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Di, 09:13 Uhr
21.10.2025
ifo Institut

USA untergraben internationale Bemühungen

Die jüngste Befreiung multinationaler US-Unternehmen von wesentlichen Bestimmungen der Globalen Mindeststeuer (GMT) könnte die Wirksamkeit der wegweisenden internationalen Steuerreform schwächen, meldet das ifo Institut heute...

Zu diesem Ergebnis kommt ein kürzlich veröffentlichter EconPol Policy Brief. „Die Ausnahmeregelung untergräbt die Fortschritte der internationalen Steuerkooperation – insbesondere angesichts der Größe der US-Wirtschaft und der starken Steuervermeidungsaktivitäten einiger ihrer multinationalen Unternehmen“, sagt ifo-Forscherin Camille Semelet, eine der Autorinnen des Berichts.

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Die GMT, 2024 eingeführt und von 138 Ländern gebilligt, zielt darauf ab, einen Körperschaftssteuersatz von mindestens 15 Prozent festzulegen, um Gewinnverlagerungen und schädlichen Steuerwettbewerb einzudämmen. Die Studie kommt nach Auswertung deutscher Daten zu dem Ergebnis, dass diese Mindeststeuer zielführend ist: Der Großteil der Gewinnverlagerungen konzentriert sich auf Unternehmen, die den GMT-Schwellenwert überschreiten – also solche mit einem Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro. Diese multinationalen Unternehmen waren in Deutschland für 95 Prozent der in Steueroasen verlagerten Gewinne verantwortlich.

Die Entscheidung der G7-Staaten, multinationale Unternehmen aus den USA von wichtigen GMT-Bestimmungen auszunehmen, führt dazu, dass eine Lücke für einige der aggressivsten Gewinnverlagerer der Welt entsteht – insbesondere wenn die US-amerikanische Mindeststeuer (GILTI) kein gleichwertiges Steuerniveau gewährleistet. Dies schwächt nicht nur die durch die Reform angestrebten gleichen Wettbewerbsbedingungen, sondern schränkt auch die potenziellen Steuereinnahmen weltweit ein. „Darüber hinaus verursachen regulatorische Änderungen dieser Größenordnung so kurz nach der Einführung einer lang erwarteten globalen Politik Anpassungskosten und verringern die Planungssicherheit aufseiten der Unternehmen“, sagt Semelet.
Autor: red

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Kommentare
Elfie 20
21.10.2025, 22:12 Uhr
Über den Tisch
Das neue Zollabkommen, EU-USA ist auch so ein Ding, die EU muss für 700 Milliarden Öl und Energie in den USA kaufen und für ca. 600 Milliarden in den USA Investieren.
diskobolos
22.10.2025, 11:49 Uhr
Die Zukunft ist, wie meist, unsicher
Sie beziehen sich sicherlich auf das Gespräch Trump - v. d. Leihen, Elfi 20. Was dabei herausgekommen ist, weis keiner so ganz genau. Weder WAS noch WANN. Beide Seiten haben es dann als Erfolg verkauft. Die EU-Chefin, weil sie Trump von willkürlichen 30 auf 15 Prozent herunterverhandelt hat und Trump, weil er zuhause große Zahlen herausposaunen kann. Hätte Trump mit 60 Prozent begonnen, müsste sich die EU wohl heute über 30 Prozent freuen?

Dabei ist letztlich gar nichts klar: Die EU-Kommission kauft gar kein Öl (Was will Sie auch damit?), das können nur private Firmen, mit den Investitionen sieht es genau so aus.
Meine Erfahrung mit Verträgen: Solange nicht ALLES klar ist, ist gar nichts klar
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