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Mo, 16:36 Uhr
20.10.2025
Krisenstab diskutiert Maßnahmen gegen die Vogelgrippe

Kranke Kraniche fallen vom Himmel

Der Tierseuchenkrisenstab des Landkreises hat sich heute getroffen, um die erforderlichen Maßnahmen nach den aktuell vermehrt aufgefundenen verendeten Kranichen festzulegen. Am Wochenende gab es weitere Suchaktionen des Veterinäramtes in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Heringen, Auleben und Windehausen...

Suchaktion am Stausee Kelbra (Foto: Pressestelle Landratsamt) Suchaktion am Stausee Kelbra (Foto: Pressestelle Landratsamt)

Auch mit der Drohne des Katastrophenschutzzugs wurde das Gebiet überflogen. Insgesamt wurden in den letzten Tagen rund 150 tote Tiere gefunden, die nicht nur punktuell, sondern weitflächig verteilt waren. Zudem wurden weitere Funde der Leitstelle gemeldet, einzelne Funde gab es bereits auch in Nordhausen und Ellrich.

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Im benachbarten Landkreis Mansfeld-Südharz hat sich der Verdacht auf die hochansteckende Vogelgrippe, die aviäre Influenza, bei den mehr als 50 rund um den Stausee Kelbra verendeten Kranichen bestätigt. Daraufhin hat der Nachbarkreis heute in einer Allgemeinverfügung die Aufstallung von Hausgeflügel in bestimmten Orten beispielsweise in der Goldenen Aue, der Gemeinde Südharz und der Stadt Sangerhausen festgelegt. Auch im Kyffhäuserkreis wurde heute die Geflügelpest im zweiten Laborbefund bestätigt und es wurde ebenfalls eine Stallpflicht für Hausgeflügel veranlasst.

Bei den im Landkreis Nordhausen aufgefundenen toten Kranichen deutet ein erstes Laborergebnis ebenfalls auf die Vogelgrippe hin, die Bestätigung durch das Referenzlabor wird morgen erwartet. Das Veterinäramt geht vom Nachweis der Vogelgrippe aus und rechnet deshalb mit einer Verpflichtung zur Aufstallung von Geflügel, um einem Übergriff der hochansteckenden, tödlichen Erkrankung auf Hausgeflügelbestände zu verhindern.

Die Stallpflicht wird das gesamte Landkreisgebiet betreffen, da die Kraniche überall in der Region unterwegs sind und bei einer Erkrankung auch mitten im Flug abstürzen können. Somit lassen sich die Fundorte nicht eingrenzen. Aktuell rasten etwa 16.000 Kraniche in der Region, der Vogelzug kann in Anhängigkeit von der Witterung noch bis Mitte, Ende Dezember anhalten und es kommen immer wieder neue Tiere in die Region.

Schon vor einer Allgemeinverfügung zur Stallpflicht bittet das Veterinäramt alle Hausgeflügelhalter dringend, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu erhöhen und ihre Tiere aufzustallen. Bei unklaren Krankheits- und Todesfällen bei Hausgeflügel sollte umgehend das Veterinäramt informiert werden. Um einer Verschleppung des Virus vorzubeugen, darf das Gebiet rund um den Stausee Kelbra nicht betreten werden. Tote Wildvögel sollten auf keinen Fall berührt werden.

Das Vetererinäramt des Landkreises Nordhausen ist erreichbar unter Tel. 03631 911-3601 oder per E-Mail an Veterinaeramt@lrandh.thueringen.de.
Autor: red

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Kommentare
Wyatt Earp
20.10.2025, 18:14 Uhr
Kraniche fallen vom Himmel? Nee, das ist hausgemacht.
Wer ist eigentlich verantwortlich für diesen Kranich- und Wildvogel Hotspot an diesem kleinen Helme Staubecken? Es wurde an anderer Stelle von Kommentatoren schon angemerkt, dass so eine Konzentration von zig tausenden Individuen auf so einer Microfläche zu Seuchen führen muss. Wir sind hier nicht das Donau-Delta wo sich der Vogelzug auf riesigen Flächen regelrecht verläuft.
Jetzt gehts wieder den kleinen Geflügelhaltern an den Kragen, die mit Auflagen überschüttet werden. Wann geht es denn mal denen an den Kragen, die solche Zustände mit Stauregimen, Fütterungen, Betretungsverboten ... herbeiführen? Jetzt haben wir und vor allem die Zugvögel den Salat. Danke liebe Vogelfreunde und ganz besonderen herzlichen Dank an die Vogelfreunde in den Ämtern und Behörden!
franz1985
20.10.2025, 20:16 Uhr
Wyatt Earp
Genauso.
Keine künstliche Hotspot Fläche bieten und schon ist das Zugvogel Verhalten vorhanden. Hat natürlich den Nachteil, das man kein Geld mehr zusätzlich verdienen kann.
Ich bin definitiv der Meinung zukünftig nicht in das Kranich Geschehen einzugreifen und diese Tiere einfach natürlich ziehen zu lassen.
Glaskugel
20.10.2025, 20:29 Uhr
Lasst mich mal raten
Die Füchse und Wölfe (soll ja schon einen geben dort) kommen gut über den Winter. Es gibt zwar jeden Tag Kranich aber egal. Der Tisch ist gedeckt und der Nachwuchs sprießt.

Nächstes Jahr haben wir dann die Fuchsräude und -Staupe und ein neues Wolfsrudel. Ist doch toll.
Dann müssen wir nur noch unsere Hunde in Volieren halten, damit die keine Staupe kriegen oder vom Wolf gefressen werden. Also keine Panik, alles wird gut. Wenn nicht kommt die Feuerwehr.
Franz Haarkamm
21.10.2025, 12:05 Uhr
Der Gennosse Walter Ulbricht und die SED sind wohl die Verantwortlichen @ Wyatt Earp
Sie haben schließlich den Stausee errichten lassen! Und damit vermutlich unabsichtlich in der Kulturlandschaft der Natur Möglichkeiten eröffnet. Viele Vogelarten habe hier Heimat gefunden. Und die Nachfolger der oben genannten haben das Gebiet 1978 sogar auf die Liste der Gebiete der Ramsar-Gebiete setzen lassen. Der abgelassene Stausee bietet nun natürlich ideale Voraussetzungen für die Kranichwanderung. Allerdings fressen die Viecher nicht nur die Reste auf den Feldern, sondern auch die frisch ausgebrachte Saat des Wintergetreides. Um die Schäden in der Landwirtschaft zu reduzieren, ist man deshalb zu einer sogenannten Ablenkungsfütterung übergegangen.
Was schlägt Wyatt Earp vor?
Den Staudamm rückbauen oder den See nicht mehr ablassen? Das könnte beim nächsten Hochwasser fatal werden.
Auf die Fütterung verzichten? Dann hat man Ärger mit den Bauern.
Kein Wintergetreide mehr anbauen? Das gäbe ebenfalls Ärger.
Das Saatgut wie zu Zeiten meines Opas vor über einem halben Jahrhundert mit Gift beizen? Dann möchte ich nicht wissen was los ist, wenn die Vögel reihenweise auf den Feldern verenden?
Es könnte natürlich auch Sheriff Wyatt Earp persönlich den Kampf gegen die Saatguträuber aufnehmen.
Mich würde echt interessieren wie Wyatt Earp das Problem lösen will.
HisMastersVoise
21.10.2025, 22:03 Uhr
Das Naturschutzgeschäft !
Um mal bei der Wahrheit zu bleiben, gab es die Zugvögel und die Luchse schon immer bei uns. Der Biber war in der Elbe nie weg. Was also hat sich geändert. Inzwischen wird mit dem Artenschutz richtig Geld verdient. Man braucht Experten und Beauftragte und den ganzen Bürotross für Dinge, welche die Natur ganz allein kann. Also gibt es Förderprogramme für den Kranich und den Kormoran und den Biber und den Wolf und den Luchs und den Schwarzhalstaucher und den Fischotter und dafür braucht es natürlich Beauftragte. Das ist das mal ein Arbeitsbeschaffungsprogramm. Um auf Kelbra zu sprechen zu kommen. Niemand kann logisch erklären, warum schon im August der Stausee abgelassen werden muss, außer man will den Zugvögeln bessere Bedingungen schaffen. Hochwasser hatten wir ganz selten im September. Also wird schon in das Stauregime Einfluss genommen für das Artenschutzgeschäft. Erstaunlicher Weise läuft das an vielen anderen Stauseen inzwischen genau so. Und wer profitiert davon. Also die Natur und ihre Biotope auf keinen Fall. Mich würde interessieren, wer sich um Wolf, Kranich und co noch scheren würde, wenn es kein Geld von Land und Bund und EU gäbe. Echter Naturschutz braucht keine Vogelpfade und Türme und Fütterungen. Naturschutz braucht Demut und Zurückhaltung und nur dann Aktionen, wenn Katastrophen geschehen. Hier ist ein konsequentes Umdenken erforderlich und Bescheidenheit. Jeder Geflügelbesitzer hier im Landkreis und überall kann so kurz vor Martini auf solche hausgemachten Katastrophen gerne verzichten. Die Naturschutzindustrie bekommt noch Zuschüsse für den ........, den sie baut !!
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