So, 10:01 Uhr
12.10.2025
Forumsserie von Joachim Retzek (Teil 8)
Der Mensch, die Natur und die Ernährung
Die Natur hält für uns Menschen alles bereit: um uns sinnvoll zu ernähren, um gesund zu bleiben, es wieder zu werden sowie dass wir uns wohl fühlen - es gibt viele Pflanzen und Kräuter, die uns das ermöglichen...
Nur, jetzt kommt wieder einmal der berühmte Haken, wir müssen wissen: welche Pflanzen uns guttun und unsere Gesundheit unterstützen bzw. uns helfen gesund zu werden; aber auch welche Pflanze wir dahingehend doch etwas meiden müssen, da sie uns Menschen schaden können. Wie Sie natürlich wissen, gibt es Pflanzengifte, die bei unzureichender Kenntnis der Einnahme zum Tod führen können. Die andere Seite zeigt uns aber auch, dass Pflanzen auf Grund ihrer Inhaltsstoffe und entsprechender Dosierung uns helfen, uns von schweren Leiden zu befreien. Denken Sie nur einmal zum Beispiel an den roten Fingerhut (Digitalis purpurea) - die Substanz Digitoxin des Fingerhuts ist z. B. verantwortlich für: erstarkende Herzfunktionen (Therapie mit Herzglykoside) oder aber auch für eine Intoxikation (= Vergiftung), was bis zu einem Herzstillstand führen kann (siehe im Teil 3).
Oder z. B., der Bärlauch (Allium ursinum): bestimmt kennen Sie alle den Geschmack einer köstlichen Suppe aus Bärlauch Blättern mit ihrem knoblauchähnlichen Geschmack, was dem Alliin geschuldet ist (eine schwefelhaltige Aminosäure). Vor allem seine Inhaltsstoffe machen den Bärlauch für unsere Gesundheit so wichtig. Bärlauch kann z. B. unser Cholesterin sowie den Blutdruck senken, wirkt antioxidativ und antibakteriell, enthält viel Ascorbinsäure (Vitamin C), usw.
Aber (schon wieder ein Aber): aber leider besteht die Möglichkeit die Bärlauch Blätter mit anderen ähnlich aussehenden Pflanzenarten zu verwechseln, und das wäre für uns äußerst fatal – deshalb ist Vorsicht geboten beim Sammeln von Bärlauchblättern, denn es gibt zwei Verwechselungsarten, die tödlich sein können: die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) sowie das Maiglöckchen (Convallaria majalis). Beides sind Arzneipflanzen, die z. B. als Medikation gegen verschiedene Arten von Leiden angewendet werden. Der Inhaltsstoff der Herbstzeitlose, das Alkaloid Colchicin kann uns z. B. auch gegen die Volkskrankheit Gicht helfen. Die Inhaltsstoffe des Maiglöckchen sowie der Herbstzeitlose (z. B. die Herz-Glycoside), können z. B. die Herztätigkeit verstärken (also unser Herz-Kreislauf-System positiv beeinflussen) - aber auch zu lebensbedrohenden Herzrhythmusstörungen führen, bei einer zu hohen Einnahme (wir nennen das auch eine geringe therapeutische Breite in der Anwendung). Also bitte keine Selbstanwendungen bzw. Selbstversuche - wenn Sie Herzbeschwerden oder auch Lungenbeschwerden haben sollten, wäre damit ein Arztbesuch indiziert.
Wenn Sie Vergiftungserscheinungen zum Beispiel bei Kindern bemerken sollten; die sich z. B. durch Bauchkrämpfe, Übelkeit (Nausea), Schwindel (Vertigo), Erbrechen (Emesis), ansteigender Puls oder Zittern (Tremor) oder gar Herzrhythmusstören (etc.) äußern können, ist sofortiges Handeln angezeigt, denn es ist ein Notfall (112). Gerade für diese roten Beeren des Maiglöckchens (siehe Foto) sind Kleinkinder empfänglich; aber Achtung: vor allem diese Früchte haben einen sehr hohen Anteil an toxischen Glykosiden.
Meinen Rat dazu: bitte kontrollieren Sie, welche eventuell giftigen Pflanzen Sie in Ihrem Garten beherbergen, wenn Sie Kinder oder Enkel im Garten unbeaufsichtigt spielen lassen sollten. Und bitte notieren Sie sich den Giftnotruf in Erfurt, sozusagen für alle Fälle.
Das Wissen um die Heilkräfte der Natur, ist schon sehr alt – schon die Chinesen vor über 5000 Jahren kannten den Gesundheitsaspekt der Heilkräuter und Pflanzen. Bestimmt aber kennen Sie alle zum Beispiel Hildegard von Bingen, die uns auch als Heilige bekannt ist. Die Hildegart-Medizin bzw. die Natur und Heilkunde kann auch in unserer Zeit eine wertvolle Ergänzung zum Gesundwerden und für unsere Gesunderhaltung sein. Bitte achten Sie bei Ihren Kräuteranwendungen auf die Dosierung: es ist wirklich wichtig.
Wir wissen doch noch, was einst Paracelsus sagte: … allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei."
Übrigens, wäre es jetzt der richtige Zeitpunkt zum Beispiel die Petersilie zu ernten, sie zu zerkleinern und in kleinen Dosen einzufrieren – so haben Sie stets in den Wintermonaten eine weitere gute Vitaminquelle bei der Hand und lecker ist das Küchenkraut Nr. 1 allemal. Danke liebe Leserschaft, und bleiben Sie gesund.
Joachim Retzek aus Büttstedt
Autor: redNur, jetzt kommt wieder einmal der berühmte Haken, wir müssen wissen: welche Pflanzen uns guttun und unsere Gesundheit unterstützen bzw. uns helfen gesund zu werden; aber auch welche Pflanze wir dahingehend doch etwas meiden müssen, da sie uns Menschen schaden können. Wie Sie natürlich wissen, gibt es Pflanzengifte, die bei unzureichender Kenntnis der Einnahme zum Tod führen können. Die andere Seite zeigt uns aber auch, dass Pflanzen auf Grund ihrer Inhaltsstoffe und entsprechender Dosierung uns helfen, uns von schweren Leiden zu befreien. Denken Sie nur einmal zum Beispiel an den roten Fingerhut (Digitalis purpurea) - die Substanz Digitoxin des Fingerhuts ist z. B. verantwortlich für: erstarkende Herzfunktionen (Therapie mit Herzglykoside) oder aber auch für eine Intoxikation (= Vergiftung), was bis zu einem Herzstillstand führen kann (siehe im Teil 3).
Oder z. B., der Bärlauch (Allium ursinum): bestimmt kennen Sie alle den Geschmack einer köstlichen Suppe aus Bärlauch Blättern mit ihrem knoblauchähnlichen Geschmack, was dem Alliin geschuldet ist (eine schwefelhaltige Aminosäure). Vor allem seine Inhaltsstoffe machen den Bärlauch für unsere Gesundheit so wichtig. Bärlauch kann z. B. unser Cholesterin sowie den Blutdruck senken, wirkt antioxidativ und antibakteriell, enthält viel Ascorbinsäure (Vitamin C), usw.
Aber (schon wieder ein Aber): aber leider besteht die Möglichkeit die Bärlauch Blätter mit anderen ähnlich aussehenden Pflanzenarten zu verwechseln, und das wäre für uns äußerst fatal – deshalb ist Vorsicht geboten beim Sammeln von Bärlauchblättern, denn es gibt zwei Verwechselungsarten, die tödlich sein können: die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) sowie das Maiglöckchen (Convallaria majalis). Beides sind Arzneipflanzen, die z. B. als Medikation gegen verschiedene Arten von Leiden angewendet werden. Der Inhaltsstoff der Herbstzeitlose, das Alkaloid Colchicin kann uns z. B. auch gegen die Volkskrankheit Gicht helfen. Die Inhaltsstoffe des Maiglöckchen sowie der Herbstzeitlose (z. B. die Herz-Glycoside), können z. B. die Herztätigkeit verstärken (also unser Herz-Kreislauf-System positiv beeinflussen) - aber auch zu lebensbedrohenden Herzrhythmusstörungen führen, bei einer zu hohen Einnahme (wir nennen das auch eine geringe therapeutische Breite in der Anwendung). Also bitte keine Selbstanwendungen bzw. Selbstversuche - wenn Sie Herzbeschwerden oder auch Lungenbeschwerden haben sollten, wäre damit ein Arztbesuch indiziert.
Wenn Sie Vergiftungserscheinungen zum Beispiel bei Kindern bemerken sollten; die sich z. B. durch Bauchkrämpfe, Übelkeit (Nausea), Schwindel (Vertigo), Erbrechen (Emesis), ansteigender Puls oder Zittern (Tremor) oder gar Herzrhythmusstören (etc.) äußern können, ist sofortiges Handeln angezeigt, denn es ist ein Notfall (112). Gerade für diese roten Beeren des Maiglöckchens (siehe Foto) sind Kleinkinder empfänglich; aber Achtung: vor allem diese Früchte haben einen sehr hohen Anteil an toxischen Glykosiden.
Meinen Rat dazu: bitte kontrollieren Sie, welche eventuell giftigen Pflanzen Sie in Ihrem Garten beherbergen, wenn Sie Kinder oder Enkel im Garten unbeaufsichtigt spielen lassen sollten. Und bitte notieren Sie sich den Giftnotruf in Erfurt, sozusagen für alle Fälle.
Das Wissen um die Heilkräfte der Natur, ist schon sehr alt – schon die Chinesen vor über 5000 Jahren kannten den Gesundheitsaspekt der Heilkräuter und Pflanzen. Bestimmt aber kennen Sie alle zum Beispiel Hildegard von Bingen, die uns auch als Heilige bekannt ist. Die Hildegart-Medizin bzw. die Natur und Heilkunde kann auch in unserer Zeit eine wertvolle Ergänzung zum Gesundwerden und für unsere Gesunderhaltung sein. Bitte achten Sie bei Ihren Kräuteranwendungen auf die Dosierung: es ist wirklich wichtig.
Wir wissen doch noch, was einst Paracelsus sagte: … allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei."
Übrigens, wäre es jetzt der richtige Zeitpunkt zum Beispiel die Petersilie zu ernten, sie zu zerkleinern und in kleinen Dosen einzufrieren – so haben Sie stets in den Wintermonaten eine weitere gute Vitaminquelle bei der Hand und lecker ist das Küchenkraut Nr. 1 allemal. Danke liebe Leserschaft, und bleiben Sie gesund.
Joachim Retzek aus Büttstedt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.



