Mo, 07:00 Uhr
22.09.2025
Nachgefragt
Der Hexen-Countdown läuft
Weithin sichtbar ist er, der vermutlich größte Hexenbesen des Universums. In seinem Weiß aus Glas, Stahl und Beton strahlt er über die Bäume im nördlichsten Norden unseres Freistaates. Doch wie steht es um die Bauarbeiten, wann endlich ist das Projekt bei Rothesütte fertig. Die nnz konnte sich vor zwei Wochem exklusiv einen Ein-, Aus- und Überblick verschaffen…
Ein seltener Anblick - im Innern nach oben (Foto: nnz)
Es war vor sieben Jahren, da begann die Idee von einem touristischen Projekt” zu reifen. Vielleicht waren die Protagonisten auch durch den Torfhaus-Turm inspiriert. Die Zeit damals, 2018, war gut für die Materialisierung der Idee, das Land Thüringen zeigte sich förderwillig, als die erste Voranfrage in Richtung Erfurt abgeschickt wurde.
Drei Millionen Euro standen da in dem Schreiben. Bei dieser Zahl wird in Landesministerien nur selten gezuckt. Um es schnell zu machen: im Laufe der Zeit wurden aus den drei Millionen 18.000.000 Euro und aus dem Hexenbesen ein Erlebnisreich, später eine Erlebniswelt. Sicher, mit mehr als 16 Millionen Euro ist der Besen” das Highlight. Doch zu einem Reich” muss mehr gehören, wenn sich Besucher hier nicht nur eine Stunde aufhalten sollen.
Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service GmbH und Standortleiterin Veronika Töpfer (Foto: nnz)
Nun stehen die Bauarbeiten kurz vor dem Ende, denn ab 1. Oktober soll die Erlebniswelt geöffnet sein. Zahlreiche Gewerke sind noch zu Gange und der Laie wie der Autor hat leise Zweifel ob der rechtzeitigen Fertigstellung. Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service GmbH und Standortleiterin Veronika Töpfer wissen um den Zeitdruck, sind trotzdem optimistisch. Es ist in der Tat ein Erlebnisreich geworden, das wir den künftigen Besuchern anbieten können”, sagt Reuter und Veronika Töpfer ergänzt: Zur Erlebniswelt gehört ja nicht nur der Turm mit seiner interaktiven Erlebniswelt im unteren Bereich, dazu gehören zum Beispiel auch ein Hexenzauberhaus, ein Kristallbergwerk oder eine Hexenflugschule und das alles barrierefrei.” Und der Besen? Der misst ganze 77 Meter und hat eine 100 Meter lange Rutsche. In 43 Meter Höhe befindet sich die Aussichtsplattform. Die kann man zu Fuß erklimmen oder man lässt sich mit dem eingebauten Fahrstuhl nach oben fahren.
170 Parkplätze stehen für die Gäste bereit, für den fünf Euro pro Platz und vier Stunden berappt werden müssen. Jede weitere Stunde wird mit einem Euro berechnet. Das Tagesticket kostet zehn Euro. Wenn in der Hexen-Gastronomie Geld gelassen wird, dann erfolgt eine Gutschrift von fünf Euro. Apropos essen und trinken: Es gibt eine Gaststätte Blocksberg” im Gebäude, die Scheune ist für größere Besuchergruppen oder spezielle Events wie zum Beispiel Ausstellungen reserviert. Es wird einen Biergarten Hexpress” geben und im Selbstbedienungsbereich stehen bis zu 300 Plätze zur Verfügung. Der Blick über die Harzer Höhen ist von dort aus garantiert. Kleine Einschränkung: soweit es das Wetter zulässt.
Aelfi”, das Werbegesicht der Erlebniswelt, lädt neben den Öffnungszeiten vom 1. April bis 31. Oktober darüber hinaus zu speziellen Events ein. So sind noch in diesem Jahr die zweite Auflage des Harzer Hexenrennens oder der Weihnachtsmarkt am 6. Dezember geplant. Im November wird es eine App der Familienerlebniswelt geben, allerdings erst einmal für Android-Geräte.
Zu guter Letzt noch einmal zu dem, was die Politiker, insbesondere aber auch die Kritiker interessieren wird. Von Beginn der Planungen an gab es Fördermittel des Landes Thüringen (Bund auch?). Und das nicht zu knapp. Der Turm wird allein schon 16,5 Millionen Euro kosten.
Die Firma Waresa (hier Chef Silvio Wagner und Bauleiter Rouven Hoffer) hat auch am Hexenbesen ihre Spuren hinterlassen.en ui (Foto: nnz)
Das ist viel Geld, das ist - egal aus welchem Topf es kommt - das Geld der Steuerzahler und es wurde hier in der Region investiert. Unternehmen der Region erhielten Aufträge und konnten so Löhne und Gehälter zahlen. Ab 10 Uhr am 1. Oktober können sich die Neugierigen davon überzeugen, wie das Geld angelegt wurde. Kleiner Schwank am Ende mit dem Blick zum Torfhaus: In der neuen Erlebniswelt kann so oft gerutscht werden, wie es Lust, Laune und Kondition zulassen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg
Ein seltener Anblick - im Innern nach oben (Foto: nnz)
Es war vor sieben Jahren, da begann die Idee von einem touristischen Projekt” zu reifen. Vielleicht waren die Protagonisten auch durch den Torfhaus-Turm inspiriert. Die Zeit damals, 2018, war gut für die Materialisierung der Idee, das Land Thüringen zeigte sich förderwillig, als die erste Voranfrage in Richtung Erfurt abgeschickt wurde.
Drei Millionen Euro standen da in dem Schreiben. Bei dieser Zahl wird in Landesministerien nur selten gezuckt. Um es schnell zu machen: im Laufe der Zeit wurden aus den drei Millionen 18.000.000 Euro und aus dem Hexenbesen ein Erlebnisreich, später eine Erlebniswelt. Sicher, mit mehr als 16 Millionen Euro ist der Besen” das Highlight. Doch zu einem Reich” muss mehr gehören, wenn sich Besucher hier nicht nur eine Stunde aufhalten sollen.
Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service GmbH und Standortleiterin Veronika Töpfer (Foto: nnz)
Nun stehen die Bauarbeiten kurz vor dem Ende, denn ab 1. Oktober soll die Erlebniswelt geöffnet sein. Zahlreiche Gewerke sind noch zu Gange und der Laie wie der Autor hat leise Zweifel ob der rechtzeitigen Fertigstellung. Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service GmbH und Standortleiterin Veronika Töpfer wissen um den Zeitdruck, sind trotzdem optimistisch. Es ist in der Tat ein Erlebnisreich geworden, das wir den künftigen Besuchern anbieten können”, sagt Reuter und Veronika Töpfer ergänzt: Zur Erlebniswelt gehört ja nicht nur der Turm mit seiner interaktiven Erlebniswelt im unteren Bereich, dazu gehören zum Beispiel auch ein Hexenzauberhaus, ein Kristallbergwerk oder eine Hexenflugschule und das alles barrierefrei.” Und der Besen? Der misst ganze 77 Meter und hat eine 100 Meter lange Rutsche. In 43 Meter Höhe befindet sich die Aussichtsplattform. Die kann man zu Fuß erklimmen oder man lässt sich mit dem eingebauten Fahrstuhl nach oben fahren.
170 Parkplätze stehen für die Gäste bereit, für den fünf Euro pro Platz und vier Stunden berappt werden müssen. Jede weitere Stunde wird mit einem Euro berechnet. Das Tagesticket kostet zehn Euro. Wenn in der Hexen-Gastronomie Geld gelassen wird, dann erfolgt eine Gutschrift von fünf Euro. Apropos essen und trinken: Es gibt eine Gaststätte Blocksberg” im Gebäude, die Scheune ist für größere Besuchergruppen oder spezielle Events wie zum Beispiel Ausstellungen reserviert. Es wird einen Biergarten Hexpress” geben und im Selbstbedienungsbereich stehen bis zu 300 Plätze zur Verfügung. Der Blick über die Harzer Höhen ist von dort aus garantiert. Kleine Einschränkung: soweit es das Wetter zulässt.
Aelfi”, das Werbegesicht der Erlebniswelt, lädt neben den Öffnungszeiten vom 1. April bis 31. Oktober darüber hinaus zu speziellen Events ein. So sind noch in diesem Jahr die zweite Auflage des Harzer Hexenrennens oder der Weihnachtsmarkt am 6. Dezember geplant. Im November wird es eine App der Familienerlebniswelt geben, allerdings erst einmal für Android-Geräte.
Zu guter Letzt noch einmal zu dem, was die Politiker, insbesondere aber auch die Kritiker interessieren wird. Von Beginn der Planungen an gab es Fördermittel des Landes Thüringen (Bund auch?). Und das nicht zu knapp. Der Turm wird allein schon 16,5 Millionen Euro kosten.
Die Firma Waresa (hier Chef Silvio Wagner und Bauleiter Rouven Hoffer) hat auch am Hexenbesen ihre Spuren hinterlassen.en ui (Foto: nnz)
Das ist viel Geld, das ist - egal aus welchem Topf es kommt - das Geld der Steuerzahler und es wurde hier in der Region investiert. Unternehmen der Region erhielten Aufträge und konnten so Löhne und Gehälter zahlen. Ab 10 Uhr am 1. Oktober können sich die Neugierigen davon überzeugen, wie das Geld angelegt wurde. Kleiner Schwank am Ende mit dem Blick zum Torfhaus: In der neuen Erlebniswelt kann so oft gerutscht werden, wie es Lust, Laune und Kondition zulassen.
Peter-Stefan Greiner


















