zeigt sich bestürzt über das Bekanntwerden eines weiteren illegalen Wolfsbeschusses in Thüringen. „Mittlerweile sind seit Rückkehr der großen Beutegreifer zwei Luchse und zwei Wölfe im Freistaat Opfer illegaler Bejagung geworden...


Ein Zustand, der dringendes Handeln von der Politik erfordert”, sagt Silvester Tamás vom NABU Thüringen. Eine Mitschuld am wiederholten Beschuss gibt der Verband auch der Politik und den Wolfs- und Luchsgegnern, die zunehmend eine unsachliche Stimmung von Hass und Hetze gegen die Tiere schüren.

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Der NABU sieht auch Thüringens Umweltminister Tilo Kummer in der Pflicht. Der Minister muss sich endlich klar und deutlich für den Schutz der Wölfe und Weidetiere gleichermaßen aussprechen, anstatt eine Jagd auf Wölfe zu fordern. Die Jagd auf Wölfe werde weder den Weidetierhaltenden helfen noch Herdenschutzmaßnahmen ersetzen und kann sich sogar negativ auswirken.

Probleme beim Herdenschutz angehen und Akzeptanz fördern
Thüringen hat in bestimmten Kreisen ein Problem mit fehlender Akzeptanz von Wölfen und Luchsen, sowie mangelnder Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen in der Fläche, insbesondere bei privaten Weidetierhaltenden. Vor allem mit Blick auf die illegal getöteten Wölfe zeigt sich, welches Klima der Verunsicherung und Ablehnung gegenüber den Beutegreifern sich in Thüringen eingestellt hat.

Dabei sind es oft die unzureichenden Herdenschutzmaßnahmen die mitverantwortlich für die Risse an Nutztieren sind. Laut der Rissstatistik des Kompetenzzentrums Wolf/Biber/Luchs beim Thüringer Umweltministerium für 2025 war bei fast 100 Prozent der Rissschäden an Schafen und Ziegen kein optimaler Herdenschutz vorhanden. „Wir brauchen in Thüringen deutlich mehr proaktive Beratung und Unterstützung für die Weidetierhaltenden. Organisiert werden muss dies zukünftig durch ein Herdenschutzzentrum“, sagt Silvester Tamás.

Ermittlungen bei Umweltstraftaten verbessern
Darüber hinaus muss unverzüglich die vom NABU Thüringen schon seit langem geforderte Stabsstelle zur Bekämpfung von Umweltstraftaten eingerichtet werden. „Bloße Strafanzeigen reichen häufig nicht aus. Wir sehen aus eigenen Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden in vergleichbaren Fällen, dass Thüringen noch keine ausreichenden Kompetenzen bei der Spurensicherung und -erkundung zum Beispiel mit geeigneten Spürhunden hat.

Die Ermittlungen verlaufen oft erfolglos und die Ermittlungsverfahren werden eingestellt“, so Silvester Tamás. Der NABU Thüringen sieht darin ein deutliches Signal für den Aufbau einer koordinierenden Stabsstelle, mit ausreichend Personal, Ausbildung und Finanzen. Als Vorbilder könnten zum Beispiel Spanien und Italien dienen. Diese Länder haben mittlerweile sehr hohe Aufklärungsraten in Bezug auf Wilderei und Umweltdelikte erreicht.
Autor: emw

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Kommentare
Wyatt Earp
04.09.2025, 23:04 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Schmähkritik
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